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Komplette Münzsammlung ruiniert! Bitte um Rat.

Dieses Thema im Forum "Zubehör,Pflege, Reinigung und Aufbewahrung" wurde erstellt von Florin, 5. Mai 2004.

  1. Florin

    Florin

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    Merci le Auskunft! (Tirage 5000 piéces)

    Hallo, vielen herzlichen Dank an Mesodor, den Herrn Reichsparkassenamtsleiter, Tisso Hoinzje Mifrojar Hupler Kaefer und an alle anderen !! Ihr seid echt nett!! Ja es gibt noch wahren Altruismus und echte Uneigennützigkeit auf dieser Erde! (Huch, was ist das hier in meiner Mehlbüchs? "Rechnung 10 000 Euro für Beratung, Firma Mesodor......und hier eine Tube Zahnpasta, Rechnung 100 000 Euro, Firma D. Taube GbR?)
    :D
    Also Spaß beiseite: Ich bin schon jetzt beruhigt, vielen Dank für umfangreiche Hilfe. Meine Sammlung scheint zu über 99 % gerettet. Und das ist doch was! Ich wusste übrigens gar nicht, dass viele dieses Problem haben, von daher ist dieser Thread gar nicht schlecht. So können wir viel Information sammeln die allen nützt.


    Also, hier meine Erfahrungen mit Zitronensaft und Silber:

    Seife, Pril etc nützen GAR nichts. Man kann so lange reiben bis man ausser Puste ist - das grüne Zeug bleibt dennoch, und wenn man sich danach die Hände wäscht, hat man es nach ZWEI mal Waschen IMMER noch auf den Händen. Pfui. ALso - Arbeit sparen, gar nicht erst probieren.

    Jetzt aber:

    Zitronensaft (der billigen in diesen kleinen gelben flaschen, nicht mal ein euro) ist der Hammer. Es ist unglaublich:

    Nur 30 Secunden in diesen Zitronensaft hineinlegen - und das grüne Zeug ist weg! VERSCHWUNDEN. VÖLLIG! Man muss nicht mal reiben - nicht mal berühren!! Es verschwindet von selbst. Selbst dann, wenn man ganz dagobertmäßig die gleiche Flüssigkeit bei der zwanzigsten Münze immer noch benutzt. Das Zeug hat eine Power - unglaublich. Ich hatte eine einzige Münze, bei der es länger dauerte - 1 Minute, höchstens 2. Die grüne Seuche ist auch hier WEG. Ich bin völlig baff. Wusste gar nicht, dass das Zeug, das ich mir ab und zu auf meine Fischstäbchen träufele, ein gar numismatisch Liquid ist....

    Habe auch an Stgl und PP probiert, will aber nach den wenigen Versuchen
    (nur eine wertllose Deutsche PP; und eine - leider - ebenso wertlose österreichische PP) noch keine entgültigen Urteile fällen , aber es scheint als ob Stlg es 100% verträgt, und PP w e i t g e h e n d . Will es also noch nicht zu voreilig empfehlen, ich werde weiterprobieren. My home ist nicht my castle, but: my Wohnung becomes my Chemielabor. Es macht sogar Spass, komme mir vor wie ein Alchimist und latsche nur noch mit plastikhandschuhen umher. Ach so, mein Tip: ich habe es eine Weile mit bloßen Händen gemacht, wenn ihr viele münzen damit reinigt, lieber plastikhandschuhe - es brennt tierisch, wenn man kleine Risse, Wunden, Kratzer und ähnliche wertmindernde Randbeschädigungen in der Haut hat. Kann zwar sein, dass das tatsächlich nur vom Zitronensaft kommt, allerdings ist der ja nicht mehr "pur" sondern mit Weichmacher angereichtert - und das Zeug ist mir auf vielerley Gründen sehr unsympathisch! (den Herstellern von damals, die uns diese teuren Alben für viel Geld mit diesen verdammten Weichmachern andrehten, sollte man ihre verseuchten klebrigen Grün-Alben m.E. sowieso um die weiche Birne knallen! die scheinen Ihren Weichmacher auch im Hirn zu haben.....)

    Also, eines ist klar: dem giftgrünen seuchenartigen Neonlicht-Klebstoff-Gruselfilm wird damit VÖLLIG der Garaus gemacht. Frage ist nur, ob die Münze dabei unbeschädigt bleibt. Mir fielen hinterher leichte Kratzer an manchen Münzen auf, es ist aber gut möglich, dass die vorher schon darauf waren. Ausserdem hatte ich am Anfang gerieben wie blöde, bis ich merkte, dass man das gar nicht braucht: Einfach hineinlegen in den Zitronensaft, man muss NICHTS tun, ausser warten. vielleicht höchstens die schale/den behälter sanft hin und her bewegen, in dem sich die Münze befindet, aber auch das braucht man nur ganz wenig (ich erzielte mit einer leeren 5-minuten Terrine von Maggi sehr gute Ergebnisse). Hinterher mit reichlich klarem Wasser abspülen, dann trocknen lassen, ich lege sie auf frische papiertaschentücher. In meinem Wohnzimmer sieht es inzwischen aus wie in einer Backstube, überall liegen paletten mit kleinen rundstücken herum, nur dass diese eben völlig streuselschneckenunähnlich glänzen. Wenn ich niesen muss, renne ich immer schnell ins Nebenzimmer, aber vielleicht ist das übertrieben. Jeglichen Besuch empfange ich mit den Worten "Guten Tag. Bitte schneuzen Sie nicht auf meine PP."

    Meine Sammlung scheint gerettet, ich fühle mich wie befreit. Kann noch nicht sagen, ob die Zitronensaftbefreiung (wäre das nicht ein schöner Ebay-Name) der Münze Schaden zufügt. Ich vermute aber NICHT. Denn der Gesamteindruck ist sehr gut! Bei Stlg auf jeden Fall.

    Noch ein Tipp bei PP: Dort hab ich bisher zwei verschiedene Ergebnisse. ICh hörte immer wieder, dass die Österreicher so klasse Prägequalität hätten, fiel mir bisher nie auf, aber es scheint zu stimmen:

    Die 5 DM GRimmelshausen liegen direkt neben 50 Schilling "Dom zu Salzburg", und Salzburg schneidet um WELTEN besser ab: einige Wasserflecken, aber
    Gesamteindruck: recht gut. Der BRD-5er hingegen sieht qualitativ schlechter aus, das Feld ist matt und wirkt leicht "vernebelt". Es kann aber sein, dass es auch hier vom Wasser kommt. Also bei PP kann ich noch nichts Entgültiges sagen. Werde mal mit einer PP Friedrich Ebert probieren (die find ich eh potthässlich, er hat so einen dicken Kopf die Münze besteht nur aus Relief).

    So, vielen Dank erstmal an alle!
    :) :) :) :)
     
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  2. Hupler

    Hupler

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    Hallo Florin!

    Danke für den Dank aber Du solltest mesodor39´s Ratschläge zu Herzen nehmen, wenn Du bei den teuren Münzen angelangt bist.
    Die beschriebenen Wasserflecken auf den PP-Münzen wirst Du mit seiner Methode mit höchster Wahrscheinlichkeit vermeiden.

    Außerdem lassen sich Spätfolgen durch Zitronensäure, Aceton und Silberbad nicht vorhersehen, mit Mesodors Methode wirst Du weitgehen sicher unterwegs sein.
    Außerdem gilt, beim Reiben hinterlässt Du mit Sicherheit Spuren, bei teuren Münzen untersuchen die Käufer und Sammler die Münzen gerne mit starken Vergrößerungen, damit sieht man solche Reinigungsversuche und die Münzen werden für den ernsthaften Sammler wertlos.
    Selbst wenn die Münzen Umlaufspuren tragen, erst die Reinigungskratzer machen sie meist wirklich unverkäuflich.


    @mesodor39

    Großartig!

    lg
    Wolfgang
     
  3. tisso

    tisso

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    .......und wer musste diese Suppe vorher auslöffeln? –würg- :eek:
     
  4. Florin

    Florin

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    @tisso
    naja, ich nahm natürlich die Münzen wieder raus, bevor ich sie Suppe aß...
    :D

    @hupler
    Ja, klar klingt Mesodors Methode am Besten. Probier ich vermutlich auch mal heut abend. Aber das mit der Butter ist schon relativ eklig,und ich kann mir nur schwer vorstellen dass ein Stgl.-oder PP stück das tatsächlich so unbeschadet überlebt. Aber gut, ich wills mal an einer Münze probieren. Probleme bereitet mir nur der "schwamm". Also selbst einen weichen Schwamm möchte ich nicht an eine PP Münze lassen. Alle Methoden, bei denen man reiben muss, gefallen mir nicht.

    Übrigens: Du hattest das falsch verstanden, du musst beim Zitronensaft nicht reiben! GAR nichts machen, nicht mal berühren! Es löst sich von alleine, und zwar in weniger als 30 Sekunden. Kein Reiben, kein ANfassen, gar nichts ist notwendig. Du musst nicht mal draufpusten - einfach nur in die flüssigkeit legen. Du solltest nur danach mit viel klarem Wasser spülen, das ist alles. Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass das Spätfolgen gibt. Also einige liegen hier nun schon tagelang rum, und glänzen freudig vor sich hin.

    An einer hab ich Dieters Zahnpasta-Methode probiert, und ich stimme zwar mit ihm 90% überein, dass mir eine gereinigte Münze lieber sein kann als so manches Schmutzding, das dann angeblich die ach so edle Patina haben soll. Lieber sein KANN. Denn es gibt tatsächlich etwas, das man "Katzenglanz" nennen kann, und die Zahnpasta-behandelte mit diesen unzähligen Kratzern und dem abgeriebenen Relief, die so merkwürdig glänzt, hat nun den Charme einer 86-jährigen Frau, die sich als 30-jährige zurecht macht...sieht irgendwie merkwürdig aus. Also ich nehme in der Diskussion "Reinigen PRO oder CONTRA" eine Art Mittelweg ein - mit größerer Tendenz zum Pro. Aber es gibt tatsächlich gereinigte Münzen, die scheußlich aussehen, nach dem Motto "hätt ichs besser gelassen". Hängt vom Einzelfall ab. Auf jeden Fall bin ich dagegen, ein Dogma daraus zu machen, wie die Herren Obernumismatiker mit dem drohenden Zeigefinger "NIE NIE NIE reinigen". Hängt m.E. völlig vom Einzefall ab. In unserem Falle, also das komplett grün verklebt-verseuchte Album MUSS eine Reinigung legitim sein.

    Was den Zitronensaft betrifft: Meine Sammlung - also die Teile, die ich schon behandelt habe - sehen praktisch wieder aus wie vorher! Die Ergebnisse würd ich, was den unmittelbar sichtbaren Effekt betrifft, als mindestens 99 % zufriedenstellend bezeichnen. Aber mit den Spätfolgen hast du schon recht. Auch wenn ichs mir nich vorstellen kann, aber auch ich hätte da gerne Sicherheit. Deshalb würde mich mal interessieren, was unsere Experten dazu sagen (Honscha und Münzenexperte).
     
  5. siepie

    siepie

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    Zitronensäure ist ein "ausgezeichnetes" Mittelchen.

    Der NACHTEIL aber ist:
    Eine eventuell über Jahre oder Jahrzehnte gewachsene natürlich Patina ist innerhalb von Sekunden unwiderbringlich verloren.

    Das mag dich nicht stören, aber Du hast es ja oben schon selbst erwähnt:

    ...86-jährigen Frau, die sich als 30-jährige zurecht macht...sieht irgendwie merkwürdig aus...

    Ich würde auf alle Fälle mesodors Vorschläge beherzigen, auch wenn mann fettige Finger bekommt.
     
  6. Florin

    Florin

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    Hallo Siepie, das Zitat galt für die Zahnpastamethode - nicht für den Zitronensaft! Ich muss ganz ehrlich sagen: Ergebnisse mit Zitonensaft sind bei prägefrisch und Stempelglanz hervorragend. Das was Mesodor sagte klingt natürlich sehr gut, ich habe die Fett-Methode auch in abgewandelter Form bereits probiert. Ich nahm statt Butter Olivenöl. Kay Rethorn schrieb auf seiner Homepage, dass er dies auch zum Reinigen antiker römischer Münzen nehme; vermutlich funktioniert auch Margarine. Der Nachteil bei der Fett-Methode, egal ob Butter oder Öl: Man muss die Münzen danach mit Pril oder Seife reinigen, reiben und mechanisch nachhelfen. Bei Zitronensaft fällt das völlig weg.


    Meine Erfahrungen bei grün angelaufenen Silbermünzen, auch wenn Sie stark von grüner klebriger Paste befallen sind:

    Seife, Pril:

    Nützt alleine ÜBERHAUPT NICHTS. Gar nicht erst probieren.

    Olivenöl:

    --einfach in das Öl legen. Nach ca. 6-7 Stunden kann man das Grün restlos ganz sanft abreiben.

    --dann mit warmem Wasser und Pril etc. abspülen, trocknen lassen (Vermutlich löst es sich ohne Reiben,wenn man es länger im Öl lässt. Habe ich noch nicht probiert.)

    Zitronensaft:

    --einfach in Zitronensaft legen (gibts im Supermarkt in kleinen gelben Flaschen). MAN MUSS NICHT REIBEN - NICHTS TUN. Nach ca. 30 Secunden ist das Grün fast völlig gelöst. Eine besonders hartnäckige Münze brauchte 1 oder 2 Minuten, Weggehen lohnt sich daher nicht. Die meisten sind in weniger als 60 Secunden erledigt. Vielleicht den Behälter (ich nahm einfache Plastikbecher) sanft bewegen, so dass leichte "Wellen" entstehen. Aber selbst das scheint unnötig.

    -- Danach mit klarem Wasser abspülen. Ich habe die Münze abwechselnd gründlich abgespült, erst fließend Wasser, dann in einen zweiten Becher mit klarem Wasser gelegt, noch mal unter fließend Wasser abgespült, Wasser aus Becher wegschütten, noch mal in den Becher mit frischem Wasser, etc.

    -- letzte Tropfen abschütteln. Stempelglanz trocknen lassen auf sauberen Papiertüchern (hier hab ich keine Wasserflecken entdeckt), PP trocken föhnen, sonst gibts unschöne Wasserflecken.

    Münzen von denen ich dachte, sie seien verloren, sehen aus wie vorher. Mesodors Methode klingt sehr gut, er hat sicher auch viel Erfahrung. Aber es gibt eine Riesensauerei und dauert sehr lange, in einer kleinen Küche geht das nicht (meine hat 4 m²), deshalb war seine Hotelzimmer-Empfehlung gar nicht falsch. Aber bei meiner Sammlung lohnt sich diese Geldausgabe nicht.

    Das einzige Problem bei der Zitronensaft Methode ist die Frage: Können sich die Münzen nach Jahren oder Jahrzehnten aufgrund der Behandlung noch verändern oder nicht. Deshalb würde mich mal interessieren, was Herr Honscha und Münzenexperte dazu sagen würden.
     
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  7. mesodor39

    mesodor39

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    @florin: man darf / muß die Münzen bei den von mir beschriebenen Methoden eben nicht reiben.

    Butter bzw. Paraffin werden vorsichtig mit Küchenpapier weggetupft.

    Dann tut man etwas von dem MARBERT-Shampoo auf den leicht angefeuchteten, nicht kratzenden Schwamm, legt die Münze darauf tupft ein paar mal mit dem Schwamm, dreht die Münze um, tupft nochmals und spült die Münze mit Wasser ab.

    Gegebenenfalls wiederholt man das mit dem Tupfen nochmals und wässert erneut gründlich.

    Danach wird die Münze dann sofort mit einem Frotee-Tuch, wiederum ohne Reiben, abgetupft, bis sie trocken ist.

    Das mit dem Schwamm und dem Tupfen geht sogar bei Goldmünzen, die im Herstellungsverfahren "Spiegelglanz" oder "PP" vorliegen.

    Nur muß man dann vorher ein bis zwei Teelöffel Natron in ca. 200 ml kochendes Wasser auflösen, ca. 20 ml Spülmittel hinzugeben, das ganze gut durchrühren, ein Stück Küchenpapier in eine Schale legen, auf dem Küchenpapier die Goldmünze legen und die heiße Natron-Spülmittelbrühe darauf gießen. Nach ca. 15 min kann man die Goldmünze entnehmen, auf dem mit Shampoo getränkten Schwamm legen, vorsichtig abtupfen, wässern und direkt nach dem wässern aufs Frotee-Tuch legen und erneut abtupfen.

    Eine PP, die Flecken und Fingerabdrücke hatte, aber unberieben war, sieht nun meist wieder aus, wie eine unberührte PP. Wenn natürlich unter den Fingerabdrücken, Felcken usw. nicht sichtbare Bereibspuren waren, so sind die nun sichtbar. Meistens, d.h. ich hatte mir die jeweiligen PP´s vor dem Kauf genau darauf angesehen (die meisten fleckigen / befingerten PP´s sind auch berieben), hatte ich Glück und es waren nur Flecken / Abdrücke und KEINE Bereibspuren auf der PP.

    Und nochmals: NUR TUPFEN - N I E M A L S R E I B E N
    Das mit der Lizenz zum Gelddrucken bezieht sich hauptsächlich auf verklebte und aufgeweichte, aber ansonsten von ihrer Substanz (Erhaltung und Patina) her intakte KUPFER-Münzen. Wenn es gelingt, solche Stücke mit Flüssig-Paraffin und ohne Beschädigung der Münzhaut oder Patina (was bei alten Stücken ein und das selbe ist) wieder in einem sauberen und von der Oberfläche her harten Zustand zurück zu versetzen, so sind das schnell ein paar hundert Prozent.

    Und wenn man, wie im Fall des von mir angeführten Pennys 1839 der Isle of Man statt einer vermeintlichen und für 280 DM gekauften St-Münze, auf einmal erkennen darf, daß es eine PP ist, die vielleicht 3.000 Dollar wert ist, so ist das doch fast wie Gelddrucken - oder liege ich hier falsch?.


    Freut mich aber dennoch für Sie, daß es auch mit Zitronensaft geklappt hat.

    In Bezug auf die Wasserflecken hätten Sie besser jede Münze einzeln behandelt und nach dem Abspülen mit klarem Wasser direkt aufs Tuch gelegt und getrocknet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2004
  8. Florin

    Florin

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    Hallo, Mesodor, ja, habe ich doch genau so gemacht! Bei Stempelglanz gibt es kein Problem, aber bei PP gibts leichte Flecken, wenn man sie zum Trocknen einfach hinlegt (selbst wenn sie vorher gründlichst abgeschüttelt wurden). Jemand schrieb im Forum, man sollte PP trocken fönen. Hab ich gemacht, ist nicht perfekt, aber die Flecken sind dann FAST weg. Also so, dass man sagen kann "ist akzeptabel". Ein anderer schrieb, er würde die MÜnzen danach mit Isopropanol abspülen (das Zeug was in Fensterputzmittel und Brillenputztüchern ist). Das werd ich noch probieren.

    Zu den verschiedenen "Entgrünungs-Methoden":

    Ich glaube schon dass deine Methode eine der besten (vielleicht sogar DIE beste) ist, denn Öle/Fette etc schonen die Münzen ja mehr. Ich bin mir ja gar nicht so sicher ob der Zitronensaft gut ist. Das Ergebnis sieht fantastisch aus, und es dauert nicht mal eine Minute. Aber ich kann als Laie eben nicht beurteilen, ob das tatsächlich der Münze nichts macht, nur weil sie gut aussieht!!

    Ich habe mit beiden MEthoden ein Problem, sowohl mit deiner als auch mit meiner. Bei deiner: klar ist "tupfen" sicher schonender als "reiben". Und ich habe deine jetzt probiert, nur statt Butter Olivenöl genommen. Es funktioniert. Aber man muss eben hinterher mit Shampoo etc abspülen, schon mal eine Chemie mehr, da habe ich etwas Misstrauen,und man muss eben tupfen, also die Münze berühren. Bei Zitronensaft muss man das nicht!!Die Münze wird überhaupt nicht berührt. Das heisst ja NICHT dass ich die Zitro-Methode besser finde als ihre. Im Gegenteil, ich habe auch meine Methode an den weniger wertvollen Münzen probiert, und werd mich an die besten Stücke erst dann heranwagen, wenn ich noch einige Meinungen gehört/gelesen haben werde.

    Das Fett selbst ist bestimmt schonender als die Zitro Säure. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch Shampoo, Pril etc eine Stempelglanz Münze verändern kann, an PP trau ich mich erst gar nicht heran...

    Das Hauptproblem ist aber: Deine Methode kann man wirklich nur durchführen, wenn man viel Platz und viel Zeit hat. Von daher war der Hinweis mit dem Hotelzimmer völlig richtig. Ich habe jetzt erstmal nur 3 Stück mit der Öl/Butter Methode "entgrünt". Das Ergebnis ist gut, aber meine Küche sah aus wie ein Schweinestall. Ich musste hinterher 3 Stunden putzen und bin jetzt völlig fertig.

    Ich denke, im Prinzip ist jede Methode gut, die funktioniert. "wer heilt, hat recht". Was mir nur fehlt, ist bei beiden Methoden die Sicherheit, dass es keine "Spätfolgen" gibt. Hupler brachte mich erst darauf. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, dass es eine Reaktion des Metalls nach Jahren geben soll - ich denke, wenn eine Münze durch falsche Reinigung hin ist, dann sieht man das ziemlich schnell...

    Aber noch was ganz anderes, an das bis jetzt niemand gedacht hat (ich auch nicht!) , und zwar völlig unabhängig von der Methode:

    Ich bin ja nun nicht nur Numismatiker, sondern auch Hypochonder. Was aber im Umgang mit Chemikalien vielleicht gar nicht verkehrt ist. Ich bin etwas besorgt, und zwar völlig unabhängig von der Reinigungs Methode, ob die freigesetzten Weichmacher gesundheitsschädlich sein können. Nicht alle Weichmacher sind gesundheitsschädlich, aber manche sind es. Ich weiss nun nicht, welche in den damaligen Alben und Folien verwendet wurden. Handelt es sich um Phthalate, sind sie gesundheitsschädlich. Vielleicht ist meine Angst etwas übertrieben, aber es kommt ja auch schon mal ein Tröpfchen auf den Boden wenn man die Münzen behandelt und spült. In meiner kleinen Küche ist so wenig platz, dass ich im Behälter liegenden Münzen nur wenige 20 oder 30 cm entfernt von der Stelle habe, wo ich Salat etc schneide. Ist vielleicht übertriebene Angst, aber mich würde eben auch mal interessieren, wie das gesundheitsmäßig aussieht.....

    Aber, Hauptproblem ist m.E. nach wie vor: Kann es bei einer Münze "Spätfolgen" geben durch falsche Reinigung? Falls nicht, ist der Zitronensaft für Silber genial. Bei Stempelglanz und zum Teil auch bei PP.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2004
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  9. Bukanier

    Bukanier

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    Laß den gesunden Menschenverstand obwalten und schalte den Panikmodus jetzt aus: Wenn die Zitronensäure ordentlich abgespült ist, kann garnichts weiter folgen. Was denn auch ?

    Letztlich werden die Luft und die liebe Sonne, die kosmische Strahlung und die Schwerkraft des Jupiter irgendeinen Einfluß auf einzelne Atome ausüben, aber das tun sie bei allen anderen Münzen auch.
     
  10. jeggy

    jeggy ********

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    Ja, zum Beispiel Neutrinobeschuss. Da hilft ja nicht mal ein evakuierter Münzenschrank aus Blei dagegen.
    Würde mich mal interessieren wie lange es dauert, bis dieser aus einer PCGS-MS70 eine PCGS-MS69 macht. :rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2004
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