Kroatien bereitet sich auf die EURO-Einführung vor

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Nachhaltiges Handeln: Kroatien verwendet niederländische Münzen wieder

Die Niederlande haben in der zweiten Jahreshälfte fast 70 Millionen Münzen an Kroatien verkauft. Der Grund dafür war zum einen, dass die Niederlande seit einiger Zeit einen Überschuss an bestimmten Währungen hatten. Andererseits wird Kroatien am 1. Januar der Eurozone beitreten. Daher benötigt das Land große Mengen an Euro-Münzen. Mit dem Verkauf unserer Überschüsse können die Niederlande diesen Bedarf teilweise decken und gleichzeitig verhindern, dass Münzen vernichtet und anderswo neue Münzen geprägt werden.

Die DNB nimmt eine Reihe von Währungsaufgaben für den niederländischen Staat wahr. So gibt die DNB beispielsweise die Münzen aus und verwaltet den staatlichen Bestand. Die DNB liefert die Münzen vom DNB Cash Center aus an Sicherheitstransporteure. Diese bringen sie dann zu Banken, Geldautomaten und Geschäften. Umgekehrt kann der Transporteur Münzen bei der DNB einzahlen, wenn er Münzen übrig hat. Die aus dem Umlauf zurückkehrenden Münzen stammen aus der gesamten Eurozone. Der staatliche Bestand umfasst daher Münzen aus allen Euro-Ländern.

In den Niederlanden gibt es seit einiger Zeit Überschüsse an bestimmten Währungen, z. B. an 2- und 1-Euro-Münzen und 2- und 1-Euro-Cent-Münzen. Auch in anderen Ländern gibt es Überschüsse, vor allem bei 1 Euro. In den Niederlanden bleiben 2 und 1 Euro-Cent übrig, weil wir sie nicht mehr verwenden und die Zahlungen an der Kasse auf 5 Cent aufrunden. Um die Überschüsse zu begrenzen und die Verschwendung von Rohstoffen zu vermeiden, verkauft die DNB regelmäßig Münzen an andere Länder. Umgekehrt hat die DNB in den letzten Jahren Zwischenwerte von 50 bis 5 Eurocent geprägt, für die nach wie vor ein deutlicher Bedarf besteht.

Der Beitritt Kroatiens zur Eurozone bot die Gelegenheit, eine größere Menge an Münzen auf einmal zu verkaufen. Kroatien wird bald Hunderte von Millionen Euro-Münzen benötigen. Den einen Teil wird es aus eigener Kraft bewältigen, aber das braucht Zeit. Den anderen Teil kauft es von den Niederlanden und einigen anderen Euro-Ländern zu einem Preis, der sich an den Produktionspreisen orientiert. Das ist unter dem Strich am umweltfreundlichsten. Irgendwann sollten die Niederlande die Münzen vernichten lassen, aber das ist nicht mehr nötig. Auf diese Weise haben unsere Währungsüberschüsse noch eine sinnvolle Bestimmung.

Quelle: Niederländische Nationalbank
 

numisfreund

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Bedankt voor deze info, Niels.

Eine gute Entscheidung, die Kroatien hier mit dem Deal mit der DNB (De Nederlandse Bank) getroffen hat.

Der Euro - eine gemeinsame Währung eben.
 

chrisild

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Aber anderswo scheint das ein wohlgehütetes Geheimnis zu sein. Oder zumindest etwas, das nicht aktiv "beworben" wird. ;)
 
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