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Meine Erfahrungen mit EBay: Ein Tummelplatz für Betrüger?

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Anbei möchte ich Euch eine EBay-Erfahrung schildern.

Ich habe am 20. Juni 2007 bei EBay eine 15-Rupien-Münze von 1916 (Jäger Nr. 728a) zu einem scheinbar günstigen Preis von 1415 Euro ersteigert. Dieses Goldstück ist sehr selten, aber aufgrund der fehlenden Rändelung und hoher Toleranzen aufgrund der Herstellung als Notmünze im 1. Weltkrieg in Deutsch-Ostafrika unter primitiven Umständen stark fälschungsgefährdet. Der Verkäufer warb allerdings mit einem zur offerierten Münze erstellten Gutachten eines anerkannten Sachverständigen (G. Franquinet).

Auf meine Anschreiben zur Kaufabwicklung, reagierte der Verkäufer (name und adresse entfernt (hh1969)), dessen EBay-Name ******* lautet, nicht – ich musste vielmehr entsetzt feststellen, dass er die identische Münze bzw. deren Abbildung erneut offerierte. Ich weiß nicht, ob dabei der erzielte Preis von lediglich 1415 Euro oder eine betrügerische Absicht eine Rolle spielte. Auch auf diesbezügliche Emails erhielt ich leider keine Reaktion.
Daraufhin begann ich zu recherchieren und stellte fest, dass der Verkäufer die identische Münze schon einmal wenige Tage zuvor verkauft hatte. D. h. zusammen mit dem aktuellen Angebot wollte er eine Münze, die lediglich 6395 mal geprägt worden war, drei mal verkaufen, wobei die Abbildungen und Begleittexte der jeweiligen EBay-Angebote identisch waren (220122276094, 220123749591, 220123749424).
Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen rief ich die EBay-Hotline am 22.06.2007 an, um auf diesen m. E. unseriösen Vorgang aufmerksam zu machen (zuvor wartete ich allerdings kundenunfreundlich fast 5 Minuten in einer kostenpflichtigen Warteschleife ). Eine erkennbare Reaktion auf meine Beschwerde und viele ausweichende Worte seitens EBay erfolgte nicht, das Verkaufsangebot blieb bestehen und am 23.06.2007 erfolgte der Zuschlag für nunmehr 1810 Euro. Ich bewertete den Verkäufer negativ (was erst nach einem Fragenparcour möglich war!) und erhielt einige Mails anderer geprellter "Opfer", von denen einer sogar das Geld überwiesen hatte.
In der Folge schrieb ich EBay nochmals an und deren Reaktion war eine Sperrung meines EBay-Kontos :respekt: ******* ist allerdings noch immer angemeldet!
Man scheint also arglose Käufer auch bei objektiv eindeutigen Fällen nicht schützen zu wollen, sondern man schaltet rechtschaffene Kunden durch Ausschluss einfach aus. :confused: Man will Käufer nicht vor Betrügern schützen – was gerade im Münzsektor verheerend ist, drängt sich eine solche Plattform doch für Hehlerware geradezu auf. Macht sich EBay im juristischen Sinne eigentlich mitschuldig???
 
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Hier im Forum wird immer wieder davor gewarnt, hochwertige und vor allem auch fälschungsgefährdete Münzen bei ebay zu kaufen.
Nachdem auch ich schon mal bei Goldmünzen übers Ohr gehauen wurde, kaufe ich nur noch Nullachtfünfzehn-Münzen dort.

Bei allen anderen zahle ich lieber einen kleinen Aufschlag und kaufe bei Händlern oder bei bekannen Münzsammlerkollegen.

Dort ist mein Bauchweh geringer.
 
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Hier im Forum wird immer wieder davor gewarnt, hochwertige und vor allem auch fälschungsgefährdete MÜnzen bei ebay zu kaufen.
.

vollkommen richtig!

Das Verhalten seitens ebay bei o.g. Fall ist sogar noch erschreckender als ich vermutet/befürchtet hätte.
 

ouro1

Guest
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Anbei möchte ich Euch eine EBay-Erfahrung schildern.

Ich habe am 20. Juni 2007 bei EBay eine 15-Rupien-Münze von 1916 (Jäger Nr. 728a) zu einem scheinbar günstigen Preis von 1415 Euro ersteigert. Dieses Goldstück ist sehr selten, aber aufgrund der fehlenden Rändelung und hoher Toleranzen aufgrund der Herstellung als Notmünze im 1. Weltkrieg in Deutsch-Ostafrika unter primitiven Umständen stark fälschungsgefährdet. Der Verkäufer warb allerdings mit einem zur offerierten Münze erstellten Gutachten eines anerkannten Sachverständigen (G. Franquinet).

Auf meine Anschreiben zur Kaufabwicklung, reagierte der Verkäufer, dessen EBay-Name ******* lautet, nicht – ich musste vielmehr entsetzt feststellen, dass er die identische Münze bzw. deren Abbildung erneut offerierte. Ich weiß nicht, ob dabei der erzielte Preis von lediglich 1415 Euro oder eine betrügerische Absicht eine Rolle spielte. Auch auf diesbezügliche Emails erhielt ich leider keine Reaktion.
Daraufhin begann ich zu recherchieren und stellte fest, dass der Verkäufer die identische Münze schon einmal wenige Tage zuvor verkauft hatte. D. h. zusammen mit dem aktuellen Angebot wollte er eine Münze, die lediglich 6395 mal geprägt worden war, drei mal verkaufen, wobei die Abbildungen und Begleittexte der jeweiligen EBay-Angebote identisch waren (220122276094, 220123749591, 220123749424).
Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen rief ich die EBay-Hotline am 22.06.2007 an, um auf diesen m. E. unseriösen Vorgang aufmerksam zu machen (zuvor wartete ich allerdings kundenunfreundlich fast 5 Minuten in einer kostenpflichtigen Warteschleife ). Eine erkennbare Reaktion auf meine Beschwerde und viele ausweichende Worte seitens EBay erfolgte nicht, das Verkaufsangebot blieb bestehen und am 23.06.2007 erfolgte der Zuschlag für nunmehr 1810 Euro. Ich bewertete den Verkäufer negativ (was erst nach einem Fragenparcour möglich war!) und erhielt einige Mails anderer geprellter "Opfer", von denen einer sogar das Geld überwiesen hatte.
In der Folge schrieb ich EBay nochmals an und deren Reaktion war eine Sperrung meines EBay-Kontos :respekt: ******* ist allerdings noch immer angemeldet!
Man scheint also arglose Käufer auch bei objektiv eindeutigen Fällen nicht schützen zu wollen, sondern man schaltet rechtschaffene Kunden durch Ausschluss einfach aus. :confused: Man will Käufer nicht vor Betrügern schützen – was gerade im Münzsektor verheerend ist, drängt sich eine solche Plattform doch für Hehlerware geradezu auf. Macht sich EBay im juristischen Sinne eigentlich mitschuldig???


bitte erklär mir mal warum DU bei ebay geperrt wurdest ??? ******* mit 90% müsste gesperrt werden und wird auch gesperrrt wenn sich noch einige mehr darüber beschweren. Habe ich auch schon erreicht dass solche Kandidaten gesperrt wurden. Aber mich würde interessieren warum Du gesperrt wurdest ? kann eigentlich gar nicht sein dass ebay dich sperrt, warum auch ?
 
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Ja, was offensichtliche Betrügereien im Münzbereich betrifft, da hält sich eBay immer wieder schön zurück. :mad: Ich wurde erst vor ca. einem halben Jahr mit falschen Silbermünzen betrogen. Bei eBay habe ich meinen Antrag auf Käuferschutz gestellt, vorher natürlich einen "erheblich von der Artikelbeschreibung abweichenden Artikel" gemeldet. Ich dachte, ich krieg` wenigstens die € 32,- (da von dem Auktionspreis in Höhe von € 57,- , € 25,- als Gebühr von eBay einbehalten werden) erstattet. Denkste! Kein Geld zurück bis jetzt!! :mad::mad::mad: Ja, ja es handelt sich um eine Kulanzleistung, wenn eBay einen Teil vom gestohlenen Geld zurückzahlt...., aber daß die den Verkäufer nach meinem mehrfach geschilderten Sachverhalt NICHT gesperrt haben, finde ich zum kotz*n :wut::wut::wut: Die lassen den Betrug durchgehen und das offensichtlich nicht nur in meinem Fall! Von Übertreibungen bei Erhaltungsgraden und geschönten (Münz-)Bildern in anderen Auktionen mal ganz abgesehen: Hochwertige Münzen im dreistelligen oder vierstelligen Eurobereich würde ich grundsätzlich NIE bei eBay kaufen! Das Risiko, beschi**en zu werden, ist einfach zu groß!!:motz:

@korweiler: Wie das sein kann mit der Sperrung in Deinem Fall, das würde mich allerdings auch mal interessieren. :confused: Ist ja skandalös!! Die Sperrung hätte doch den Verkäufer treffen sollen. Wäre vielleicht ein Fall für die Presse oder das Fernsehen!
 
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Ich kann es selbst nicht fassen!

Ich bin selbst über meine Sperrung entsetzt und kann mir nur vorstellen, dass EBay sich beschwerende Kunden lästig oder dass die Sachbearbeiter einfach nur überfordert sind.

Es war schon schwer genug, eine Negativbewertung abzugeben - vor der ersten Negativbewertung muss man einen Multiple-Choice-Kurs absolvieren (kein Scherz!. Anscheinend möchte EBay eine heile Kundenwelt vortäuschen. :eek2:
 
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@korweiler: Wie das sein kann mit der Sperrung in Deinem Fall, das würde mich allerdings auch mal interessieren. :confused: Ist ja skandalös!! Die Sperrung hätte doch den Verkäufer treffen sollen. Wäre vielleicht ein Fall für die Presse oder das Fernsehen!

Ich habe eine Darlegung des Sachverhaltes (mit Kopien der EBay-Seiten etc.) an verschiedene Tageszeitungen und Münzzeitschriften geschickt - ebenso an den Vorstandsvorsitzenden der EBay Deutschland AG. Von EBay bekam ich eine nichtssagende Standard-E-Mail. Aber die Münzzeitschriften MünzenRevue und Münzen und Papiergeld haben reagiert und recherchiert (und mit mir telephonischen Kontakt aufgenommen). In einer dieser beiden Zeitschriften (ich weiss nicht mehr welche) wird in Ausgabe 9 das Ganze in der Leserbriefrubrik aufgegriffen.

So lasse ich mich von EBay nicht behandeln!
 
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@korweiler: Gut gemacht! :) Hätte an Deiner Stelle genauso gehandelt! Die erwähnten Münzzeitschriften erreichen eine relativ große Leserschaft (ich selbst hatte sie mir auch schon mal gekauft und von MDM eine Zeitlang kostenlos bekommen) und die Artikel stoßen auf eine dementsprechend große Resonanz. Hoffentlich gibt es zu dem Betrugsthema viele Leserbriefe, und wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm. Hauptsache, es ist überhaupt gewarnt worden vor zweifelhaften Vorgehensweisen von eBay! :p
 
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