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Metalldichte 20 Euro Silber - stehe auf dem Schlauch...

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Hallo zusammen,

irgendwie stehe ich gerade auf dem Schlauch.
Die Metalldichte von .999 Silber ist 10,49

Nun berechne ich die Metalldichte einer 20 Euro BRD Münze mit den bekannten Spezifikationen. Gewicht: 18g, Durchmesser: 32,5 mm und Dicke: 0,262 cm.
Ich gebe all diese Daten in die bekannte Formel ein.
Dichte= Pi*(Durchmesser/2)im Quadrat*Dicke.
Doch dann komme ich auf eine Metalldichte von 8,28 für die 20 Euro Silbermünze..., die ja bekanntlich .925 Silber ist.
Wo liegt mein Denkfehler ? Irgendwas muss in meinem Kaffee heute morgen gewesen sein...
LG
Zoelles
 

michel008

Schrottsammler
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Die 20er sind doch auch aus .925er Silber...
 
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Die Dicke wurde wahrscheinlich am Randstab gemessen. Da das Motiv der Münze tiefer als der Randstab liegt, fließt noch etwas leerer Raum in die Volumenberechnung mit ein. Sprich das Volumen der Münze ist in Wirklichkeit kleienr als von Dir berechnent.

Der Dichteunterschied von Silber (10,49 g/cm³) zu Kuper (8,92 g/cm³) hat natürlich auch noch einen kleinen Einfluss.
 
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Die 20er sind doch auch aus .925er Silber...
Das bestreitet er auch nicht.

...
Doch dann komme ich auf eine Metalldichte von 8,28 für die 20 Euro Silbermünze..., die ja bekanntlich .925 Silber ist.
...
Kreisfläche:

A = r² * π = (3,25 cm)² * π = 8,29 cm²
oder
A = π * (d²/4) = ((3,25 cm)²/4) * π =8,29 cm²

Volumen:
A*h = 8,29 cm² * 0,262 cm = 2,17 cm³

Dichte:
ρ = m/V = 18 gr. / 2,17 cm³ = 8,28 gr/cm³


925 Silber aus deinen ermittelten Angaben = 8,28 gr / cm³

999 Silber = ((8,28 gr/ cm³ ) / 925) *999 = 8,94 gr/cm³

Ich denke der Fehler liegt in der Münzdicke.
Vermutlich liegt es daran, das beim Messen die Messschenkel deines Messschieber auf dem höchsten Flächen der Münze anliegen und du die höchsten Punkte auf der Münze als ebene Fläche annimmst sowohl Avers wie auch Revers. Und diese ermittelte Volumenfläche passt einfach nicht zu dem vorhandenen Gewicht deiner Münze.

D.h. deine Münze hat sowohl auf der Vorderseite und auch auf der Rückseite ein Motiv das sich von der Grundfläche hervorhebt. Diese Täler auf deiner Münze nimmst du bei der Dickenmessung als eine ausgefüllte ebene Fläche an.
Einen Mittelwert der Höhe, also deiner Münzdicke dürfte niedriger sein, was sich wie folgt erklären liese.

Kreisfläche:
A = π * (d²/4) = ((3,25 cm)²/4) * π =8,29 cm²

Volumen: (neue Münzdicke die ich mal so angenommen habe - kein errechneter oder gemessener Wert von mir)
A*h = 8,29 cm² * 0,22 cm = 1,82 cm³

Dichte:
ρ = m/V = 18 gr. / 1,82 cm³ = 9,89 gr/cm³


925 Silber aus deinen ermittelten Angaben = 9,89 gr / cm³

999 Silber = ((9,89 gr/ cm³ ) / 925) *999 = 10,68 gr/cm³

Folglich muss die 20€ Münze eine Dicke haben die einen Mittelwert leicht größer als 0,22 cm hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
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genau...es müsste 10,34 sein...Hintergrund meiner ganzen Übungen ist, dass ich gerade versuche festzustellen ob einige Taler von mir Fälschungen sind. Anhand einer Originalen 20 Euro Münze wollte ich die Formel überprüfen...:)
Gibt es nirgendwo offizielle Spezifikation für die Dicke einer 20 Euro Münze ?
 
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sprich dann müsste die Silber Münze eine mittlere Dicke von 0,2098 haben, um mit den offiziellen Gewichts und Durchmesser Angaben auf die 10,34 gramm/cm3 zu kommen. wahrscheinlich hat sie das dann auch...:)
 
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genau...es müsste 10,34 sein...Hintergrund meiner ganzen Übungen ist, dass ich gerade versuche festzustellen ob einige Taler von mir Fälschungen sind. Anhand einer Originalen 20 Euro Münze wollte ich die Formel überprüfen...:)
Gibt es nirgendwo offizielle Spezifikation für die Dicke einer 20 Euro Münze ?
Denke die Antwort auf deine Frage dürfte "Nein" lauten.

Meine Begründung dazu sind die Motive der Münzen zu sehr unterschiedlich.
Bedeutet, der Rohling bei allen 20ern ist gleich dick. Beim Prägen, also wenn der Stempel die Massen verformt, werden mal mehr Material verschoben mal weniger.
Siehe dazu mal die Münze Frauenwahlrecht an und vergleiche sie mal mit der Ernst Otto Fischer Gedenkmünze. Da ich die 20er nicht sammel, könntest du mir bitte hilfreich sein und die Dicke dieser beider genannten Münzen hier mal auflisten. Möchte wissen ob ich mit meinen Vermutungen recht habe.

EDIT:
PS. Wenn jemand mal die Rohlingsdaten der 20€ Münze wie Durchmesser und Dicke geben kann könnten wir mal nachrechnen, ob wir die 10,49 gr/ cm³ für Silber bestätigt bekämen.

Danke sehr im Voraus.
 

Seltengast

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Ich habe beim Fauenwahlrecht gemessen:
Dicke des Randstabes 2,50 mm, Durchmesser: 32,50 mm
 
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Danke sehr.

Bei der 20€ Frauenwahlrecht hätten wir eine Dichte auf 999er Silber umgerechnet von 9,37 gr/cm³ (Münzdicke 0,25 cm)

Bei der 20€ Münze von Zoelles hatten wir eine Dichte auf 999er Silber umgerechnet von 8,94 gr/cm³ (Münzdicke 0,262 cm)
 

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Ich würde aber auf jeden Fall hinterfragen ob eine solche Abschätzung der Sollmünzdicke von modernen Münzen auf Taler übertragbar ist.
Wenn eine genaue Waage vorhanden ist (davon gehe ich aufgrund des Ziels, die Dichte der Täler zu validieren aus), wäre es dann nicht deutlich einfacher, das Volumen über das Archimedische Tauchverfahren zu bestimmen.

Dieses lässt sich auch hervorragend an modernen Münzen validieren.
Wenn du es mit diesem Verfahren schaffst, die Dichte einer modernen Münze hinreichend genau zu bestimmen, dann kannst du dir auch sicher sein, dass du bei deinen Talern alles richtig machst.
 
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Ich würde aber auf jeden Fall hinterfragen ob eine solche Abschätzung der Sollmünzdicke von modernen Münzen auf Taler übertragbar ist.
Wenn eine genaue Waage vorhanden ist (davon gehe ich aufgrund des Ziels, die Dichte der Täler zu validieren aus), wäre es dann nicht deutlich einfacher, das Volumen über das Archimedische Tauchverfahren zu bestimmen.

Dieses lässt sich auch hervorragend an modernen Münzen validieren.
Wenn du es mit diesem Verfahren schaffst, die Dichte einer modernen Münze hinreichend genau zu bestimmen, dann kannst du dir auch sicher sein, dass du bei deinen Talern alles richtig machst.
Das einzig sinnvolle Verfahren zur genauen Messung des Volumens unregelmäßiger Körper.
 
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Die Standard-Temperatur von 20°C spielt dabei aber auch noch eine Rolle ! Es müßen alle Gerätschaften und zu messende Materialien diese Temperatur aufweisen.
 
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Wie groß wäre den der Längenausdehnungskoeffizient bei der Dicke bzw dem Durchmesser? Kann man diesen nicht als vernachlässigbar klein betrachten. Also verschwindend gegen Null?
 
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Du bekommst eine Abweichung von ca. 0,2 Promille pro Grad beim Volumen. ;-)
 
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