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Milchflecke?

Dieses Thema im Forum "Zubehör,Pflege, Reinigung und Aufbewahrung" wurde erstellt von Kryolan, 12. März 2013.

  1. four9fine

    four9fine

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    Das alles kann man doch nur noch als Satire ansehen. Seit Jahrtausenden prägen die Menschen Silbermünzen ohne die geringsten Probleme damit zu haben und heute soll man die modernen Prägungen unter Schutzgas aufbewahren, damit sie nicht durch unbekannte chemische Prozesse bis zur Unkenntlichkeit vergammeln?

    Geht's noch?

    Für mich ist die Sache ganz einfach. Solange die Hersteller ihre Prozesse nicht im Griff haben und zu altbewährten Techniken zurückkehren, kaufe ich ganz einfach keine neuen Silbermünzen mehr. So einfach ist das.

    Fakt ist doch, daß niemand so ein gammeliges Stück haben will. Ich stelle mir gerade vor, daß meine Libertads von 1998, die momentan 3-stellig gehandelt werden, nächste Woche alle von dieser Milchfleckenpest befallen werden. :motz:

    In Zukunft ohne mich. Gold ist ja schließlich eh das schönere Metall.

    Gruß
    9999
     
  2. rufuszufall

    rufuszufall

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    Zu blöd nur dass es beim Gold die schwarzen Pestflecken gibt ...
     
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  3. four9fine

    four9fine

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    Die sind rot und da weiß man ganz genau wie sie entstehen. Vor allem aber brauche ich nur wenige Minuten um sie komplett zu entfernen.

    Da habe ich Gewißheit woran ich bin und damit kann ich prima leben und ruhig schlafen.

    Gruß
    9999
     
  4. rufuszufall

    rufuszufall

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    Richtig, rote Pest :schaem:
     
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  5. Mahoni

    Mahoni

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    Entspann dich wieder :D

    Du schreibst das die Menschheit seit Jahrtausenden Silbermünzen herstellt und nur heute die Probleme existieren? Nun...früher konnte auch nicht solch eine Reinheit beim Silber hergestellt werden. Ansccheinend haben die älteren Britania (958er) keine Probleme mit MF. Haste schon mal MF beim Kaiserreich-Silber (900) gesehen? Hängt es womöglich auch mit dem gestiegenen Feingehalt der heutigen Münzen zusammen?

    Und ob nun Gold oder Silber das schönere Metall ist....liegt immer im Auge des Betrachters ;)
     
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  6. four9fine

    four9fine

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    Ich will mich aber nicht entspannen! Ganz im Gegenteil, möchte ich mich da jetzt hineinsteigern. :motz:

    Und wie schon gesagt, habe ich diese Flecken noch nie in Natura gesehen, weder auf alten noch auf neuen Münzen. Die Tage bekomme ich aber ein paar betroffene Maples, damit ich mir das ansehen kann.


    Wieso das denn nicht? Seit Erfindung der Elektrolyse kann man ganz einfach reines Silber herstellen und das ist schon ganz schön lange her. Und noch nie hat reines Silber weiße Flecken bekommen.
    Aber selbst wenn es daran läge, könnte man ja zu den traditionellen Legierungen wie Sterling oder Britannia zurückkehren, dann wäre das Problem gelöst. Münzen aus reinem Silber haben ja nun keinerlei Vorteil gegenüber denen aus erprobten Münz- und Querflötenlegierungen.

    Gruß
    9999
     
  7. WantedMan

    WantedMan

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    Kannst Du verraten wie genau Du die entfernst, damit ich auch ruhig schlafen kann ?
    Bei meiner einzigen deutschen 100-Euro-Münze ist nämlich (nach 7 Jahren !) auch so ein sch.... Fleck aufgeblüht, und die Methode mit warmem Salzwasser + Alufolie hat jedenfalls so gut wie nichts gebracht.
    Bezüglich Milchflecken habe ich über Weihnachten festgestellt daß knapp ein Drittel meiner Philharmoniker betroffen ist - die sammle ich jetzt nicht mehr, aus dem selben Grund habe ich vor Jahren schon mit den Maple's aufgehört.
    Ist schon traurig das ganze.
    :(
     
  8. four9fine

    four9fine

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    Kein Thema, das kannst du auch bei Wikipedia nachlesen. Hier unter chemische Eigenschaften.

    Silber – Wikipedia

    Die roten Flecken entstehen ja durch winzige Verunreinigungen der Ronden mit Silberpartikeln, die dann im Laufe der Jahre natürlich mit Schwefel reagieren und dunkel werden. Mit entsprechenden Säuren kann man das Silber aber auflösen und so die roten Flecken dauerhaft entfernen.

    Das mache ich aber nicht, denn zum einen sind die Flecke meiner Erfahrung nach nicht wertmindernd, weil halt alle wissen was es damit auf sich hat, und zum anderen ist der Umgang mit solchen Säuren ja auch nicht ganz ungefährlich. Eine kleine Unachtsamkeit kann ziemlich schlimme Folgen haben.

    Mir reicht es zu wissen, daß ich die Flecken jederzeit entfernen könnte, wenn ich es denn einmal wollte.

    Das ist es ja, was mich an den Milchflecken so nervt. Die kann offenbar noch niemand Materialschonend entfernen, nur abrasive Methoden haben bisher halbewege Erfolg. Das ist aber für Sammler keine Option.

    Bemerkenswert finde ich, daß das Problem weltweit existiert. Münzen aus Kanada, Australien, England, Österreich, den USA, Simbabwe und Ruanda sind gleichermaßen betroffen. Ich kann nicht so recht glauben, daß man die gemeinsame Ursache der Flecken dadurch nicht sehr schnell identifizieren könnte - wenn man denn wollte.

    Gruß
    9999
     
  9. navada51

    navada51

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    Wieso gibt es hier so großes Rätselraten?

    Wenn es eine Oberflächliche Verunreinigung/Reaktion mit anderen Metallen ist, kann man das mit einer RFA-Pistole prüfen, indem man den Milchfleck sondiert und dann eine Stelle ohne Fleck. Gibt es da keine herausstechenden Abweichungen, so kann man das ausschließen.

    Dann die genaue Oberflächenbeschaffenheit prüfen: Rasterelektronenmikroskop. Sieht es anders aus? Wenn ja, daraus ableiten, was als nächstes zu tun ist.

    Entfernung:
    Kann man die Milchflecke wegradieren? Mit einem Glaspinsel? Mit Spucke (zB. Amylasen, wenn es organisch ist - "Milch i. e. S. " ist ....)??? Was ist mit Natriumhydrogencarbonat abreiben?

    Ursache:
    Ich vermute ja, stark, dass es an der Verpackung liegt. In der Lebensmittelindustrie spricht man von sogenannten "Food Contact Materials" - Die Verpackung, die direkt mit dem Lebensmittel in Kontakt tritt. Da gibt es Ausdünstungen, deren Funktion und Beschaffenheit und Gefährlichkeit man gar noch nicht untersucht hat...
    Beispiel: Wenn Du eine Maus als Haustier hast und ihr eine in Folie eingepackte Salatgurke auspackst und zum Essen offerierst, dann wird die Schale, die mit dem Plastik in Kontakt trat NICHT gegessen. (Der Effekt geht auch nicht durch Waschen weg!) Anders ist es, wenn eine Maus eine unverpackte Gurke bekommt: Die wird als Ganzes gemoffelt.
    Quintessenz von der Geschichte: Aus Plastik diffundieren Stoffe raus und lagern sich FEST an der Oberfläche des Rezeptormaterials ab. Die gehen nur noch mechanisch weg, solange man nicht weiß, welches der Gegenspieler des unbekannten Bösewichtes ist.

    Plausibel?

    Nachtrag:
    Aus kaufmännischer Sicht kann ich eine weitere Entstehungsursache vorstellen: Im Zuge der verdeckten Inflation versuchen Rondenhersteller das Verfahren zu vereinfachen bzw. Ergreifen geldsparende Maßnahmen, wie zB. als unnötig erachtete Arbeitsschritte auszulassen oder billigere/ Rohstoffe, alternative Chemikalien (Stichwort "jetzt verbesserte Rezeptur!"), um weiterhin am Markt bestehen zu bleiben.

    Schaut euch Image-Videos von Rondenherstellern an bzw. fragt dort nach, dort kann die Ursache liegen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2019
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  10. Seltengast

    Seltengast Moderator Mitarbeiter

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    Endlich mal jemand, der meine These der Plastikausdünstung stützt... ;)
     
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