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Münze XXJahre DDR, Variante

Dieses Thema im Forum "DDR - Münzen" wurde erstellt von Huesi01, 20. November 2017.

  1. Huesi01

    Huesi01

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    Hallo zusammen,
    mir sind auch einige DDR- Münzen in die Hände gefallen, unter anderem die XX Jahre DDR .
    Ich möchte diese hier einmal kurz vorstellen, vielleicht können die Fachleute mir näheres zu dieser Variante sagen.
    Die Münze wiegt 9,5 gr. und ist so Magnetisch wie eine 1990er 2 DM- Münze. Zudem hat diese Münze größere Sterne in der Randschrift. ( siehe Bild).
    Im übrigen habe ich festgestellt das das Sammeln von DDR- Münzen auch sehr spannend sein kann und bin dann auch dabei geblieben.
    Gruß Huesi
     

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  2. Handzumgrus

    Handzumgrus

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    Hallo,

    Zu den Sternen kann ich nix sagen.

    Zur Reaktion auf einem Magneten zitiere ich aus dem "Kleinen deutschen Münzkatalog" von Gerhard Schön:
    "Einige Stücke der Nr. 24 [= J# 1524] aus der regulären Produktion sprechen (aufgrund von Inhomogenitäten in der Legierung) auf Magneten an."
     
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  3. Seltengast

    Seltengast Moderator Mitarbeiter

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    AKS schreibt: es gibt Materialproben aus Ni 250 / Cu 750, anstelle Ni 100 / Cu 900. (12.741 Stk.)

    Ob allerdings die 25% Nickel ausreichen, um auf einen Magneten anzusprechen, weiß ich jetzt nicht
     
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  4. Huesi01

    Huesi01

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    Das ist jetzt die Frage.
    Ich habe noch zwei xx69, diese sprechen aber nur gaaaanz leicht auf den Magneten an.
    Was Handzumgrus schreibt ist auch richtig, es wundert mich nur etwas das die Münze so auf ein Magneten anspricht wie die oben erwähnte 2 DM Münze.
    Aber es gibt ja zahlreiche Varianten wie ich hier gelesen habe, wäre aber trotzdem interessant näheres darüber zu erfahren.
     
  5. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Sind die sog. Nickelproben nicht silberfarben ?
     
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  6. Huesi01

    Huesi01

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    Es kommt ja darauf an in was für ein Verhältnis die Legierung gemischt ist.
    Ab wieviel Prozent Ni die Münze dann silberfarbend erscheinen ist auch eine gute Frage. :)
     
  7. Huesi01

    Huesi01

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    Was wiegt denn so eine Nickelprobe?
     
  8. Handzumgrus

    Handzumgrus

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    Ordentlich legiertes "normales" Kupfernickel besteht aus 75% Kupfer und 25% Nickel und ist silberfarben. Die Ringer der Zwei-Euro, die 1-DM-Stücke, die DM-50erl... das ist alles Kupfernickel aus 75% Kupfer und 25% Nickel. Im Normalfall ist keine dieser Münzen bzw. deren Ringe durch einen Magneten zu bewegen.
    Wenn also die DDR-5er aus ordentlich legiertem Matrial bestünden, sollte da ein Magnet keinen Einfluss haben - farblich müssten die Ni100/Cu900 und die Ni250/Cu750 deutlich unterscheidbar sein. Die Aussage aus dem Schön-Katalog erscheint mir hier jedenfalls plausibler als "ist mal mehr und mal weniger Nickel drin".
    Die 2 Markstücke reagieren ja nur deshalb auf Magnete, weil eine dünne Schicht reiner Nickel als Kern der Münze dient. Magnimat eben.

    Hab noch mal im Jaeger nachgesehen:
    "Die Trennsterne der Randschrift kommen verschieden stark ausgeprägt vor;..." Dieses Merkmal dürfte demnach nicht auf Legierungs-Varianten hindeuten.
    Die 750/250 werden dort mit der Nummer J#1524P1 als Probe gelistet und es soll über 12.000 davon gegeben haben. Nebst zahlreichen Matrialproben, welche jeweils stark oder gar nicht auf Magneten reagieren müssten.
    Welche Farbe haben denn diese Cu-Ni-Stücke? Habe solch ein Ding noch nie bewusst wahrgenommen.
    Dass auch "normales" Kupfernickel farblich nicht immer silbern daher kommt, kennen wir von diversen Verfärbungen.

    Diese Münzen sind laut Jaeger-Katalog ein Fehlprägungs-, Fehlrändelungs-, Rondenverwechslungs- und Proben-Eldorado mit erheblichen Gewichtsabweichungen bei den regulären Münzen.
     
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  9. Huesi01

    Huesi01

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    Anbei noch drei Bilder. Der XX69 in der Mitte ist die Münze über die wir reden.
    Ein Bild mit Magneten, der betroffenen Münze und einer 2 DM Münze 1989 ist auch dabei.
     

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  10. varukop

    varukop

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    Moin Moin,

    nur zur Klärung der Frage: Eindeutig "Nein".

    Dazu muss man berücksichtigen, dass bei der Entstehung der Legierung und den damit verbundenen Einbau des stark auf einen Magneten reagierenden (Rein)Nickkels in dieses "Kristallgitter" das Ni seine diesbezügliche Eigenschaft komplett verliert. Erst wenn kein Ni mehr in das Gitter eingebaut werden kann da gesättigt, bleibt (Rein)Nickel frei in der Legierung und reagiert dann auch weiterhin auf einen Magneten.
    Da auch ein an Ni gesättigtes Kristallgitter nicht aus Cu und Ni im Verhältnis 1:1 besteht, ist laut Erklärungen eines entsprechend versierten ehemaligne VDM-Mitarbeiters selbst bei einem Ni-Gehalt von 50 % noch lange keine Magnetreaktion zu erwarten !
     
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