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Münze XXJahre DDR, Variante

Dieses Thema im Forum "DDR - Münzen" wurde erstellt von Huesi01, 20. November 2017.

  1. varukop

    varukop

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    Moin Moin

    Zu 1. Bei diesen 5 Mark Stücken gibt es neben den bei "normalen" Ronden bekannten starken Gewichtsabweichungen zum Sollwert (in meiner Sammlung befinden sich Stücke mit Gewichten zwischen ca. 8,9 bis ca. 10,6 g - eines sogar nur mit ca. 7,2 g)

    Zu 2. Bei diesem Nominal gibt es nicht nur die erwähnten "einige" Stücke mit Magnetreaktion, sondern eine verhältnismäßig große Anzahl - sogar rollenweise in pfr (vor "Jahrzehnten" auf Börsen liegen gesehen und alle geprüft :) !). Es ist bei der Möglichkeit in einer etwas größeren Menge dieser Stücke gucken zu können nichts Besonderes wenn man dabei Stücke mit Magnetreaktion entdeckt. Die Bandbreite der Stärke der Magnetreaktion geht von "gerade mal feststellbar" bis ca. zu der bei den 2 und 5 DM Stücken bekannten aus Magnimat.
    Diese Magnetreaktion wird hier aber nicht durch nicht in das Kristallgitter eingebautes freies (Rein)Nickel verursacht (siehe auch mein Beitrag 10), sondern eindeutig von der in der Münzenliteratur genannten Inhomogenität. Diese ist so zu verstehen, dass das Grundmaterial für die Herstellung der Legierung mit einem Material verunreinigt war, das ebenfalls eine (starke) Magnetreaktion zeigt, aber nicht in das Kristallgitter der Cu/Ni-Legierung eingebaut wird / werden kann. Man muss davon ausgehen, dass es sich bei dem Unerwünschten um in ihrer Größenordnung relativ deutlich schwankende Verunreinigungen durch Fe handelt - aus einem der beiden oder beiden Ausgangsstoffen.

    Zu 3. Wenn man sich die Rändelung (Randschrift) dieser 5er genauer anguckt, dann ist auch feststellbar, dass nicht nur die Sterne größer sind, sondern die gesamte Randschift. Da die kleine Rändelung sehr gleichmäßig kleiner ist (gemäß meiner Erinnerung sind zwischen "klein" und "groß" auch kleine Unterschiede in der Form feststellbar ?), kann man davon ausgehen, dass es sich bei diesem Unterschied um zwei verschiedene Rändeleisen handelt - also eine Rändelungsvariante.

    Zu 4. Da kann/muss ich Dir beipflichten und wenn Du generell Interesse an DDR-Fehlprägungen von 1 Pfennig bis 20 Mark und auch an einem generellen "Gedankenaustausch DDR-Münzen" haben solltest ---> PN


    @ "Kronerogøre"
    Sind die sog. Nickelproben nicht silberfarben ?
    ---> Eindeutig JA

    @ "Handzumgrus"
    a) ....... "Die Trennsterne der Randschrift kommen verschieden stark ausgeprägt vor;..."
    ---> siehe Zu 3.
    b) Dieses Merkmal dürfte demnach nicht auf Legierungs-Varianten hindeuten. ---> Das ist eindeutig so ! Es ist reiner Zufall, dass bei dem vorgetsellten Stück die größere Rändelung sichtbar ist. Auch hier gibt es bzgl. der Stärke der Magnetreaktion in Verbindung mit den Rändelungsgrößen alle möglichen Kombinationen.
    c) Welche Farbe haben denn diese Cu-Ni-Stücke? Habe solch ein Ding noch nie bewusst wahrgenommen. Die Proben mit den gegenüber den Normalos" höheren Ni-Anteilen von 25% sind eindeutig in der bekannten Färbung der üblicherweise verwendeten Cu/Ni-Legierung.
    d) Dass auch "normales" Kupfernickel farblich nicht immer silbern ....... . ---> Oft wird diese Farbe als "silbern" bezeichnet, unterscheidet sich aber eindeutig von einer durch Ag hervorgerufenen Färbung.
    Allgemein zu dieser Färbung: Um die rote Komponente des Cu bei der Cu/Ni-Legierungsbildung vollständig zu eliminieren, bedarf es mehr als nur 10 % (Rein)Ni und deshalb weisen diese 5er von 1969 noch eine als noch leicht "gerötet" zu bezeichnende Färbung auf.

    @ "Huesi01"
    Was wiegt denn so eine Nickelprobe?
    ---> Das Gewicht der 250er Nickelprobe (meine wiegt 9,88 g) kann aufgrund der starken Abweichungen der Umlauf 5er von 1969 von ihrem Sollwert von 9,7 g (siehe Zu 1.) nicht als Unterscheidungskriterium herangezogen werden.

    Nachträglich:
    Weiteres zu diesen Stücken auch unter Materialproben 5 Mark 1969 DDR: Was gibt es da alles? --- Beitrag #5
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. November 2017
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  2. Huesi01

    Huesi01

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    Danke schön allen für die ausführlichen Antworten.
    Man bekommt immer mehr ein anderen Blickwinkel was Münzen und deren Hintergrund angeht.
    Auf jeden Fall ist meine Lust, weiter hinter Münzen herzujagen und mehr darüber zu erfahren, erheblich gesteigert worden.
     
    Handzumgrus gefällt das.
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