Nachbildung Friedrich der Weise - 3 Mark 1917

B555andi

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Hallo Martin,

Du hast Recht, dies überrascht wirklich nicht.

Ich habe mit diesem Auktionator meine eigenen Erfahrungen beim Einliefern verschiedener Münzen gemacht.....
 
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mifrjoar;789852[B schrieb:
]"sollen" ist für mich eine Formulierung die auf eine willkürliche Annahme schliessen lässt. Eine fundierte Quelle wird namentlich erwähnt.[/B]

In der Bevölkerung waren die Auswirkungen der Bombenangriffe durchaus bekannt. Wertvolle Gegenstände wurde zumeist zur Verwandschaft aufs Land ausgelagert. Und insbesondere jemand der damals eine so wertvolle Münze sein eigen nennen konnte hat sicherlich darauf besonders acht gegeben.
Letztlich kann nicht festgestellt werden wie viele Exemplare existieren.

Stimmt, eine Primärquelle wäere das beste, das war auch der Grund, weshalb ich mir das Buch besorgt habe. Wenn bereits diejenigen, die den primären Dokumenten am nächsten kommen, nämlich die Mitarbeiter des Dresdener Münzkabinettes, lediglich eine Vermutung abgeben, bedeutet dies m. E. zweierlei :
1. Aufzeichnungen über eine mutmasslich erfolgte Einschmelzung existieren nicht

2. Die Vermutung, " der grösste Teil " der ausgeprägten Exemplare sei wieder eingeschmolzen worden, gilt als dermassen wahrscheinlich, dass man sie in einem vom Münzkabinett verausgabtem Werk wiedergeben kann.

Auf den Autoren lastet hier natürlich eine ziemliche Verantwortung. da sie wissen, dass ihre Namen als potenziell zitierbar angesehn werden, haben sie die Macht, Fakten zu schaffen.

Grundsätzlich bin ich ja bereit , Arnold, Fischer und Arnold zu glauben; doch ( es geht ja immerhin um den Reformator und Protestanten wollen immer wissen, nicht bloss glauben ;) ) ich denke , ich werde da mal nachfassen. es wäre interessant zu wissen, auf Grund welcher Faktenlage so eine Vermutung geäussert werden kann.
 
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Heute erhielt ich Antwort auf eine Anfrage, die ich im Sommer an das Dresdener Münzkabinett gestellt hatte :

Sehr geehrte Damen und Herren,<O:p</O:p
<O:p</O:p
im Laufe meiner Beschäftigung mit dem Dreimarkstück zum Reformationsjubiläum 1917 , bin ich auf das von Arnold/Fischer/Arnold herausgegebene Buch über Friedrich Wilhelm Hörnlein gestossen, in dem auf S 144 erwähnt wird, der grössere Teil der Auflage sei wieder eingeschmolzen worden. Meine Frage an Sie zielt daraufhin ab, zu erfahren, durch welche Originalquellen dies belegt ist-. Existieren diesbezügliche Eintragungen im Brakteatenbuch oder gibt es andere Dokumente von damaligen Münzbeamten oder ggf von Hörnlein selbst, die dies belegen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, ist es möglich, zu veranschlagen, wann dieser Umstand zuerst erwähnt wurde und ob es sich um ein blosses Gerücht handelt ?<O:p</O:p
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.<O:p</O:p
<O:p</O:p
Mit freundlichen Grüssen,<O:p</O:p
<O:p</O:p
sehr geehrter…,<O:p</O:p
aus den akten der münzstätte muldenhütten geht lediglich hervor, dass die erste ablieferung von geprägten 3-markstücken mit friedrich dem weisen im april 1918 erfolgt ist. über die zweite ablieferung ist nichts bekannt. wir vermuten, dass die novemberrevolution 1918 dazwischen gekommen ist.<O:p</O:p
alles was über die auflage dieser gedenkmünze bekannt ist, hat walther haupt, sächsische münzkunde, berlin 1974, seite 190 geschrieben. deshalb haben wir in unserem buch über hörnlein, seite 144, nr 371 statt ist, „soll der größere teil wieder eingeschmolzen worden sein.“ <O:p</O:p
dies wurde mir auch von ehemaligen mitgliedern des numismatischen vereins zu dresden, die zur zeit der prägung gelebt haben, in den 60ger jahren des vergangenen jahrhunderts erzählt.<O:p</O:p
mehr kann ich ihnen dazu nicht mitteilen.<O:p</O:p
mit freundlichen grüßen<O:p</O:p
prof. dr. paul arnold<O:p</O:p
direktor münzkabinett i. r.<O:p</O:p
 
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Dresden FwH

Das originale Stempelpaar soll doch in Dresden im Münzkabinett sein, soviel ein Gerücht besagt, war das Paar mal Jahre nicht auffindbar, was da wohl mit gemacht wurde? Versuchsprägungen vielleicht?
Schön, das man immer mal wieder Überraschungen erleben kann. In der aktuellen Ausgabe der GN ( GN 304 ) ist auf Seite 224 ein Bild der Patrize für die Vorderseite des FdW abgedruckt, einen Scan möchte ich aus urheberrechtlichen Gründen nicht hier einstellen. Da Bild ist Teil des Artikels " Sachsens Schatzkammer. Dresdener Münzkabinett blickt mit sehenwerter Sonderausstellung auf sein fünfhundertjähriges Bestehen zurück " , in dem es u.a. heisst:
" August der Starke war es auch, der der Vernichtung von Prägestempeln Einhalt gebot. So kommt es, dass das Dresdner Kabinett eine stattliche Kollektion besitzt und einie zeigen kann, darunter auch die Patrizen und Matrizendes berühmten, in nur etwa einhundert Exemplaren hergestellten Dreimarkstücks " Friedrich der Weise " aus dem Jahr 1917 "
Wer näher an Dresden wohnt, als ich, hat die Gelegenheit, sich die Stücke anzusehen. Hoffentlich darf man photographieren...
 
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Wir waren also einige Tage in Dresden. Also habe ich die ganze Bärenbande ins Münzkabinett gelotst. Was eine gute Idee war, denn mein Jüngster kann wesentlich besser Photographieren als ich. Die Bilder stammen von ihm. Photagraphieren ist erlaubt, aber ohne Blitz (was besser ist) aber auch ohne Stativ. Logischerweise sind alleObjekte hinter dicken Glasplatten und etwas schräg angeordenet, was Bildermachen nicht gerade erleichtert.
Hier unten im Bild der ursprüngliche Entwurf mit Luther als Gipsmodell. Ich finde die Lutherausführung auch ganz gut gelungen!
 

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