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Neuzugänge bei Euren DDR-Münzen

Moin Moin,
bzgl. des Grimms kann / muss ich "ohne wenn und aber" nur zustimmen!!! :) :)
PP (SPGL) Münzen sammle ich grundsätzlich nicht, aber bei dieser mich begeisternden Münze stand ich auf Börsen schon des Öfteren ganz ganz dicht vor einem Kauf - konnte es mir bisher jedesmal gerade noch so "verkneifen" ;)
Ich nicht :p
 
Ein Liebknecht hat heute seinen Weg zu mir gefunden. Schöne, makellose PP, an den Rändern, genau so, wie es sein soll, ein wenig angelaufen. Eine der früheren, offiziellen PP. Ich vermute mal: der wurde noch nicht geöffnet und danach wieder verschlossen. Bei mir bleibt er auch zu. 2 Flusen sind drin, damit sich nichts "aufsetzt" schaut dieser Liebknecht nach unten :)
 

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Heute Nachmittag ebenfalls angekommen und mein "Talent" Münzen "totzufotografieren" hat sich wieder mal bestätigt. Ja, der Engels, der ist eine echte Herausforderung, denn in PP gibt es den (zumindest regulär) nicht. Da die DDR-PP-Prägungen in "Exportqualität" ohnehin nicht im "Stoßglanzverfahren" geprägt wurden, kommt es wohl auf den Schnaps nicht mehr an oder?

Angeboten wurde er auf 2 BS als "Fast Stempelglanz" für 40 Euro. Normalerweise weiß man, dann schon aus Erfahrung, was man für sein Geld kriegt. Dass die Münze minimal "begriffelt" wurde, konnte man dem Foto ansehen; ebenso dass sie eine Patina hat. Und wegen der Art der Patina bin ich davon ausgagangen, dass ich mit etwas Glück ein ungetauchtes vz-St bekomme. Das ist dann schon mal viel mehr, als so manches auf St getrimmtes Stück.

Ich wusste ja, was ich gekauft hatte und habe mich daher erst mal um den zeitgleich angekommenen Antoninian der Herennia Cupressenia Etruscilla gekümmert.

An DDR bin ich als Jugendlicher aus Prinzip nicht rangegangen, um das Regime dort nicht zu unterstützen. Ich wusste ja, das das, was drüben los war nicht "richtig" war, schon alleine weil die Menschen, die ich von dort kannte, Angst hatten, die Wahrheit zu sagen, wenn diese das Regim schlecht dastehen ließ. Das sagte schon alles. "Frische" Stücke von Händlern, die diese direkt von der DDR bezogen habe ich daher nie gekauft. Ich hätte mich als Verräter gefühlt, das zu unterstützen. Bis zum Mauerfall hatte ich drei Silberstücke aus Sammlungsauflösungen als Belegexemplare und ein paar Fünfer von dort aus dem Umlauf aus "Zwangsumtausch". Nach dem Mauerfall gab es dann einen DDR-Hype, dem ein Absturz mit anschließendem Gleitflug folgte. Ich weiß nicht, was in den frühen 70ern ein "Engels" kostete. Den 10er vom Feuerbach gab es 1979 für etwa 35 DM. Also für den Gegenwert, zu dem es damals etwa 1,5 Gramm Gold gab (heute sind das 75 Euro).

Den ersten und gleichfalls letzten "Engels" vor diesem Stück hatte ich in "Stempelglanz auf 2 BS für 44 Euro erworben. Dieser kam mit zwei anderen DDR-Stücken eingeschweißt an und man konnte durch die Folie hindurch erkennen, dass das Stück (und auch die beiden anderen) gereinigt und speziell der "Engels" anschließend leicht aufpoliert wurde - das ging damals komplett retour, weil ich keine Lust auf Diskussionen hatte.

Doch heute wurde ich mit der fünffach vergrößernden Lupe auf der Suche nach dem "Fast" dann doch echt noch überrascht: Ich finde N I C H T S. Kein Kratzer, keine Randdelle, keine Haarlinien und Dinge wie Polierspuren schon mal garnicht. Ungetaucht ist sie natürlich auch noch, das kann ich bei dem Glanz und 625er DDR-Silber zu 100 % sagen. Was der Händler mit dem "fast" gemeint haben könnte, darüber kann ich nur spekulieren. Ich vermute die Spur vom Fingerabdruck in der Patina oder (die mit der Lupe und bei Tageslicht eindeutig als "erhaben" erkennbaren Abziehlinien vom Stempel (klar, die sind bei frischem Stempel voll da) haben sein Urteilsvermögen nach ein "fast Stempelglanz" ergeben. Nicht beschreiben hatte er, dass die Münze ein Erstabschlag ist: vom Glanz und von der Mattheit des Reliefs nimmt sie es locker mit den beiden PP-Stücken "Zetkin" und "Liebknecht" auf. Das habe ich bei DDR in St so nur ganz selten gesehen. Meist waren es als "offene PP angebotene Münzen, die so aussahen. Der "Bebel" ist ja schon wirklich "Top" (nicht nur die Fotos mit der Patina) und hat einen wirklich guten, echten Kipp- und Drehglanz, wie den nur mit sauberen, guten Stempeln geprägte Stücke haben. Aus der Literatur ist bekannt, dass DDR-Silber (500er und 625er) aufgrund seiner Zusammensetzung oftmals hässlich auf Reinigung und Chemie reagiert. Münzen konnen schnell stumpf und grau werden. Die Patina ist, wie sie ist. Sie ist dem Alter der Münze angemessen und typisch und spiegelt ihre Geschichte und ihr Alter von 53 Jahren authentisch wieder. Wenn ich da mit Chemie dran gehe, mache ich die Münze kaputt oder entstelle sie vielleicht, also bleibt das Stück ganauso, wie es ist. Bei mir darf jede Münze anders aussehen. Und der Engels gefällt mir so, wie er ist, durchaus. Über das Glück mal ein qualitativ sehr hochwertiges und ungewöhnlich schönes Stück gekauft zu haben, freue ich mich sehr. Viel Freude beim Betrachten!
 

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2 Mark 1974 A, matt, in bankfrischer Erhaltung.
"Schön anzusehen" sind sie auch nach fast 50 Jahren nicht wirklich, aber das war das Geld, mit dem die Menschen in der DDR damals im Alltagsleben bezahlt haben.
Zur Devisenbeschaffung geprägte Gedenkmünzen in "Exportqualität" sind auch ein interessantes Zeitdokument (weil es viel erklärt, was mit "Sein" und "Schein" und auch mit Propaganda zu tun hat ), jedoch Münzen wie dieses 2-Mark-Stück waren im Vergleich dazu richtiges Umlaufgeld mit dem bezahlt wurde. Sozusagen die andere Seite des Spiegels. Die damals auch verächtlich als "Alu-Chips" beziechneten Münzen sind somit numismatisch mindestens gleich doppelt wertvoll. Einmal als Zahlungsmittel und das andere Mal als Spiegel der Realität zu den Gedenkausgaben für den Export. Das eine ist ohne das andere nicht richtig einzuordnen. Noch gibt es sie (die 2 Mark Alumünzen von 1974) in bankfrisch für um die 5 Euro das Stück. Der eine oder andere eingefleichte Sozialist/Genosse in der DDR hätte sicherlich auch gerne seinen Marx, Bebel, Engels oder "seine" Zetkin in St und 625er (später: 500er) Silber gehabt und, davon gehe ich mal aus, auch 160 Ostmark dafür locker gemacht.
 

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Neugierig, wie ich bin wollte ich nach dem PP-Kauf erst recht wissen, wie ein bankfrischer Liebknecht rüberkommt. Aber da war nichts qualitativ wertiges, deswegen habe ich ja auch die PP gekauft. Gerade beim Liebknecht hat fast jedes normal geprägte Stück Fehler: sei es eine erkennbare Reinigung, seien es Kratzer oder Dellen oder die Fotos sind mir nicht aussagekräftig (unschraf, zu wenige Pixel) gewesen. Bei einer Münze, deren Preis zwischen 40 und 50 Euro liegt, macht ein Versand hin und zurück schnell mehr als 20 % des Warenwertes aus; bei nicht erkennten, kleineren Fehlern lohnt das dann nicht. Also habe ich auf 2 BS einen mit Fingerabdrücken drauf gekauft (in "fast St" für 35 Euro zzgl. 2 Euro anteiliger Versand) in der Hoffnung, dass kein Berieb drunter war. Fast St ist er auch, wenn man ganz strenge Maßstäbe anlegt. So lassen wollte ich sie auch nicht, da sich die Abdrücke noch nicht ins Metall geätzt hatten. Also habe ich sie konventionell gereinigt: Spülmittel - heißes Wasser - Spülmittel-Natron-Paste gereinigt, wobei das Natron keinen Kontakt zur Münze haben darf (Münze in Küchenpapier einschlagen). Ein Tauchbad hätte das Metall verätzt. Spülmittel und Natron machen nur Dreck weg und lassen sogar noch das meiste der im Entstehen befindlichen Patina drauf. Klar kann man auf den ersten, zusammengesetzten Bild erkennen, dass rechts (noch ungereinigt) die Kontraste schärfer sind (erhabene Stellen verschmutzt, tiefere noch relativ rein und metallisch glänzend). Das stellt sich im Laufe vieler Jahre wieder ein, doch erst mal glänzt alles sauber-blank-unnatürlich, obwohl da kein Poliertuch dran war. Denn: das Münzfett ist natürlich auch mit runter. Auch aus diesen Gründen hab ich den Engels genau so belassen, wie er war. Wäre der Abdruck beim Liebknecht schon in das Metall eingeätzt gewesen, hätte ich es so gelassen, wie es war. Man erkennt beim Liebknecht jedoch noch sehr gut: Die Buchstaben sind matt und die Felder glänzend. Hier wurde nichts poliert oder gar "überarbeitet" / "überpoliert". Münzen mit "spiegelglanzähnlichen" Feldern sind extrem schwer zu fotografieren. Sehr gut erkennbar sind die Original-Abziehlinien (erhaben, nicht vertieft) des Stempels.
 

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DDR 2 Mark 1978

Nach dem "Liebknecht" in "fast Stempelglanz" (also in PP original verplombt ist er deutlich einfacher uns teils auch noch billiger zu kriegen, als in St oder fast St und in ungetaucht/ungeputzt) nun wieder eine echte Kursmünze. Den einen oder anderen Jahrgang gibt es aus Original-Rollen, die nach dem Ende der DDR von der BRD verauktioniert wurden, aber eben nicht alle. Sei es drum. DDR Kursmünzen/Kleinmünzen sind wenig gefragt und wirklich billig. Das wird sich auch so bald nicht ändern. Anders, als bei bundesrepublikanischen Münzen stehen hier keine in großer Auflage emittierten, verschweißten KMS als schier endlos anmutendes Reservoir für bank- oder prägefrische Münzen zur Verfügung. Unzirkulierte Alu-Münzen bleiben, trockene Lagerung vorausgesetzt, sehe lange nahezu blank, da sich auf blankes Metall direkt eine hauchdünne Schicht Aluoxid legt, die das Metall sehr, sehr lange vor weiterer Oxidation schützt.

Wichtig für die Zustandsbeurteilung:
Bereibspuren hören kurz vor Buchstaben und erhalbenen Details auf und sind vertieft; Stempelabziehspuren gehen bis zu diesen Details und laufen teils sogar drüber weg und sind erhaben. Auch Mattprägungen weisen solche Abziehspuren auf, wenn die Stempel kurz zuvor neu waren oder frisch gereinigt wurden.
 

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Schön waren die Umlaufmünzen nicht, da hast du recht. Die einzige Ausnahme ist das 20 Pf Stück. Die wurde schon mehr gesammelt und aus dem Umlauf gefischt.
 
a) Schön waren die Umlaufmünzen nicht, da hast du recht. Die einzige b) Ausnahme ist das 20 Pf Stück. Die wurde schon mehr gesammelt und aus dem Umlauf gefischt.
Moin Moin,
Zu a) Wenn Du die Stücke von 1948 - 1950 und auch noch die von 1952 + 1953 ausnimmst, stimme ich zu. ;)
Zu b) Wurde das tatsächlich und hauptsächlich wegen des Aussehens aus dem Umlauf gefischt ?
Aber wie immer ist alles Ansichtssache.
 
Zu b) Wurde das tatsächlich und hauptsächlich wegen des Aussehens aus dem Umlauf gefischt ?
Waren das nicht die Stücke die extra nicht aus Alu waren damit man damit Münzfernsprecher nutzen konnte?
Zwar haben die wohl auch 50er und später 1 Mark genommen, aber konnten die auch wechseln? 20er waren da klar von Vorteil bei der Nutzung.
 
Waren das nicht die Stücke die extra nicht aus Alu waren damit man damit Münzfernsprecher nutzen konnte?
Zwar haben die wohl auch 50er und später 1 Mark genommen, aber konnten die auch wechseln? 20er waren da klar von Vorteil bei der Nutzung.
Dafür wurden sie auch verwendet. Gewechselt hat der Apparat meines Wissens nicht. Ist mir zumindest kein Begriff. Vermutlich haben alle anderen die zum Telefonieren gesammelt. Mich hatte das Aussehen und das Gewicht fasziniert. Dazu auch das Design der Vorderseite. Dieser extreme Unterschied zu den anderen Umlaufmünzen.
 
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