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Neuzugänge in eurer Altdeutschland-Münzsammlung

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Kleine Münzsammlung aus Regensburg.

Sofern jemand dazu etwas sagen kann / möchte, jederzeit gerne.

Wünsche allen ein frohes Osterfest.
 

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Abweichend von meinem Plan werde ich euch heute nicht die zweite Wilder-Mann-Münze zeigen. Ich habe mich bei genauerer Betrachtung der Münze angesichts bestimmter Mängel entschieden, das Auktionshaus wegen Rückgabe der Münze anzuschreiben. :(

Ich komme daher nun schon einen Tag früher zu meinem letzten Neuzugang. Lange Zeit habe ich euch kein 16-Gute-Groschen-Stück mehr gezeigt. Da ich aber nun eine besondere Variante ersteigert habe, ist es mal wieder Zeit. Es geht ins Jahr 1821, als der Stempelschneider Maaß noch fleißig am ansprechendsten Design der Münzen für König Georg IV. arbeitete.

Wenn es um die Bestimmung der Varianten geht, sind häufig fehlende oder zusätzliche Punkte, die Verwendung einer Rosette oder eines Punktes am Anfang/Ende der Umschrift oder die Abkürzung von BRITANNIARUM mit N oder NN die entscheidenden Merkmale. Was allerdings auf allen Münzen unverändert bleibt, ist beim Titel BRITANNIARUM ET HANNOVERAE REX die Abkürzung HANNOV. Mir ist nur eine Ausnahme bekannt – und das ist diese hier, bei der HANNOVERAE ausgeschrieben wird:

Königreich Hannover, 16 Gute Groschen 1821, AKS 35, Kahnt 204e
Hannover AKS 35 1821 16 Gute Groschen K 204e Av2.jpg Hannover AKS 35 1821 16 Gute Groschen K 204e Rv2.jpg Hannover AKS 35 1821 16 Gute Groschen K 204e AvH...ERAE.jpg

Jaeger kennt diese Variante nicht, allerdings zwei andere Varianten mit HANNOVERAE (Nr. 23ed und 23eg unter Bezug auf die Sammlung Wegener), die mir aber noch nicht zu Gesicht gekommen sind. Wer diese Varianten schon einmal gesehen hat, möge dies bitte kundtun.

Und nun wünsche ich euch ein gesegnetes Osterfest – bleibt gesund!
 
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Dieser Typ hat meine Geduld auf eine harte Probe gestellt.
Zum ersten mal sah ich die Münze vor ca. 20 Jahren in dem Nachlass eines verstorbenen Sammlers dessen Erben sich damals über einen Verkauf nicht einigen konnten. Der Typ ist zwar selten, kam aber auf Auktionen hin und wieder mal vor. Gekauft habe ich keines der Auktionsangebote, weil sie alle in Details nicht mit der Qualität dieses Stückes konkurieren konnten, von dem ich immer wieder hoffte, es eines Tages vielleicht doch noch zu bekommen. Geduld zu haben, hat sich mal wieder als richtig herausgestellt. Denn jetzt kam nach 20 Jahren ein Anruf und nun liegt nicht irgendein Halbtaler, sondern genau DER Halbtaler in der Sammlung.

Hessen Marburg
Ludwig IV.
1/2 Taler 1604

Möller 1839
Schütz 528
 

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B555andi

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Ein weiterer Kronentaler aus Baden ist bei mir eingetroffen. Es handelt sich um die bei Kahnt beschriebene Variante 17i. Diese Variante ist laut Kahnt gekennzeichnet durch große Buchstaben auf der Wappenseite (wie auch die Variante 17g) sowie einer römischen 1 in der Jahreszahl (ebenfalls wie die Variante 17g). Bei der Variante 17i ist im Gegensatz zur 17g jedoch die Schriftgröße von "KRONENTHALER" kleiner. Mit solchen relativen Beschreibungen habe ich meist so meine Probleme - ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal macht die Zuordnung wesentlich einfacher.

Und ein solches Merkmal habe ich gefunden: die Variante 17i besitzt hinter KRONENTHALER einen Punkt. Ob deswegen vielleicht auch eine andere Schriftgröße gewählt werden musste? Dieser Punkt ist offenbar noch Niemandem aufgefallen:rolleyes:. Auch der penible Friedrich Wielandt (Badische Münz- und Geldgeschichte) erwähnt ihn nicht.

Außer den bei Kahnt beschriebenen drei Varianten 17g bis 17i finden sich bei Betrachtung und Vergleich verfügbarer Bilder aus Auktionen und Händlerangeboten weitere "Untervarianten". Ich komme alleine mit den deutlich unterscheidbaren Merkmalen bereits auf 6 Varianten.;)

Großherzogtum Baden
Ghzg. Karl (1811-1818)

1 Kronentaler 1817

Katalog: Kahnt 17i

Kronentaler-17-06-a.jpg Kronentaler-17-06-r.jpg
 

Kempelen

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Altdeutschland
Herzogtum Bayern
Reichstaler (unter Maximilian II. Emanuel)
1694
Hahn 199, Wittelsbach 1645
ss+

- seltene Variante mit nach links schauender Madonna.
 

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Meine heutige Neuzugangspräsentation beginne ich mit einer Frage an euch:
Wurden diese beiden Münzen nach eurer Einschätzung mit demselben Revers-Stempel geprägt?
Hannover AKS 10 u 31 1820 16 GG Rv.jpg

Falls ihr der Meinung „Nein“ seid, teilt mir bitte mit, wo ihr Abweichungen seht.
Falls ihr der Meinung „Ja“ seid, seht ihr bei der rechten Münze vermutlich den ersten Typ und dabei die erste Form der 16 Guten Groschen, die unter König Georg IV. geprägt wurde.

Die Münzen unterscheiden sich auf der Avers-Seite nämlich ganz entscheidend: Die linke Münze wurde unter König Georg III. und die rechte unter seinem Sohn Georg IV. geprägt.
Hannover AKS 10 u 31 1820 16 GG Av.jpg

Zum Hintergrund: Nach der sog. Franzosenzeit wurde der bereits vorher gefasste Plan der Einführung des Konventionsfußes im Königreich Hannover umgesetzt. Dabei wurden u. a. ab 1820 halbe Konventionstaler in Form der 16 Guten Groschen geprägt. Hierfür probierte der Stempelschneider Heinrich Ludwig Maaß in den ersten Jahren verschiedene Designs aus, bis 1822 ein endgültiges, fortan verwendetes Design gefunden wurde.

König Georg III. verstarb schon am 29. Januar 1820, so dass nur zwei unter ihm geprägte Typen existieren: Der erste Typ mit einer verunglückten Verteilung der Umschrift auf Vorder- und Rückseite (AKS 9, Kahnt 198) und der zweite Typ, den ihr oben seht, mit einer geänderten Umschrift (AKS 10, Kahnt 199). Dieses Design wurde dann unter Georg IV. fortgesetzt (AKS 31, Kahnt 200), bevor noch im Jahr 1820 zwei weitere Typen (mit der Abkürzung CONV · MÜNZE (AKS 33, Kahnt 201) und XX · E · F · MARK in bogiger Form (AKS 32, Kahnt 202)) folgten.

Und anscheinend hat man für den ersten Typ den noch nicht verbrauchten Revers-Stempel aus der Zeit Georgs III. unter seinem Nachfolger weiter verwendet.

Königreich Hannover 16 Gute Groschen 1820, AKS 31, Kahnt 200a
Hannover AKS 31 1820 16 Gute Groschen Kahnt 200a Av.jpg Hannover AKS 31 1820 16 Gute Groschen Kahnt 200a Rv.jpg
 
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