Neuzugänge in eurer Altdeutschland-Münzsammlung

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Weist Du, warum das Feld an dieser Stelle frei ist ? Ist das ein Stempelfehler oder hat das einen anderen Grund ?

Kein Fehler
Der Herzog würde 1692 Kurfürst. Ihm war aber noch kein Amt als Kurfürst zugeteilt worden. Das Feld mit den heraldischen Symbol für das noch zuzuteilende Amt blieb daher frei.
 
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Erst Ernst Augusts Sohn Georg Ludwig erhielt 1706 das vorher pfälzische Amt des Schatzmeisters (Bayern wurde die Kurwürde 1706-1714 aberkannt) und setzte danach die goldene Kaiserkrone in rotem Feld als Symbol der Erzschatzmeisterwürde in den Schild. Um dieses Amt gab es aber jahrzehntelang Streit.
Hier zwei Beispiele zur Entwicklung unter Georg Ludwig.
Auf dem Reichstaler von 1711 ist das Herzschild noch leer (Warteschild oder Wartschild).

Hannover W 2143 1711 Reichstaler Av.jpgHannover W 2143 1711 Reichstaler Rv.jpg

Beim Reichstaler von 1715 enthält das Herzschild die Kaiserkrone:

Hannover W 2144 1715 Reichstaler mPnD Av.jpgHannover W 2144 1715 Reichstaler mPnD Rv.jpg
 
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Auch von mir mal wieder ein Neuzugang: Ein Siegestaler aus Sachsen von 1871. Johann v.G.G.
Wie ich finde, der schönste Siegestaler, gleichzeitig auch der Seltenste mit einer Auflage von knapp 45 000 Exemplaren.
Wird wohl auch als "Friedenstaler" bezeichnet. Rand: "GOTT SEGNE SACHSEN". Rv ein geflügelter Genius (Schutzgeist).
 

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Münzadler

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Auch von mir mal wieder ein Neuzugang: Ein Siegestaler aus Sachsen von 1871. Johann v.G.G.
Wie ich finde, der schönste Siegestaler, gleichzeitig auch der Seltenste mit einer Auflage von knapp 45 000 Exemplaren.
Wird wohl auch als "Friedenstaler" bezeichnet. Rand: "GOTT SEGNE SACHSEN". Rv ein geflügelter Genius (Schutzgeist).
Ein optisch hervorragender Neuzugang!
 
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Hier noch ein hübscher Nachzügler: Ein Vereinstaler aus Sachsen, Baujahr 1870 (AKS 137), Randinschrift "Gott segne Sachsen", besonders finde ich bei der "dritten" Seite der Münze auch die Krone zwischen den Arabesken...
 

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Während des Auktionssommerlochs habe ich bei einem Händler Münzen erworben. Neben dem bei den
Erhaltungseinschätzungen vorgestellten Reichstaler hier ein weiterer Neuzugang, ein 2/3 Taler aus dem Kurfürstentum Hannover, geprägt in Zellerfeld während der Regierungszeit von Georg II.
Dieser Münztyp kommt seltener vor. Insofern bin ich mit der Erhaltung in sehr schön zufrieden, hier muss es keine „Erhaltungsgranate“ sein.

Braunschweig-Calenberg-Hannover: 2/3 Taler 1748, Welter 2579, Schön 275

Hannover W 2579 1748 2.3 Taler Av.jpgHannover W 2579 1748 2.3 Taler Rv.jpg


Morgen gibt es noch einen weiteren Neuzugang, da sind mir die bisherigen Fotos misslungen.
 
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Während Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel in großem Umfang Reichstaler prägen ließ, sieht es bei den kleineren Nominalen eher mau aus. Auch wenn diese Nominale nur im Randbereich meiner Sammlung liegen, konnte ich, als mir dieses Stück über den Weg lief, nicht anders und musste es erwerben.

Anders als die Groschen aus der Kipper- und Wipperzeit ist es ordentlich ausgeprägt und wiegt mit 1,33 g deutlich mehr als die Kippergroschen, wenn auch nicht so viel, wie es eigentlich hätte wiegen sollen. Die Münzverschlechterung war eben auch schon vor 1618 ein Thema.

Das Stück stammt aus der Münzstätte Goslar, Münzmeister war Heinrich Depsern. Sein Zeichen liegt auf der Seite – ich habe es mal gedreht.

Braunschweig-Wolfenbüttel: 1/24 Taler 1600, Welter 671

Braunschweig Wolfenbüttel W671 Groschen 1600 Av.jpgBraunschweig Wolfenbüttel W671 Groschen 1600 Rv.jpgBraunschweig Wolfenbüttel W671 Groschen 1600 RvMmz.jpg
 
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