Neuzugänge in eurer Altdeutschland-Münzsammlung

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Die ersten Novemberwochen waren ja sehr auktionsreich. Es ist mir gelungen, einige Münzen zu ersteigern, die jetzt nach und nach bei mir eingetroffen sind und die ich euch in den kommenden Tagen vorstellen möchte.

Den Anfang macht ein hannoverscher 2/3 Taler aus dem Jahr 1708 mit Wappen (Avers) und Ross (Revers). Ich hatte euch vor kurzem schon den Vorgängertyp aus dem Jahr 1705 gezeigt, bei dem die Jahreszahl neben dem Wappen stand. Bei meinem Neuzugang findet sie sich in der Umschrift wieder.
Beide Typen weisen noch ein leeres Mittelschild auf, die Kaiserkrone als Symbol für das Amt des Erzschatzmeisters (Archithesaurarius) kommt erst 1711 hinzu.

Braunschweig-Calenberg-Hannover: 2/3 Taler 1708, Welter 2154, Schön 34

Hannover W 2154 2.3 Taler 1708 Av.jpgHannover W 2154 2.3 Taler 1708 Rv.jpg
Hannover W 2153 54 56 1705 08 15 2.3 Taler Av.jpgHannover W 2153 54 56 1705 08 15 2.3 Taler Rv.jpg
 
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Lüneburg,
Witten nach dem Rezess von 1387
Vs . Aufsteigender Löwe nach links, Umschrift MONETA LVNEBORCH
Rs : Befusstes Kreuz mit Stern in Kartusche, Umschrift SIT LAVS DEO PATRI

1,29 g

Mader 21, Jesse 367
 

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Kurfürst Georg Ludwig wurde 1714 zum König von Großbritannien etc. gekrönt. Auf dem Reichstaler von 1717 sind daher auf der Vorderseite neben seinem Brustbild die britischen Titel angegeben, auf der Rückseite neben dem Wappen mit Schildhaltern die braunschweigisch-lüneburgischen.

Braunschweig-Calenberg-Hannover: Reichstaler 1717, Welter 2228, Schön 88

Hannover W 2228 1717 RT Av.jpgHannover W 2228 1717 RT Rv.jpg


Dazu zum Vergleich noch der nachfolgende Typ (Welter 2230, Schön 140) aus dem Jahr 1726. Der entscheidende Unterschied zwischen den Typen wird euren Kennerblicken nicht entgehen, nähere Infos gibt es dann morgen.

Hannover W 2228 u 2230 1717u26 RT Av.jpgHannover W 2228 u 2230 1717u26 RT Rv.jpg
 
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Hier ein weiterer Reichstaler aus dem Jahr 1717, diesmal das Wappen mit Schildhaltern auf der Vorderseite, dazu das Ross auf der Rückseite. Auch für diesen Typ kann ich euch den Nachfolger (Welter 2238, Schön 139) zeigen, der sich - genau wie beim gestrigen Münzenpaar - an einer Stelle wesentlich vom Vorgängertyp unterscheidet: Das Schriftband mit der Devise „DIEU ET MON DROIT“ ist zunächst nach oben ausgebogen, später dann nach unten.

Braunschweig-Calenberg-Hannover: Reichstaler 1717, Welter 2237, Schön 113

Hannover W 2237 1717 Reichstaler Av.jpgHannover W 2237 1717 Reichstaler Rv.jpg

Hannover W 2237u2238 1717u1719 Reichstaler Av.jpgHannover W 2237u2238 1717u1719 Reichstaler Rv.jpg


Ein Clausthaler Stück unter Georg I. habe ich noch, einen 2/3 Taler aus dem Jahr 1725, den ich euch zusammen mit seinem „Bruder“ aus dem Folgejahr 1726 zeige. Zwischen der Prägung dieser beiden Stücke war einiges passiert.

In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1725 brannte es in Clausthal, auch das Münzgebäude wurde zerstört. Am 8. April 1725 starb der schon längere Zeit erkrankte Münzmeister Heinrich Christian Bonhorst (HCB). Sein Nachfolger wurde im September 1725 Christian Philipp Spangenberg (CPS), der zuvor Wardein gewesen war. Spangenberg konnte wohl ab 1726 Münzen prägen lassen, und das, obwohl die neu gebaute Münze erst im Mai 1727 fertiggestellt wurde.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf eine Besonderheit hinweisen. Von diesem Münztyp wurden im Jahr 1725, vermutlich als die Produktion in Clausthal darniederlag, Münzen mit dem Münzmeisterzeichen E P H geprägt. Vermutlich hat die Münze im benachbarten Zellerfeld unter ihrem Münzmeister Ernst Peter Hecht seinerzeit ausgeholfen. Hier ein Link zum einzigen mir bekannten Exemplar:


Braunschweig-Calenberg-Hannover: 2/3 Taler 1725, Welter 2242, Schön 145

Hannover W 2242 1725 2.3 Taler Av.jpgHannover W 2242 1725 2.3 Taler Rv.jpg

Hannover W 2242 1725u1726 2.3 Taler Av.jpgHannover W 2242 1725u1726 2.3 Taler Rv.jpg
 
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Fürstabtei Fulda, Adolph von Dalberg, 20 Kreuzer 1736 IND
(Buchonia/Hinkelbein 64. Eichelmann 43c. Schön 40.)

Es handelt sich um die Variante "I.N.D." für den Münzmeister Johann Nikolaus Dittmar (die andere Variante ist mit F.O. für Franz Offner):

20 Kreuzer 1736 IND.jpg 20 Kreuzer 1736 FO.jpg
 
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Nochmal Sachsen ...

1/24 Thaler Königreich Sachsen 1816

AKS 42, J17
der Groschen wurde 145712 mal unter Johann Gotthelf Studer (IGS) in Dresden geprägt
 

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bernwetz

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Aus Leipzig kommt ein Oldenburger Schilling, Anton Günther, undatiert aus dem frühen 17. Jahrhundert. Das Wappen ist trotz Prägeschwäche überdurchschnittlich gut erhalten.
 

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Nochmal Sachsen ...

1 Doppelgroschen (1/12 Thaler) Kurfürstentum Sachsen 1792 auf das 2. Vikariat Kurfürst Ernst August des III.

Nach dem Ableben Kaiser Leopold des II. im März 1792 ergab sich für den Sachsenherzog zum 2. Mal kurz hintereinander die Gelegenheit (oder Verlegenheit?), den sächsischen Rechtskreis des Reiches zu verwalten. Leopolds Vorgänger und Bruder Joseph II. starb im Februar 1790. Auf das 2. Vikariat wurden neben dem Doppelgroschen noch Dukaten, Konventionsspeciestaler, 2⁄3 Taler und 1⁄3 Taler geschlagen.

Die Münze ist tüchtig beschnitten.
 

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Auch bei mir ist inzwischen das Paket aus Leipzig eingetroffen.
Im Bereich Altdeutschland konnte ich mir leider nicht alle Wünsche erfüllen, aber das kommt vor.
Immerhin konnte ich mir zwei Münzen sichern und über die freue ich mich.
So zum Beispiel über diesen Madonnentaler aus Bayern von 1867.
Die Randschrift ist zum großen Teil nur zu erahnen.

Königreich Bayern
Taler (Madonnentaler) von 1867
AKS 176
Prägezahl : 594.636 (gemeinsam mit dem "normalen" Vereinstaler)
 

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