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Neuzugänge in Eurer Medaillensammlung

Dieses Thema im Forum "Medaillen" wurde erstellt von B555andi, 25. März 2011.

  1. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Und nun das dritte Stück:

    Arnold Hartig war nach dem Ende des Ersten Weltkrieges (zu Unrecht) als Monarchist verschrien und hatte Mühe, aufgrund ausbleibender Aufträge, seine Familie zu ernähren.

    Die Lage änderte sich erst, als er durch einen Gönner Aufträge aus Deutschland vermittelt bekam. Anfang der Zwanziger Jahre kamen auch wieder verstärkt Aufträge aus "bürgerlichen" österreichischen Kreisen.

    Die unten gezeigte Medaille aus dem Jahr 1927 ist Marianne Hainisch (1839 bis 1936) gewidmet, der Begründerin und Fühererin der österreichischen Frauenbewegung und Initiatorin des Muttertages in Österreich. Sie war die Mutter des österreichischen Bundeskanzlers Michael Hainisch. Hartig berichtet in seinen Memoiren, dass Frau Hainisch trotz all der Energie, die sie in die Verwirklichung ihrer Ziele gesteckt hatte, eine bescheidene Frau war, die Wert darauf gelegt hat, zu den Sitzungen für das Porträtieren ihr Arbeitskopftuch aufzubehalten.

    Ich habe mit einem Durchmesser von 40mm die kleine Version der Bronzemedaille in meinem Besitz (die große Variante bringt es auf 75mm). Auf der Rückseite ist die Unterschrift von Frau Hainisch zu sehen.
     

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  2. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Nachdem in letzter Zeit keine dänischen Medaillen mehr aufgetaucht sind, geht es weiter mit 3 Österreichern.... ;)

    Das erste Stück ist eine Kriegserinnerungsmedaille (gestaltet im Jahr 1914), herausgegeben wohl 1915 vom österreichischen Kriegsfürsorgeamt. Sie misst 50mm im Durchmesser und hat ein Gewicht von knapp 53 Gramm (Bronze).

    Die Medaille ist eine Gemeinschaftsproduktion zweier Medailleure: Die Vorderseite zeigt den österreichischen Kaiser Franz Josef I. im Profil und wurde von Rudolf Neuberger (1861 bis 1916) gestaltet. Für die Rückseite zeichnet Arnold Hartig verantwortlich. Zu sehen ist Victoria (Siegesgöttin), die mit Kranz und Palmzweig hinter mehreren u.a. mit einem Maschinengewehr in Stellung liegenden Soldaten steht.

    Die Medaille habe ich inklusive des fast nagelneu erhaltenen Originaletuis für einen Schnäppchenpreis von 15,- Euro erworben. Auf dem Etui wird angegeben, dass bei der Herstellung erbeutetes Waffenmaterial verwendet worden sei.

    Jetzt geht es etwas weniger martialisch weiter:

    Noch einen Euro günstiger waren die beiden anderen Medaillen, die mich zusammen 14,- Euro gekostet haben. Die erste stammt aus dem Jahr 1933 und zeigt den Komponisten Johannes Brahms. Sie hat einen Durchmesser von 55mm und wiegt knapp 70 Gramm.

    Die zweite, etwas kleinere Medaille ist 1949 entstanden und zeigt uns den Komponisten Johann Strauß (Sohn). Sie ist knapp 28 Gramm schwer und misst 39mm im Durchmesser.

    Beide Medaillen wurden von Arnold Hartig gestaltet.
     

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  3. *Lilienthal-Fan*

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    Hier eine Medaille 100 Jahre Kölner Dom, ein sogenannter Schraubtaler
     

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    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2011
  4. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Schöne neuzeitliche Medaille. Wie sieht das "Innenleben" des Schraubtalers aus?
     
  5. *Lilienthal-Fan*

    *Lilienthal-Fan* Luftfahrtmedaillensammler

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    Soweit ich es weiss, soll es eine Spendenmedaille zur Sanierung des Kölner Doms sein. Ich hatte mal eine Sendung zur Sanierung gesehen, wo das Thema "Schrauben" Schwerpunkt der Stabilisierungsarbeiten war. Vielleicht weiss ein Kölner mehr dazu zu sagen.
    Ob das eine offizielle Bezeichnung war, bezweifle ich, denn ein Schraubtaler ist eigentlich etwas anderes.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schraubmedaille
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. April 2011
  6. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Oh, da habe ich den Begriff wohl völlig falsch verstanden.. :schaem:

    Dann ist es eine Medaille, deren Verkauf die Anschaffung von speziellen Schrauben für den Kölner Dom finanzieren soll? Ich hatte gedacht, die Medaille lässt sich "aufschrauben" (siehe Schraubtaler) und ist mit bunten Bildchen zum Thema Dom gefüllt.... :rolleyes:
     
  7. *Lilienthal-Fan*

    *Lilienthal-Fan* Luftfahrtmedaillensammler

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    Ich melde mich nachher noch mal, habe was entdeckt.
     
  8. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Den Domschatz? :cool:

    Spann uns nicht zu lange auf die Folter!
     
  9. *Lilienthal-Fan*

    *Lilienthal-Fan* Luftfahrtmedaillensammler

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    Kein Schatz, aber nach eingehender Betrachtung des Randes hab ich das Ding aufgeschraubt. Drin lag ein rundes Miniheftchen mit diversen Angaben zum Dom und auch dem Hinweis: "Helfen Sie mit, den Dom zu erhalten".
    Also ist es doch ein echter Schraubtaler von 1980. :)
     
  10. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Sozusagen ein numismatisches Überraschungsei... ;)

    Anbei meine karge Aubeute der diesjährigen Münzbörse in Karlsruhe, über die ich an anderer Stelle bereits geschrieben hatte.

    Nach langem, ergebnislosen Suchen bin ich bei einem netten, älteren Händler fündig geworden und konnte die unten angehängten vier Medaillen zu einem Preis von zusammen 30 Euro (anstatt der ausgezeichneten 40 Euro) mitnehmen.

    Zunächst handelt es sich um drei Varianten zum Thema 175. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart von Arnold Hartig aus dem Jahr 1931. Alle drei haben einen Durchmesser von 35,8 mm. Die Erste ist aus Bronze gefertigt, die zweite aus Silber und die dritte besteht aus vergoldeter Bronze. Alle drei haben mit der Hohensalzburg dasselbe Rückseitenmotiv, welches ich der Einfacheit halber nur von der Bronzeversion hochlade.

    Die vierte Medaille (Durchmesser 33 mm) zeigt unverkennbar einen Sportlerkopf und kürt den Sieger im 2.500m Lauf vom 11.10.1025. Sie bereichert meine kleine Nebensammlung von Sportler-Porträtmedaillen aus den 20er und 30er Jahren.
     

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