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Neuzugänge in Eurer Medaillensammlung

Dieses Thema im Forum "Medaillen" wurde erstellt von B555andi, 25. März 2011.

  1. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Eine weitere Plakette von Arnold Hartig ist bei mir eingetroffen.

    Hartig hat mehrere Plaketten bzw. Medaillen auf Ludwig van Beethoven gestaltet. Dieses Exemplar aus dem Jahr 1909 ist die früheste Arbeit Hartigs auf den Komponisten.

    09-07-avers.jpg 09-07-revers.jpg
     
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  2. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Zwei neue, ziemlich seltene Medaillen von Arnold Hartig sind bei mir eingetroffen:

    Zunächst eine Kalendermedaille (Zinn) für das Jahr 1945, die er für das Künstlerhaus Wien gestaltet hat.

    Übrigens die einzige mir bekannte Medaille Hartigs aus dem Jahr 1945.

    45-01-avers.jpg 45-01-revers.jpg
     
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  3. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Schleißlich noch eine undatierte Neujahrsmedaille aus vergoldeter Bronze, gestaltet für die Privatbank Chrissoveloni Bisteghi & Co.

    Ich konnte im Netz Informationen zu diesem Bankhaus finden, die aus dem Zeitraum der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts stammen, was sich durchaus mit dem Stil des Stückes decken würde.

    oJ-38-avers.jpg oJ-38-revers.jpg
     
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  4. hegele

    hegele Registered User

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    Silberne Schulpreismedaille Ulm
    Gymnasium Ulm - Kleine Preismedaille
    -
    AV: Biene im Ährenkranz, oben überkreuzt das Blatt rechts die Ähre links, die mittleren oberen Ähren berühren sich nicht.
    RV: Im Feld dreizeilige Inschrift SUNT / SUA PRAEMIA / LAUDI (Das Lob hat seine Preise oder Dem Ruhm wird Belohnung zuteil), im Abschnitt in zwei Zeilen GYMNASIUM / ULMENSE, darunter Blume.
    Nau 238, KR 63
    Gewicht: 4,57 Gramm
    Durchmesser: 23 mm
    Stempelschneider Johann Ludwig Wagner

    Ulm Nau 238 Gymnasium - Kleine Preismedaille - Biene im Ährenkranz - SUNT SUA PRAEMIA LAUDI.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. August 2018
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  5. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Die heute bei mir eingetroffene Plakette von Arnold Hartig aus dem Jahr 1907 war mir bis zum Auftauchen dieses Stücks bei ebay mehr oder weniger unbekannt.

    Sie ist einem gewissen Alois Kremele gewidmet. (Anmerkung: als Ergebnis der weiteren Diskussion in diesem Thread lautet der richtige Nachname Kremel).

    In seiner Autobiographie "Aus meinem Leben" (erschienen 1964) zählt Hartig sein "Lebenswerk" mit dem Untertitel "Werkverzeichnis" auf. Hier handelt es sich jedoch um eine bruchstückhafte und unvollständige Aufzählung lediglich einiger seiner Arbeiten. Man muss dazu wissen, dass Hartig 1964 bereits 86 Jahre alt war. Seit dem Alter von 84 war er zudem erblindet. Jedenfalls erwähnt er in diesem Werkverzeichnis unter Medaillen/Plaketten ein Werk aus dem Jahr 1905 auf einen Kaiserlichen Rat namens Alois Kreml.

    Ein solches Stück findet sich jedoch weder im Nachlass Hartigs (der von Prof. Dr. Prokisch aufgearbeitet wurde) noch in irgendwelchen Auktionsergebnissen.

    Unter Berücksichtigung des hohen Alters des Künstlers (mit entsprechenden Ungenauigkeiten der Gedächtnisleistung) habe ich keine Zweifel, dass es sich bei meinem Stück um den erwähnten Kaiserlichen Rat handelt (Kremel statt Kreml bei gleichem Vornamen) und Hartig sich zudem beim Entstehungsjahr geirrt hat (wobei ein Auftrag aus dem Jahr 1905, der dann zu einem Ereignis 1907 ausgegeben wurde, auch plausibel sein kann). Aus dieser frühen Phase gibt es zudem nur eine Handvoll Arbeiten Hartigs.

    07-04-avers.jpg 07-04-revers.jpg
     
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  6. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Die Wikipedia schweigt sich übrigens über einen Kaiserlichen Rat Alois Kremele aus. Der Name hat keine Spuren im Netz hinterlassen...
     
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  7. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Heute habe ich diese Plakette von Hartig beim Zoll abgeholt. Als ich auf die Frage, was dies denn sei, geantwortet habe "eine Plakette" - haben die beiden Zollbediensteten kopfschüttelnd gemeint, einen solchen Begriff hätten sie noch nie gehört...:rolleyes:

    Wie dem auch sei - diese Plakette aus dem Jahr 1905 auf den Durchbruch des Karawankentunnels ist eine zentrale Arbeit zu Beginn der Schaffenszeit des Medailleurs. Durch den Auftrag wurde er in der Wiener Kunstszene bekannt und erhielt in Folge davon mehr und mehr Aufträge.

    Die Plakette soll es in den Varianten Gold, Silber und Bronze ("soll" - weil mir die in seinen nicht immer stimmigen Lebenserinnerungen erwähnte Variante in Gold bisher noch nicht begegnet ist) geben, jeweils in der Größe 40x32mm. Von der Ausführung in Silber gibt es zudem eine Variante in der halben Größe.

    Die Ausführung in Bronze wird nach meinen Beobachtungen seltener angeboten als die silberne. Mit diesem Exemplar habe ich nun alle Varianten (bis auf die in Gold) in meiner Sammlung.

    05-02-avers.jpg 05-02-revers.jpg
     
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  8. hegele

    hegele Registered User

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    Mittlere silberne Preismedaille des Gymnasium Ulm ohne Jahr (1844-1896):
    AV: antike Öllampe,
    RV: VIRTUTI ET INDUSTRIAE
    Nau 237, KR 62
    Gewicht: 9,07g,
    Durchmesser: 27,24mm
    Erhaltung (Händlerbeschreibung): feine Kratzer (heisst auf deutsch: stark berieben, sieht man auf dem Auktionsbild leider nicht), leichte Patina, vorzüglich-Stempelglanz

    Ulm Nau 237 Gymnasium - Mittlere silberne Preismedaille - antike Öllampe - VIRTUTI ET INDUSTRIAE.jpg
     
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  9. B555andi

    B555andi Moderator Mitarbeiter

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    Das mit den "feinen Kratzern" ist natürlich ärgerlich. Diese Beschreibung ist in der Tat mit einer mehr oder weniger starken Bereibung gleichzusetzen.

    Andererseits wurde eine solche Ehrenmedaille vermutlich regelmäßig vom stolzen Besitzer (oder der noch stolzeren Mutter des stolzen Besitzers) regelmäßig auf Hochglanz poliert...;)
     
  10. Moccamaster

    Moccamaster

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    Könnte es sein, dass der Name auf der Plakette nur Kremel lautet? Dahinter geht das L in vier Zierstreifen über, die findet man wie darüber bei Alois. Die E´s in Kremel sind doch deutlich anders gestaltet?
     
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