Neuzugänge in eurer Münzsammlung

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3 Rubel Silber aus Russland
 

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Um 2011/2012 hatte ich einige Kookubarra zu 10 Unzen der Jahrgänge 2000-2006, teils mit verkratzten, teils mit beklebten teils mit beschädigten Kapseln erworben. Die Münzen waren aber ok. Das war so ungefähr das letzte "bezahlbare" Silber - und das wäre auch fast in Richtung Schmelze gegangen. Mir waren sie damals schon zu teuer. Zum Glück hatte ich damals genug in den Jahren davor billig gekauftes Schrottmetall, 800 und 925er - um sie "auszulösen", als ich vom Vorhaben des Händlers, sie einzuschmelzen erfuhr. Da hatten dann beide was davon. Er mehr Metall: ich: mir die Scheidekosten gespart. Nun, 10 Jahre später, hat sich die Welt komplett verändert - die Leute schreien - wegen der niedrigen Auflagen, förmlich danach. Also raus damit. Und rein in neue, schöne Abenteuer....

Das Klio von 1994 wurde in PP 1.000 mal geprägt. Für 800 Euro konnte ich den ergattern. Dafür hätte ich den alten Jahrgang notfalls auch in St genommen.
So oder so: viel davon dürfte bereits eingeschmolzen oder zu arg beschädigt sein, als dass man als Sammler Freude daran hat. Die PP´S sind mit einem "P" gekennzeichnet. Anders, als bei den Unzen der frühen Jahrgänge wurde hier nach 2011 nichts nachgeprägt. Teils gab es bei den Kilos das Problem, dass die Nachfrage stärker war, als die Anzahl der verfügbaren Ronden / Rohlinge: hunderte Tonnen Silber wurden schon zu Kilomünzen verarbeitet. Auch ein Stück Geldgeschichte.
 

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Seltengast

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Das P steht für Perth.
(...)
So oder so: viel davon dürfte bereits eingeschmolzen oder zu arg beschädigt sein, als dass man als Sammler Freude daran hat. Die PP´S sind mit einem "P" gekennzeichnet. (...)

Kokas in PP erkennt man daran, dass das Motiv auf glänzenden Feldern geprägt wurde. Das gleiche gilt dann für die Seite mit der Queen.

Die Motive in PP wurden in der Zeit auch ein Jahr früher geprägt als die generellen Anlageunzen.
Das gilt zumindest bei den Unzen, aber ich vermute, dass das bei den schwereren Modellen auch so ist.

Bei meinen Exemplaren fand sogar ein Porträtwechsel von Lisbeth statt... :D

edit: kleinere Bilddaten
 

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Das P steht für Perth.


Kokas in PP erkennt man daran, dass das Motiv auf glänzenden Feldern geprägt wurde. Das gleiche gilt dann für die Seite mit der Queen.

Die Motive in PP wurden in der Zeit auch ein Jahr früher geprägt als die generellen Anlageunzen.
Das gilt zumindest bei den Unzen, aber ich vermute, dass das bei den schwereren Modellen auch so ist.

Bei meinen Exemplaren fand sogar ein Porträtwechsel von Lisbeth statt... :D
Danke für diesen sehr wertvollen Hinweis.

Da erkennt man wieder mal den wahren Wert dieses Forums.

Ich habe mal Onkel Google bemüht und in der Tat festgestellt, dass der "Kilo-Kooka" 1994er PP eindeutig eine andere Motivseite als der "Kilo-Kooka" in Normalprägung (St bzw: Pl, weil: st ist es ja nicht, sondern mehr prooflike, also Spiegelglanz). Eine in meinem Besitz befindliche 10-Unzen-Münze von 1994 "Normalprägung" hat auch ein anderes Motiv, als die Kilo-PP. Dann habe ich noch ein Foto des 1994er PP-Satzes gesehen: alle mit dem Vogel, der auch auf meiner Kilo-PP-Münze ist.

Das bedeutet dann wohl, dass es von diesem Vogelmotiv mit dem Jahr 1994 von den Kilo-Kookas" nur 1.000 Stücke gibt. Alle anderen 11.700 mit diesem Motiv als Kilomünze geprägten Normalprägungen sind dann vom Jahrgang 1995.

Das ist dann wohl wieder mal keine "klassische" Silber-Anlagemünze, sondern wohl eher etwas für einen Speziallisten. Ich behalte sie dennoch.
 
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Gerade noch so als Neuzugang zählt folgende Münze, die ich hier vorstelle, nachdem sie schon ihren Erstauftritt im Münzrätsel hatte.
Münzrätsel190_2.JPGMünzrätsel190_1.JPG

Haiti
12 Centimes 1817, das entspricht dem 14. Jahr der Unabhängigkeit ("An 14")
Gewicht: 1,3 g

KM 14, Schön 8

Abgebildet ist das Wappen Haitis, das auch auf den heutigen Münzen nicht groß anders aussieht. Die Wertangabe "12 C" ist wie bei vielen anderen Exemplaren nicht gut lesbar, vielleicht kann mich jemand aufklären, welches Problem sie bei der Produktion hatten? Ich vermute, der Stempel war ziemlich kaputt.

Auf der Kopfseite ist Präsident Alexandre Pétion (ein Mulatte) abgebildet, der 3. Präsident Haitis, bzw. genauer gesagt Präsident der Republik Haiti. Das Land war zuvor geteilt worden, der Nordteil wurde Königreich, der Südteil Republik.
Pétion verteilte Land an arme Bauern und unterstützte Simón Bolívar, der gerade versuchte, die Spanier aus Venezuela und Kolumbien zu vertreiben. 1818 lief dieser einen Hafen in Haiti an und heuerte dort Soldaten an und nahm Waffen mit. Er könnte dort theoretisch auch mit dieser Münze bezahlt haben, auch wenn dieses Exemplar wohl nicht viel umgelaufen ist.
 

bayreuth

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t. Die Wertangabe "12 C" ist wie bei vielen anderen Exemplaren nicht gut lesbar, vielleicht kann mich jemand aufklären, welches Problem sie bei der Produktion hatten? Ich vermute, der Stempel war ziemlich kaputt.
Eine Münze aus dem frühen 19. Jahrhundert aus einem Land das Politisch nicht sonderlich stabil war, gerade erst einige Jahre vorher die Sklavenherrschaft der Franzosen beendet hat durch Revolution (und 1812 nochmal kämpfen musste) und danach Reparationen zahlen musste prägt halt keine perfekten PP Münzen. Da arbeitet man den Stempel auf so lange es geht. Verglichen mit den Münzen des Arabischen Raums aus der gleichen Zeit ist Haiti m.E. eher an der Qualität der Europäischen Münzen nur einige Jahrzehnte vorher dran.
 
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Eine Münze aus dem frühen 19. Jahrhundert aus einem Land das Politisch nicht sonderlich stabil war, gerade erst einige Jahre vorher die Sklavenherrschaft der Franzosen beendet hat durch Revolution (und 1812 nochmal kämpfen musste) und danach Reparationen zahlen musste prägt halt keine perfekten PP Münzen. Da arbeitet man den Stempel auf so lange es geht. Verglichen mit den Münzen des Arabischen Raums aus der gleichen Zeit ist Haiti m.E. eher an der Qualität der Europäischen Münzen nur einige Jahrzehnte vorher dran.

Anhand der Verkrustungen in den Vertiefungen kann man mutmaßen, dass die Münze entweder aus einem Boden- oder Unterwasserfund stammte. Sie wurde zwar gereinigt, aber augenscheinlich so, dass die verbleibende Metallsubstanz nicht mit abgerissen oder weggeätzt wurde, wie das bei Ultraschall-Bädern oder Tauchbadorgien der Fall ist.

Solche Münzen hatten nur einen, sehr wichtigen Zweck: Erwerbs- und Wirtschafstätigkeit für den alltäglichen Lebensbedarf zu ermöglichen. Wurde Kleingeld knapp war das für die überwiegende Anzahl der Menschen und deen Teilnahme am wirtschaftlichen Leben ziemlich schlimm. Vergleichbar vielleicht mit Bankkartenausfällen heute.
 
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Ein 1996er-Kookaburra-PP-Satz, kürzlich von Privat erworben. Die Kilomünze wurde in dem Jahr noch mit 1.000 Exemplaren herausgebracht; in den Jahren danach wurde es dann langsam immer weniger bis zur Einstellung der PP-Münzen. Wichtig zu wissen: das Kilo von 1996 zeigt das Motiv der Normalprägung von 1997. Dieses Motiv geprägt 1996 gibt es daher nur in PP. Und damit ist es ,für sich gesehen, eine eigenständige Münze (anderer Jahrgang, als die Normalprägung). Bei den kleineren Stückelungen ist das auch so, aber von denen gibt es mehr als 1.000 Exemplare. Wenn man sowas kauft, ist es wichtig, ganz genau auf die Ränder zu achten und auf die höchsten Stellen der Prägung. Alles, was Fingerabdrücke oder an den höchsten Punkten (wozu auch der Randstab zählt) Berührspuren aufweist, kann man besser direkt weglassen. Schaut man in der Bucht nach, findet man einige geslabbte Stücke mit solchen Berührspuren und MS-70-Bewertungen. Und zu Preisen, da kosten die beiden kleinen Münzen so viel, wie ich für den ganzen Satz gezahlt habe. Und der war schon mit etwa 33 Euro je Unze nicht sonderlich billig, aber qualitativ eben Ok, wenn auch nicht 100 % perfekt, aber ungetaucht und ohne besagte auffällige Berührspuren oder Beriebspuren / Fingerabdrücken.

Beim Stöbern in der Bucht habe ich kürzlich einen Satz von 2-Unzen-Silbermünzen der Jahre 1992-2009 entdeckt. Im Original-Etui der Perth-Minth. Ich will hier nun nicht behaupten, dass sie die 2-Unzen-Münzen auch nachgeprägt haben, soweit ich recherchiert habe, haben sie sinngemäß stets behauptet, nur die 1-Unzen-Stücke neu geprägt zu haben, um "Auflagen aufzufüllen" und dass sie an den Stücken 2 Unzen bis 1 Kilo nicht rangegangen seien. Solchen Bekundungen schenke ich daher keinen allzugroßen Glauben.

Wenn man mal gute Fotos eines solchen Satzes hat, kann man auf die Jagd gehen, sich Abbildungen anderer Stücke herunterladen und nach Abweich8ngen beim Prägebild suchen - dann weiß man es vielleicht durch direkten Vergleich.

Die Nachprägungen der Unzen-Münzen der ersten Jahrgänge sind nach meinem Dafürhalten übrigens mit nicht sofort ins Auge fallenden "Kennzeichnungen" versehen. Das haben sie wohl mit voller Absicht getan. Weil: wenn ich Urwerkzeuge so verändere, dass im Vergleich zu Stücken aus der Zeit Ziffern verkürzt oder verschlankt und von Buchstaben umschlossene Flächen "aufgefüllt" oder Blattspitzen "verjüngt und verkürzt werden - dann ist das schon lange kein Zufall mehr, sondern Absicht.

Da fragt man sich dann: wieviel wurde wirklich in der Zeit geprägt und was alles und wie viel davon haben sie nach 2005 neu geprägt?
 

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