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Neuzugänge in eurer Reichsmünzensammlung

Dieses Thema im Forum "Deutschland von 1871 bis 1948" wurde erstellt von Kempelen, 11. Juni 2011.

  1. bernwetz

    bernwetz

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    Ich sehe die Unregelmäßigkeiten auf dem Federkleid des Adlers sowie kleine Einschläge im mittleren Bereich des Zeppelins schon als Minderung an.
     
  2. Alu-Chip

    Alu-Chip

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    Bei dieser Münze ein makelloses Exemplar zu finden ist sehr schwierig und teuer. Dein Zeppelin ist schon weit überdurchschnittlich. Glückwunsch!
     
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  3. Bergfreund

    Bergfreund

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    Das sehe ich genauso.

    Da das bei fast allen Zeppelinen so ist, egal wie gut sonst die Erhaltung ist, könnte ich mir als Erkärung vorstellen, dass es daran liegt, dass bei dieser Münze das Relief auf beiden Seiten sehr hohe Stellen hat, sowohl im Adler als auch im Zeppelin. Diese Stelle bekommt beim Prägen dadurch von beiden Seiten den wenigsten Prägedruck ab, so dass deshalb dann mittig im Zeppelin als auch auf dem Körper des Adlers schon vorher im Rohling vorhandene Macken und Kratzer nicht genug "fließen" und somit trotz des Prägevorgangs weiterhin sichtbar bleiben. Die Rohlinge sind ja vor dem Prägen meistens übel zerhackt, was man besonders bei stark dezentrierten Münzen schön sehen kann, wenn der geprägte Teil einwandfrei glatt ist, während der ungeprägte Teil wie eine Mondlandschaft aussieht. Ich halte das für eine Erklärung. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Zeppelinstücke immer ausgerechnet nur in der Mitte Kratzer haben sollten bei sonst völlig einwandfreier Münze. Insofern dürften diese Kratzer dann aber nicht erhaltungsmindernd gewertet werden. Es gibt mehrere Münztypen mit ähnlichen Problemen, bei denen man das auch immer schön beobachten kann, z. B. die J.88, J.89, J.163 oder einige Stücke von Sachsen-Meiningen.
     
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  4. Münzadler

    Münzadler Moderator Mitarbeiter

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    Stgl. hin oder her, für mich ein sehr attraktives Stück im hohen Erhaltungsbereich!
     
  5. varukop

    varukop

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    Moin Moin,

    dem Kommentar von "Alu-Chip" kann man sich unbedenklich anschließen - , aber .......
    bzgl. der Erhaltungsangabe eindeutig "bernwetz". Ws = pfr/stgl Rs = pfr -------> Erhaltung demnach pfr --- aber ein "sattes" ;) :).

    @ "Bergfreund"
    Da das bei fast allen Zeppelinen so ist, egal wie gut sonst die Erhaltung ist, könnte ich mir als Erkärung vorstellen, dass es daran liegt, dass bei dieser Münze das Relief auf beiden Seiten sehr hohe Stellen hat, sowohl im Adler als auch im Zeppelin.
    a) Diese Stelle bekommt beim Prägen dadurch von beiden Seiten den wenigsten Prägedruck ab, so dass deshalb dann mittig im Zeppelin als auch auf dem Körper des Adlers schon vorher im Rohling vorhandene Macken und Kratzer nicht genug "fließen" und somit trotz des Prägevorgangs weiterhin sichtbar bleiben. Die Rohlinge sind ja vor dem Prägen
    b) meistens übel zerhackt, was man besonders bei stark dezentrierten Münzen schön sehen kann, wenn der geprägte Teil einwandfrei glatt ist, während der ungeprägte Teil wie eine Mondlandschaft aussieht. Ich halte das für eine Erklärung. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Zeppelinstücke immer ausgerechnet nur in der Mitte Kratzer haben sollten bei sonst völlig einwandfreier Münze. Insofern dürften diese Kratzer dann aber nicht erhaltungsmindernd gewertet werden.


    Für alle hier Lesenden und diesen Aussagen evtl. (gern) zustimmen (möchten) ein paar Anmerkungen dazu aus meiner Sicht

    a) Diese Spekulation zu den häufig mittigen Beschädigungen kann letztlich nur eine Spekulation bleiben und hat mit einer objektiven Erhaltungsbestimmung in meinen Augen grundsätzlich wenig zu tun.
    Es dient m.E. am Ende nur einem gewissen "Schönreden / Schönschreiben" von Beschädigungen, um diese bei der Bewertung ausklammern zu können - und vor allem um sich in gewisser Weise selbst etwas vormachen zu können, das nicht vorliegt. Es gibt nicht wenige Händler, die ihre Erhaltungseinstufungen mit genau diesen Argumenten verteidigen. Auf diesen Zug müssen wir Sammler nun wirklich nicht aufspringen - oder !? :( ;) Was sichtbar ist und nicht eindeutig einer anderen Ursache zugeordnet werden kann, muss auf jeden Fall ohne "wenn und aber" als Beschädigung in eine Beurteilung einfließen. Und so ist es auch ganz eindeutig bei dieser Münze zu handhaben
    Sich hier auf irgendwelche Diskussionen einzulassen schadet (kann) sowohl der Gesamtansicht einer Sammlung als auch dem Geldbeutel (schaden) - letzterem wenn man für eine Münze in z.B. "pfr" den Preis für "Stgl" berappen soll.
    ---> Gegen die vorgebrachte Theorie mit den oberflächlich schlechten Ronden, dem Prägedruck und dem von letzterem hervorgerufenen Materialfluss spricht auch eindeutig der Umstand, dass jede Ronde in ihrem Zentrum dem höchsten Prägedruck ausgesetzt ist und somit hier bevorzugt auch die sauberste / vollständigste Ausprägung erfährt.

    b) Hier muss ich den Schreiber fragen, wie viele Ronden und Dezentrierungen mit viel "Freiraum" unterschiedlichster Nominale er bereits in Händen bzw. auf guten Abb. gesehen hat, um die Aussage "meistens übel zerhackt" guten Gewissens machen zu können. Mit einer solchen Aussage, die sich über die Seltenheit von Ronden und in dieser Richtung aussagekräftiger FP nur schwer machen lässt, wäre selbst ich als sehr interessierter Sammler und Kenner solocher FP doch eindeutig etwas vorsichtiger. Ich habe nur über mein Interesse an den FP mittlerweile tatsächlich etliche Ronden von Umlaufnominalen und Gedenkmünzen und angesprochenden Dezentrierungen vorliegen und zusätzlich noch mehr gesehen und kann die Aussage auf keinen Fall bestätigen. So gut wie alles was auf den Zentren der Oberflächen der Ronden für die Normalprägungen an Beschädigungen vorhanden und zu sehen ist, würde selbst bei einem evtl. etwas zu geringem Prägedruck vollständig zulaufen. Wenn der Prägedruck so weit daneben liegt, dass dieses Zulaufen im Zentrum nicht mehr komplett erfolgen kann, dann wären auch und vor allem die Bereiche in Randstabnähe noch deutlicher betroffen.
    Wenn man sich bei den FP die Stücke mit z.B. extrem starken Prägeschwächen aufgrund von zu geringem Prägedruck anguckt, ist immer festzustellen, dass oft im Zentrum noch etwas erkennbar ist, während der Randbereich bereits ungeprägt vorliegt (siehe Anhang).
    Da Prägeschwächen selbstverständlich auch durch Stempelverschmutzungen hervorgerufen werden können - sie haben dann aber ein völlig andere Oberfläche als bei einem zu geringen Prägedruck -, habe ich jeweils zum direkten Vergleich beider möglicher (Haupt)Ursachen für die Prägeschwächen (Prägeausfälle) beide FP-Arten abgebildet.

    Außerdem - wenn man sich die Umschriften der hier abgebildeten Münzenseiten mal genau anguckt, wird man auch hier einiges an Beschädigungen abseits der genannten Mitte sehen.

    Ich hoffe mir ist hier ob meiner Ansichten zur Einordnung von Beschädigungen bei der Erhaltungsanalyse niemand böse. :)
    Aber solche Argumente dienen in keiner Weise der Objektivität in Sachen Erhaltungsbestimmung. Ich kann sie nicht gutheißen und zum eigenen Schutz nur von diese Vorgehensweise abraten - vor allem, wenn man bzgl. der Prägevorgänge und deren Resultete möglicher Abweichungen im Ergebnis nicht 100 %ig informiert ist.
    Wichtig: Im Grunde kann / darf auch dabei selbstverständlich jeder vorgehen, wie es ihm beliebt !!
     

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    Zuletzt bearbeitet: 16. August 2019
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  6. Hsv1896

    Hsv1896

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    ich sehe hier ein stgl.
     
  7. beulermaennlein

    beulermaennlein

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    5 Mark Lübeck 1913 Jaeger 83 in Top Erhaltung
     

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  8. purzelchen

    purzelchen

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    Ich sehe die Münze als stempelglanz.
    Meine ist nicht besser, dennoch hat PCGS ein MS66 zugestanden.
    PCGS Certificate Verification Coin Details for Cert #17237784
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. August 2019
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  9. beulermaennlein

    beulermaennlein

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    Zeppelin vom Foto kann die Münze durchaus als st bezeichnet werden, dass die hohen Stellen wie zb die Linien auf den Zeppelin Unterbrechungen haben kann allein schon am Stempel liegen, da diese nie so oft gewechselt worden, wie heut zu Tage, die wurden abgebürstet und dann ging es weiter.
    Auch Kaiserreichmünzen als Bsp 5er Wettin 1889 Silber, Hessen 1917 sind alle "berieben" jedoch bin ich mit nicht sicher, ob die Schrötlinge damals nicht nochmal mit nen Lappen aufpoliert oder ähnliches worden. Den die erhöhten Stellen weißen keine Bereibung auf, was dann eher auf der Herstellung zurück zu führen ist bzw wäre.
    Genauso die Münzen im x-ten Winkel unter extremen Halogenlicht dann wegen paar Linien als berieben zu bezeichnen, ist meiner Meinung unsinnig, dann kann man ausser DDR Gedenkmünzen bzw moderne pp wenige andere kaufen, es gibt relativ wenige alte Kursmünzen Stücke, wo rein gar nichts drauf ist.
    Damit meine ich aber keine Stücke, wo mit nen Silberputztuch drüber geruppelt wurde oder ähnliches.

    Aber jeder wie er mag ..
     
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  10. beulermaennlein

    beulermaennlein

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    1 Mark 1881 A Stempelglanz war in einen Hort aus 1 Mark Stücke
     

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