Neuzugänge in Eurer Sammlung

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Mein Portemonnaie braucht dringend Sommerpause, aber diese winzige Neuerwerbung musste noch sein ...
Nummus aus Karthago, 547-552, 0,68g Ae, 9mm, Sear 283 / Sommer 4.141 / MIBE 206a.
Der einzelne Nummus war zwar die grundlegende Einheit der byzantinischen Währung, meist aber mehr Rechnungseinheit als tatsächlich in Metall ausgeprägtes Geld. Nur unter einigen Kaisern des sechsten Jahrhunderts wurden diese Stücke geprägt und dann längst nicht in allen Prägestätten. Relativ häufig scheinen sie allerdings in Africa gewesen zu sein, wo zuvor schon die Vandalen eine Vorliebe für vergleichbare Minimünzen hatten.
Auf der Vorderseite lässt sich nur noch ein Rest des Namens "IVS..." erahnen, das Christogramm auf dem Revers ist immerhin gut erhalten.
 

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Ausgelöst durch den schönen Reisebericht über Ägypten, überkam mich die Lust, mich einmal etwas mit den römischen Prägungen aus Ägypten zu befassen. Bisher hatte ich nur zwei Severusdenare aus Alexandria, die mich durch ihre vom stadtrömischen Erscheinungsbild völlig andere Ästhetik faszinieren.
Folgende zwei Stücke, mit denen sich auch meine Hadrianbestände fast verdoppelt haben, kamen gestern an:

Hadrian
Tetradrachme
Av : AVT KAIC TPAIAN AΔPIANOC CЄB, Hadrian kürassiert nach rechts
Re : L EN ΔE-K-ATOV , 11. Jahr, also 126/27, Spes mit Blume das Gewand lüofend nach links

Milne 1193
26 mm
13,17 g
ex Galata Coins, 1978

Hadrian
Drachme
Av: AVT KAI TPAIAΔP CEB, Hadrian kürassiert nach rechts
Re : Nilus , sich hinagernd Schilf in der linken Hand , ein Füllhorn in seiner rechten , ein kleines Nilpferd nach rechts gehend, darunter in Abschnitt L ΔѠΔЄK, 12. Jahr, also 127/28. Im Feld links oben liest man die griechschen Ziffern IS = 16. Diese Zahlenangabe bezieht sich auf den für die Befruchtung der Felder idealen Pegelstandes des Nilhochwassers

Dattari 7750
35 mm
24,13 g
ex Ahlström, 1979



Zwei faszinierende Münzen, ich glaube, weitere Alexandriner folgen bestimmt.
 

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Kein wirklich frischer Neuzugang, aber hier noch nicht vorgestellt: Halbfollis Justinians aus Antiochia, 528-538, 8,13g Ae,
Sear 226 / Sommer 4.95 / MIBE 134. Zu dieser Münze gibt es Varianten, je nachdem wie die Buchstaben des Prägestättenkürzels um das Kreuz gestellt sind.
 

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Konstans II., Hexagramm, Konstantinopel 648-651, Sear 991 / Sommer 12.41, 6,62g Ag. Wo wir hier schon so lange kein Silber mehr hatten ...
 

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Ich möchte hier auch mein Scherflein beitragen und meine Neuzugänge mit euch teilen.

Konstans II. (mit Konstantinus IV.)
Solidus
Konstantinopel 654-659
Offizin 3
Sear 959
4,40 g Gold

Die Prägung ohne die üblichen Prägeschwächen entschädigt mich für das kleine Graffiti auf dem Revers.
 

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Als der "sanfte Usurpator" wird Romanos I. (920-944) in der Geschichtsschreibung bezeichnet, weil er sich den Thron ohne Gewalt aneignete und seinen Vorgänger - und Nachfolger! - Konstantin VII. Leben und Titel behalten ließ. Romanos versuchte nichtsdestotrotz, seine eigene Dynastie zu gründen; hier ist sein Ältester, Christophoros, als Mitkaiser zu sehen. Letztlich waren es dann aber die eigenen Söhne - Undank ist der Welt Lohn! -, die Romanos zur Abdankung zwangen und ihn die letzten Jahre im Kloster verbringen ließen. Unfähig und unbeliebt wie sie waren, gelang es Konstantin VII., die Söhne des Romanos auszuschalten und nach 24 Jahren Pause wieder den ersten Platz im Reich einzunehmen...
Solidus, 921-931, Konstantinopel, Sommer 36.5.
 

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Justinian I. , ein recht später Follis, Sear 163 / Sommer 4.20, Konstantinopel, Jahr 28 (554/55), 18,30g Ae.
Schön wäre auch Jahr 27 gewesen - das ist bis dato nämlich bei diesen Münzen als einziger Jahrgang noch nicht nachgewiesen...
 

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Neuerwerbung: Leon III., Solidus der ersten Serie dieses Kaisers, herausgegeben von 717-720. Sear 1502/Sommer 21.1; 4,53g. Zum Vergleich noch einmal der schon länger bei mir heimische Solidus der zweiten Serie ab 721, auf dem dann bereits Konstantin V. als Mitregent zu sehen ist.
 

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Tetricus I, Bronze- (oder sehr geringhaltiger Silbersud-?) Antoninian um 274 n.Chr., geprägt wahrscheinlich in Köln, wobei auch Trier als Prägeort in Betracht kommen könnte. Die selten gut ausgeprägte Rückseitendarstellung zeigt Laetitia (die römische Personifikation der Freude und der Fröhlichkeit) mit Kranz (links) und Anker (rechts). Gefischt in der Bucht für 24 Euro (ink. Versand) aus einem sehr oppulenten Angebot von mehreren hundert Münzen dieser Periode. Jahre später wurden diese und andere Tetricus-Ausgaben (infolge Mangels umlaufender Münzen?, wobei auch noch andere Gründe (Seigornage in Zusammenhang mit neu emittierten Antoninianden des Aurelians mit ca. 5 % Silbergehalt, Kennzeichnung der Stücke durch die Ziffern XX und XXI denkbar sind) immitiert, so genannte "Babarische Immitationen).

PS: nach dem persönlichem "Kelten-Debakel" und dem "Alexander-Schock" (Forenbeitrag mit gefälschten Silbermünzen aus der Zeit Alexanders des Großen und danach) war ich erst mal kuriert, was antike Münzen angeht. Deswegen habe ich mir auch die anderen Tetricus-Münzen vor dem Kauf sehr genau angesehen, die Auswahl hat mehrere Stunden gedauert). Dabei habe ich festgestellt, dass es sehr viele verschiedene Vorderseiten- und Rückseiten-Stempel waren. Und die Oberflächen und deren altersbedingte Beeinträchtigungen waren für mich auch plausiebel. Daher bin ich mir (subjektive Meinung / Bewertung) sicher genug, dass das von mir erworbene Stück auch authentisch ist. Viel mehr "Sicherheiten" hat man ja nun wirklich nicht mehr. Anders, als bei den Griechen kann ich zumindest auch lesen, was drauf steht.
 

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