Neuzugänge in Eurer Sammlung

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Justinian II., Follis, Konstantinopel 686/7, 8,3g Ae, Sear 1260/Sommer 14.9.
Vom Auktionshaus als Münze aus dem wohl noch nicht nachgewiesenen ersten Regierungsjahr angepriesen; ich meinerseits denke, I und II unterscheiden zu können.
 

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Gerne dürft ihr mir eure Meinung zu dem Stück sagen. Ist es vorzüglich? Bin in der Antike noch am Wissensaufbau… Danke!
 

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Gerne dürft ihr mir eure Meinung zu dem Stück sagen. Ist es vorzüglich? Bin in der Antike noch am Wissensaufbau… Danke!
Die allermeisten Händler/Auktionshäuser würden das Stück bestimmt als vz anbieten; das wäre bei diesem Stück für mich auch in Ordnung. Ich hab nur generelle Zweifel, inwiefern eine Erhaltungsskala, die doch erst einmal anhand und für maschinell geprägte/r Münzen aufgestellt wurde, für Handgeprägtes aus Mittelalter und Antike wirklich sinnvoll ist. Deshalb spielt die Erhaltungsangabe bei antiken Münzen für mich nur eine sehr untergeordnete Rolle. Ich frage eher, ob mir ein Stück vom Stil her gefällt und ob es klar bestimmbar ist. Wenn das gegeben ist, ist es für mich okay.
 
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Und noch einmal Justinian II., ein Follis aus der zweiten Regierungszeit dieses Kaisers (705-711), Konstantinopel 705,
Sear 1428 / Sommer 17.7, 3,45g Ae.
They never come back - das alte Boxsportmotto war diesem Herrscher wohl nicht bekannt. Nach 10 Jahren ohne Nase im Exil gelang es ihm, sich mit einer Handvoll Getreuer nach Konstantinopel einzuschleichen. Den amtierenden Tiberius III. und dessen Vorgänger Leontios, dem er das Exil zu verdanken hatte, ließ er umbringen. Auf seiner Münze betont er aber ausdrücklich seine guten Absichten: PAX/Frieden wolle er dem Reich wieder verschaffen, was dann eher so mäßig gelang...
Sein Sohn Tiberius war zum Zeitpunkt der Ausgabe dieser Münze gerade ein Jahr alt, wird aber fast gleich groß wie der Vater dargestellt, damit erst gar keine Zweifel an der Beständigkeit der Dynastie aufkommen. Auch darin sollte Justinian sich täuschen; er und Tiberius überlebten seinen zweiten Sturz nicht.
Justinian war wohl nicht das blutrünstige Monster, als das spätere Chronisten ihn beschreiben, aber jedenfalls auch kein Typ, dem man nachts im Park begegnen wollte. Sein immenses Selbstbewusstsein demonstriert die Jahreszahl XX - die Exilsjahre werden einfach mitgezählt, als ob es Leontios und Tiberius III. nie gegeben hätte...
 

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Johannes II. Komnenos (1118-1143), Hyperpyron, 4,29g.
Erworben als Sear 1939 / Sommer 60.2 - ein Exemplar aus Konstantinopel. Allerdings sind die Münzen der Zeit in Konstantinopel in der Regel ziemlich flach, während mein Stück erkennbar stark gewölbt ist, was eher den Prägungen aus Thessalonike entspricht. Könnte also auch Sommer 60.11 sein. Eine vollständige lesbare Umschrift würde helfen, diese ist aber, wie üblich bei diesen Münzen, stark verstümmelt.
 

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B555andi

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Gibt es denn außer der Wölbung und der (verstümmelten) Umschrift stilistische Unterschiede?
 
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Die Münzen aus Thessalonike sollen generell weniger sorgfältig geprägt sein als die aus Konstantinopel. Ohne ein Vergleichsexemplar aus der Hauptstadt zur Hand zu haben, lässt sich da aber schlecht was zu sagen ... greifbare Abbildungen im Netz oder Büchern taugen in der Hinsicht kaum was ... kann also noch dauern, bis ich mich entscheiden kann.
Außerdem sind auch noch die Münzen von Johannes III. denen von Johannes II. sehr ähnlich. Da habe ich allerdings ein Stück zum Vergleich; der geringere Durchmesser der Münzen bei J. III. ist ein Hinweis. Außerdem könnte man da theoretisch auch eine Materialanalyse machen, da der Goldgehalt bei J. III. deutlich geringer wäre als bei J. II.
 
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Ach ja, beim Auktionshaus kamen direkt nach meinem Los Nummern aus Thessaloniki mit entsprechendem Aussehen. Kann also sein, dass da einfach ein Beschreibungsfehler passiert ist. Letzten Endes geht es mir um den Kaiser, nicht die Prägestätte...
 
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Romanos I., Miliaresion, Konstantinopel 931-944, 2,84g Ag, Sear 1755/Sommer 36.12.
Wie weiter oben schon angedeutet, war die Frage der Nachfolge bei diesem Kaiser etwas kompliziert: Nachdem sein ältester Sohn Christophoros 931 verstorben war, nahm er seinen (abgesetzten) Schwiegersohn Konstantin VII. wieder als Nr. 1 in die Rangfolge auf; hatte aber gleichzeitig noch die Hoffnung, einer seiner nachgeborenen eigenen Söhne, Stephanos oder Konstantin, würde die Nachfolge übernehmen. Wie es ausging, siehe #357 - wie geht das noch mal mit dem verlinken?
 

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