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NS Raubkunst

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Hallo liebe Mitforisten,

heute morgen im Radio auf dem Weg zur Arbeit vernahm ich diese Meldung zu wiederentdeckter Raubkunst und stellte mir die Frage inwieweit das Risiko, Raubgut zu erwerben, auch auf uns zutreffen könnte.

Ich meine, dass die Nazis die Juden damals reihenweise "enteignet" haben und massenhaft wertvoller Güter jeglicher Coleur entzogen haben ist bekannt. Neben den bekannten Kunstwerken, Büchern, Teppichen & Co. werden ganz sicher auch Mengen an Münzen in den Fundus der Nazis übereignet worden sein.

Könnten somit nicht auch diverse beriebene oder getauchte Münzen aus eben solchen Enteignungen stammen und gäbe es an dieser Stelle überhaupt irgendeine Möglichkeit ein solches Stück zum ursprünglichen Besitzer zurück zu verfolgen, dessen Nachfahren dann Ansprüche geltend machen könnten?

Oder könnte ein mit einer Nummer versehenes Stück als Nachweis zur Zugehörigkeit zu einer Sammlung dienen?
 
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Ich vermute diese und ähnliche Auktionen waren aus solchen Quellen gespeist : Im Auftrag einer Reichsbehörde...

Ausser ausgemachte Raritäten, von denen möglicherweise alte Beschreibungen existieren, dürften die meissten Münzen zu anonym sein, um so weit zurückverfolgen , wem sie mal gehört haben.

Ich hoffe , irgendwelche überkandidelten Gutmenschen kommen nun nicht auf die Idee, vorsorglich alle Münzsammlungen zu beschlagnahmen, um zu überprüfen, obs nicht doch geht, in diesen Kulturgesetzzeiten weiss man nie.
 
Zuletzt bearbeitet:

Raphael

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Es dürften vor allem sehr viele Goldmünzen sein, die damals enteignet wurden.

Die Schweitzer Banken haben dabei eine unrühmliche Rolle beim sauberwaschen solcher Vermögensgegenstände gespielt.

Ein Besitznachweis anhand einer Münze dürfte unmöglich sein.
 
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Enteignet und geraubt wurden sicher tausende Münzen, aber das nachzuweisen, ist wohl nur bei einzigartigen und gut dokumentierten Stücken möglich. Der Rest ist anonyme Masse.
Sollte einer dieser Gutmenschen auf die Idee kommen, meine Sammlung anfingern zu wollen, setzt es was!
Da hört der Spaß auf.
Fragt ja schließlich auch keiner mehr, woraus die Spanier ihre Goldmünzen gemacht haben. Der Inka-Schutzbeauftragte würde aufschreien. ;)
 
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Das die "normale" Sammlung schlicht nicht zurückverfolgbar ist, zu dem Schluss kam ich auch.

Mir kamen dann aber die heute seltenen und recht wertvollen Münzen in den Sinn (ein FdW z.B.) oder eben solche Stücke die durch Sammlerzeichen (Tuschenummern) u.U. eindeutig zugeordnet werden könnten.
 
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Das die "normale" Sammlung schlicht nicht zurückverfolgbar ist, zu dem Schluss kam ich auch.

Mir kamen dann aber die heute seltenen und recht wertvollen Münzen in den Sinn (ein FdW z.B.) oder eben solche Stücke die durch Sammlerzeichen (Tuschenummern) u.U. eindeutig zugeordnet werden könnten.

Es läuft nach dem alten Grundsatz "Wo kein Kläger, da kein Richter".
Und ich denke, dass es selbst bei einem FdW sehr schwer sein wird, das eine geraubte o.ä. Exemplar haargenau zuordnen zu können. Tuschenummern sind entfernbar und außerdem wird einer, der solche Münzen besitzt sicher sehr diskret sein.
Bei Bildern ist das einfacher, da es alles Unikate sind. (Fast-)Unikate bei Münzen fallen mir wirklich nur sehr wenige ein, z. B. der 1933er St. Gaudens Double Eagle
 
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Das die "normale" Sammlung schlicht nicht zurückverfolgbar ist, zu dem Schluss kam ich auch.

Mir kamen dann aber die heute seltenen und recht wertvollen Münzen in den Sinn (ein FdW z.B.) oder eben solche Stücke die durch Sammlerzeichen (Tuschenummern) u.U. eindeutig zugeordnet werden könnten.

Tuschenummern und Sammlerzeichen sind ohne ein entsprechendes Register vermutlich schwer als Nachweiss zu verwenden. F dW ist wohl noch zu modern, als das man genau ein bestimmtes Exemplar identifizieren kann, bei Münzen vor ca 1800 kann dies schon eher möglich sein, da hier technisch bedingt lauter Unikate anfallen. Allerdings besteht auch hier das Dokumentationsproblem.
 
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"Wo kein Kläger, da kein Richter"

Allerdings besteht auch hier das Dokumentationsproblem.

Nach diesen Aussagen werde ich es wohl bei mir im Kopf jetzt halten und mich meiner Sammlung erfreuen ... auf das sie bei mir bleibt :cool:

Danke!

... in diesen Kulturgesetzzeiten weiss man nie...

... in der Hoffnung das es uns diesbezüglich in Frieden lässt
 

Heinz-Rudolf

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Ich grüße euch!
Es ist auch daran zu erinnern, das in der DDR systematisch wertvolle Sammlungen (auch Münzen)
mit Steuerforderungen und Gefängnis abgepresst wurden
Die KOKO hat diese Dinge dann in die "Devisenländer" vertickt.
Vermarktet wurden diese Münzen von renommierten Häusern, denen die Herkunft bekannt und egal war.
Bei "modernen" Münzen mag die Anonymität noch funktionieren.
Aber bei mittelalterlichen Stücken sieht die Sache ganz anders aus.
Ich denke schon, dass es noch mehrere Sammler gibt die traurig und fassungslos "ihre" Stücke in Museen und in Katalogen
sehen.
Sie sind chancenlos, es sei denn, sie sind heute US-Amerikaner mit jüdischem Background.
Viele Grüße
Heinz-Rudolf
 
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