Nur noch $ Zeichen in den Augen?

Raphael

Super-Moderator
Teammitglied
Registriert
23.12.2001
Beiträge
13.053
Punkte Reaktionen
1.205
Hallo Münzfreunde

Ist mein Eindruck denn so falsch?

In vielen Beiträgen kann man es sehr deutlich rauslesen, das durch den zur Zeit grassierenden Eurowahn viele Sammler nur noch hinter der schnellen Mark (schneller Euro hört sich noch etwas seltsam an) her sind.
Ob es sich um sogenannte Fehlprägung handelt nur weil jemand mit dem Hammer draufgehauen hat oder ein Euro besonders schöne Delle, Kratzer oder Kerbe hat - Hurra die Münze bringt bestimmt einen super Gewinn!

KMS und Starter werden zum 30 bis 40 fachen Ausgabepreis angeboten und sogar gekauft!

Hallo, wach werden! Wenn aus Münzsammler Händler werden, wer soll dann die Münzen sammeln?

Ich kann es mir vorstellen, dass sogar die Händler (seriöse) über diese Entwicklung besorgt sind. Auf die schnelle gemachte Gewinne sind zwar toll, bringt auf lange Sicht gar nichts, wenn der Markt kaputt gemacht wird.

Ein enttäuschter Sammler, der Hunderte Euros investiert hat und nach einigen Monaten feststellt wie Mögliche Wertsteigerungen stagnieren oder gar sinken, wird das Interesse an sammeln schnell verlieren.

Vergessen wir nicht die vielen Schüler die das Münzsammeln erst für sich entdecken und dann doch nur Festellen müssen - tja es ist ein schönes Hobby, ABER nichts für mein Portemonnaie!

Gruß
Raphael
 

Tom 064

Schwabe
Registriert
17.10.2001
Beiträge
1.559
Punkte Reaktionen
2
Website
Website besuchen
Hallo !

Was denn sonst? Münzen scheinen Aktien abgelöst zu haben. Was da zur Zeit überall abgeht, da graust es einem schon. Der Markt wird zur Zeit von der Käuferseite beherrscht. Es ist m. E. wie vor dem Zusammenbruch des neuen Marktes. Da rennen Leute, die vor einem Jahr noch nicht mal wussten, was KMS bedeutet, den Händlern die Bude ein, aus reiner Gier nach einem Spekulationsgewinn.

Das geht allerdings nicht mehr allzulange gut. Die Preise für Münzen gehen nicht unentwegt wie ein Fahrstuhl nach oben. Das spätestens dann, wenn viele ihre "Schätze" verkaufen wollen und merken, dass keine Käufer mehr da sind, die überzogene Preise zahlen können. Dann gehts wieder abwärts.

Schöne Grüßé
tom
 
Registriert
17.10.2001
Beiträge
104
Punkte Reaktionen
1
Website
www.waldecker-muenzen.de
@ Raphael

Du sprichst mir aus der Seele.

Bin gespannt, wie lange es dauert, daß die "Aktientrader" sich wieder dem DAX zuwenden.

Auch das unkommentierte Bewerten aus Katalogen heraus ist doch recht unseriös. Selbst mit Scan ist eine online-Bewertung doch sehr kritisch. May be - bei diesen "Schätzen" wohl nicht wichtig.

Schau'n mer mal
 
Registriert
18.10.2001
Beiträge
315
Punkte Reaktionen
0
Website
Website besuchen
Ebay Username
eBay-Logo Taucher48
re

Hallo
ich bin ganz eurer Meinung.Aber wenn ein Sammler eine Münze hat die er nicht beziffern kann dann frägt er halt nach,und das er dann denn eventuellen wert wissen will ist doch selbstverstänlich.
ich selber habe ca.2500 Münzen alles mögliche antik,Kaiserreich,Weimarer,3.Reich,BRD und noch einiges an ausländischen Münzen und habe bis vorkurzem mich über denn Wert der Münzen überhaupt nicht interesiert sondern einfach nur gesammelt.Seit ich in diesem Forum bin nehme ich natürlich die gelegenheit wahr um einen kleinen überblick über denn wert meiner sammlung zu bekommen.Über Fehlprägungen und Varianten habe ich vorher überhaupt nichts gewusst.:confused:
wenn ich den wert einer münze erfahren möchte ,beteutet das nicht das ich sie verkaufen möchte
ein schönes wochenende noch
glock :D
 
Registriert
17.10.2001
Beiträge
3.461
Punkte Reaktionen
87
Website
www.textdienstleister.de
Sammeln oder Spekulieren?

Ich mache mir nicht die Mühe, den Wert meiner Sammlung festzustellen - schließlich möchte ich weiterhin an ihrer Vervollständigung und Pflege Freude haben und sie nicht verkaufen. Insofern finde ich die in den bisherigen Beiträge zu diesem Thema zum Ausdruck kommenden Haltungen sympathisch.

Dennoch möchte ich einen weiteren Aspekt ins Spiel bringen: Die meisten MünzsammlerInnen haben wohl akzeptiert, daß es MünzhändlerInnen gibt, die mit unseren Sammelobjekten Geld verdienen. Spricht eigentlich - außer manchen unseriösen Einschätzungen und fehlender Sachkunde - etwas dageben, ebenso das Horten von und das Spekulieren mit Münzen als eine legitime Beschäftigung zu akzeptieren?

Selbstverständlich bleibt es sinnvoll, diesen Tätigkeiten Nachgehende vor überzogenen Erwartungen zu warnen und ihr Wissen zu mehren. Nur frage ich mich, ob wir SammlerInnen auf diesen Personenkreis herabblicken sollten - schließlich blicken HändlerInnen ja auch nicht auf uns herab.
 
Registriert
01.12.2001
Beiträge
187
Punkte Reaktionen
0
Website
Website besuchen
Ein paar der unsinnigen Übertreibungen sind zum Glück schon auf dem Rückzug. So sind zum Beispiel die heutigen Starter-Kit-Preise kein Vergleich zu denen vor einem Monat.
Da kann ich als Münzsammler ja bald (jetzt noch nicht) zuschlagen, um die Dinger aufzureißen und ein paar frische Ausländer für meine Sammlung zu bekommen - vor allem die von 1999-2001. Das waren ja bisher utopische Preise.

Aber ich denke, daß wir bei der Massenware jetzt schon über den Hochpunkt hinweg sind. Aber bei seltenen Münzen und Sätzen (z.B. San Marino, Vatikan, Goldmünzen...) hab ich noch keine so rechte Ahnung, wo es hingeht:confused: .
 

Manuel

Guest
Registriert
17.10.2001
Beiträge
959
Punkte Reaktionen
0
Sorry wegen dem "x", wollte nur schauen, ob dass mit dem Nachrichtwen versenden wieder klappt.


Zu den $:

Ich persönlich finde es auch besser wenn man schöne, teure und gesuchte Stücke in seiner sammlung hat, aber die Leute, die nur am Kaufs- und nochmehr, Verkaufspreis interessiert sind, sind für mich keine Numismatiker sondern reine Spekulanten
 
Registriert
24.10.2001
Beiträge
339
Punkte Reaktionen
0
Website
Website besuchen
Steigen oder Fallen der Preise

... entstehen eben durch Angebot und Nachfrage.
Derzeit ist die Nachfrage nach BRD- und auch Euro-Mz. eben extrem hoch - kann sich aber auch wieder nach unten bewegen, siehe BRD-Gedenkmünzen, Extrembeispiel sind ja 10 DM PP... wobei ich hoffe, dass die irgendwann wieder ein wenig über den Nennwert steigen werden.

Für ausländische Euro würde ich keinen Cent extra ausgeben, zu überlegen ist dies nur bei den Kleinstaaten wie San Marino, Vatikan und Monaco, aber die werden ja hauptsächlich sehr teuer (für mich zu teuer) in Sammlersätzen verkauft - und neben Auflage ist auch die Nachfrage entscheidend, die bisher wohl eher begrenzt war. Vielleicht hat sich das durch die Gemeinschaftswährung geändert?

100 Euro für einen Satz finnischer Euro-Mz. sind viel zu viel, auch bei den finn. 1 und 2 EC, die offenbar nicht in Umlauf kommen werden??

Lieber Euro-Rollen durchwühlen - und mit Münzensammeln ist auf Dauer nicht wirklich Geld zu verdienen! Ist auch hoher Zeit-Aufwand.
 

Tom 064

Schwabe
Registriert
17.10.2001
Beiträge
1.559
Punkte Reaktionen
2
Website
Website besuchen
Morgen zusammen !

Vergessen wir aber nicht, dass wir eines der wenigen Hobbys haben in die man nicht nur Geld reinsteckt. Wir haben Geld "rumliegen" und wir können - zu Not - auch Geld rausholen.

Auch fantastisch, oder ?

Schönene Sonntag!:p
 
Oben
Sie nutzen einen Adblocker

Sicherlich gibt es Seiten im Internet, die es mit Werbung übertreiben. Dieses Seite gehört nicht dazu!

Aus diesem Grunde bitte ich Sie, Ihren Adblocker zu deaktivieren. Danke!

Ich habe den Adblocker für diese Seite ausgeschaltet