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Original (?) 100 Euro in Plexiglas

Dieses Thema im Forum "Münzauktionen im Internet" wurde erstellt von alex11, 8. September 2004.

  1. Lolo!

    Lolo!

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    Na ja, gehen wir mal davon aus, irgendjemand würde es mithilfe irgendeines wundersamen Mittels schaffen, den Schein unbeschadet aus seinem Gefängnis zu befreien: ich glaube kaum, dass irgendeine Bank den Schein nicht annehmen würde. Oder der Händler um die Ecke. Wüsste ja keiner, wo der Schein vorher dringesteckt hat. Und das genannte Urteil kennen wohl auch die wenigsten.
     
  2. RomanSchneider

    RomanSchneider

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    Theoretisch

    Dies ist eine ziemlich theoretische Betrachtung. Da es nicht möglich ist, den Schein unbeschadet zu entnehmen, - es gibt schlichtweg weder einen physikalischen noch eine chemischen Weg, dies unbeschadet zu extrahieren,- gibt es auch nicht die Möglichkeit, den Schein "unbemerkt" in den Zahlungskreislauf zu bringen. Da dies so ist, bliebe nur der Weg über die LZBs oder EZB oder die jeweiligen Nationalbanken. Diese nehmen einheitlich den Schein NICHT an (zudem sind die Nummern registriert).
     
  3. webmantz

    webmantz

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    Ich finde die ganze Sache schon lustig. Da bringt die EZB Geldscheine in Umlauf - wenn auch außergewöhnlich verpackt - und weigert sich dann, diese als Geldscheine anzuerkennen. In der Begründung der EZB wird darauf hingewiesen, daß es kein Geldschein sei, weil er ja aus Acryl besteht. Finde ich an den Haaren herbeigezogen, denn der Schein selbst besteht ja nicht aus Acryl, sondern nur seine Verpackung.

    Ich denke, hier haben ein paar Herren/Damen bei der EZB einfach nicht nachgedacht, bevor sie die Aktion gestartet haben.

    Übrigens, die Tatsache, daß das Gericht sich nicht dazu geäußert hat, ob es sich bei dem Schein um ein gültiges Zahlungsmittel handelt, deutet auf jede Menge Problembewusstsein hin. Denn, würde das Gericht bestätigen, daß es sich nicht um ein gültiges Zahlungmittel handelt, dann hätte die EZB das nächste Problem: sie hätte eindeutig Falschgeld in Umlauf gebracht.

    Ich glaube übrigens auch nicht an die vielbeschworene "Tatsache", daß der Geldschein nicht aus seinem Gefängnis befreibar wäre. Mit genügend Sachverstand, Zeit und technischen Mitteln ist das sicher möglich. Vielleicht sollte man so einen Block mal jemandem geben, der mit der Aufbereitung/Erhaltung von archäologischen Funden Erfahrung hat.

    Gruß, André
     
  4. RomanSchneider

    RomanSchneider

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    Alles schon passiert...

    ... da haben sich schon Chemiker, Physiker, Archäologen, Professoren daran versucht, er ist nicht sauber zu extrahieren.

    Niemand kann ja auch ernsthaft glaubhaft machen, daß er sich darauf verlassen hat, etwas für 60 Euro zu kaufen, was man sofort für 100 Euro umtauschen kann... :)))

    Der nächste kauft dann Briketts aus 100-Euro-Papierschnitzeln, die zusammen 100.000 Euro ergeben und hätte das dann gerne umgetauscht...da er das Brikett ja auch für 10 Euro gekauft hat... :))
     
  5. webmantz

    webmantz

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    Quelle?

    Aber sicher doch, auf diesem Prinzip beruht das kapitalistusche Wirtschaftssystem, daß man etwas zu einem Preis X kauft und möglichst bald zu einem höheren Preis Y wieder loswird.

    Der Fehler im vorliegenden Fall liegt darin, das die EZB ganz offiziell Banknoten unter Nominalwert abgegeben hat. Dabei hat sie offensichtlich nicht darüber nachgedacht, was passieren könnte. Nämlich das jemand auf die Idee kommt, die Scheine wegen Beschädigung umzutauschen.

    Hätten Sie darüber nachgedacht, dann hätte das auf dem Echtheitszertifikat, welches meines Wissens mit den Acrylblöcken ausgegeben wurde, eindeutig gestanden, daß es sich hierbei nicht um offizielles Geld handelt. Stand das darauf?
    Vielleicht hat ja jemand so ein Zertifikat und kann mal einen Scan davon hier einstellen.

    Interessant ist noch, daß bei eBay jede Menge Auktionen laufen, wo dieser Block verkauft wird mit dem Hinweis, daß es sich um einen echten 100 Euro Geldschein handelt. Machen sich die Verkäufer nun mit dieser Aussage strafbar? Bringen die möglicherweise Falschgeld unters Volk?

    Gruß, André
     
  6. RomanSchneider

    RomanSchneider

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    Wer einen 100-Euro-Schein

    für unter 100 Euro kauft, kann nicht darauf vertrauen, daß man ihn zu 100 Euro einlösen kann.

    Zertifikate gibt es meines Wissens nur von Privatfirmen.

    Derjenige, der den Gerichtsprozeß verloren hat, hat ja 4 Wochen Zeit, dagegen Berufung einzulegen... :)))

    Die Chancen dürften gegen Null streben...
     
  7. Marvek

    Marvek Mitgliedschaft beendet

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    Gibts nicht. Tatsächlich ist aus chemischer Sicht der Stand der Dinge so, dass es schon möglich ist, aber eben sehr teuer wäre.
     
  8. Lolo!

    Lolo!

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    Wenn das tatsächlich so ist und ich die finanziellen Möglichkeiten hätte (sprich: Geld einfach so aus Spaß zum Fenster rauswerfen könnte), dann würde ich mir doch glatt den Spaß erlauben und so einen Schein "befreien" lassen, um ihn danach in den Umlauf zu geben. Wenn diesen Schein dann nach einiger Zeit das Schicksal aller Scheine ereilt und er aus dem Verkehr gezogen wird, würde ich gerne die verdutzten Gesichter derer sehen, die bei der Erfassung der Seriennummer des Scheines feststellen, dass dieser aus den Acrylblöcken stammt. Wie schnell dann wohl plötzlich die restlichen Acrylblöcke aus den Shops der EZB verschwunden wären?!? :p :D
     
  9. ncc1701d

    ncc1701d

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    So etwas....


    .... kann ja nur in Ökonom von sich geben.:wut:

    Wie ich schon vor langer langer Zeit schrieb, ist es möglich dn Acrylblock chemisch auzulösen, ohne den Geldschein zu beschädigen.

    Leider sind die dafür benötigten Materialien bzw. Chemikalien zu teuer. Auch mit der Energiebilanz sieht es nicht so günstig aus.

    In diesem Sinne

    Beate
     
  10. Gerhaad

    Gerhaad

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    Ich denke gleichfalls, daß man die Teile halbwegs heile wieder rauskriegt. Und gar zu teuer dürften die Mittelchen nicht sein, die mir dabei zuerst einfallen. Lohnt sich aber dennoch bestenfalls im größeren Maßstab, oder um der LZB um jeden Preis doch noch eine Nase zu drehen.

    Auch wenn es letztlich nur ein Nebenschauplatz ist: Das Gericht hat sich in diesem Falle, wie meistens :mad: , auf die Seite des Goliaths geschlagen, ohne die eigentliche Rechtsfrage auch nur ansatzweise zu klären.

    Ansonsten stimme ich webmantz ziemlich weitgehend zu: Die Bank gibt unter Nominal Geld aus, das aussieht wie echt, in der eigenen (!) Werbung für echt erklärt wird, echte Seriennummern, echte Sicherheitsmerkmale, echtes Sonstwas hat, aber keinen Aufdruck 'Muster' - und ziert sich dann, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Das ist zumindest grob unüberlegt.

    Wie gut, wenn man im Notfall ein paar willfährige Richter findet :p
     
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