www.honscha.de

Paar Fragen zu Anlagegold

Dieses Thema im Forum "Edelmetalle" wurde erstellt von Eismünze, 15. Mai 2014.

  1. Rollentöter

    Rollentöter

    Registriert seit:
    2012
    Beiträge:
    1.899
    Zustimmungen:
    520


    Bisher habe ich noch keine verifizierbare Qulle gefunden (die Firma, die mit den Fälschungen ihre Geräte bewirbt, betrachte ich nicht als neutral, zumal die diese Frage auch nie klar beantwortet haben), die von einer Wolfram-Kern-Münze berichtet, die tatsächlich in Gewicht und Volumen mit dem Original übereinstimmt. Die immer genannten Krugerrands weichen um mindestens 6% ab. Zwar hat Wolfram das selbe spezifische Gewicht wie Gold, aber es ist nicht weich sondern hart wie Bergkristall und daher nicht prägbar (Bei hohem Druck springt Wolfram, bevor es sich verformt; Äh ... und woraus müßte der Prägestempel sein?). Um Wolfram zu verprägen muß es legiert werden und dadurch sinkt (zum Glück) das spezifische Gewicht.

    Es gibt eine Firma in China, die offen diese Wolfram-Fälschungen (Äh ... offiziell ungekennzeichnete Nachprägungen) anbietet (bisher offenbar Monopolist bei den Münzen). Und die räumen selbst ein, daß sie keine prägbare Legierung über 16,2 (Wolfram-Ruthenium Legierung) herstellen können (999er Gold 19,3; 916er Gold = Krügies 17,6). Und diese "schweren" Wolframmünzen kosten bei denen fast soviel wie das Original (bei 1-Unzen-Münzen). Die "normalen" Wolframkern-Münzen (für die sie werben und die billig sind) mit Wolfram-Silber- bzw. -Kupfer-Legierung weichen um ca. 13 % von den Originalen ab (bei 916er Gold!).

    Bei "dicken" Barren kann ich einen Rein-Wolframbarren entsprechend ummanteln. Bei "Türstoppermünzen" vielleicht auch, aber bei allem, wo die Prägung auch den Wolframkern trifft ...

    Vielleicht doch ein Grund für kleine Stückelungen.
     
  2. Suardone

    Suardone

    Registriert seit:
    2014
    Beiträge:
    177
    Zustimmungen:
    58
    Der Ohm Krüger sieht da auf den ersten Blick schon ganz verkehrt aus.:eek: Aber auch, wenn das einmal gut gemacht würde: Um den Springbock herum sieht man die Oberfläche durch die Prägung spezifisch verändert (verzogen/verlaufen). Das bekommt man bei der nicht geprägten - Wolfram kann man wegen seiner Sprödigkeit nicht prägen - Münze nicht hin. Grundsätzlich kann man alles fälschen. Bei einem Barren gibt es nur eine kleine schwer zu fälschende Fläche (Prägung), während bei einer Münze etwa 100% der Fläche aus einer Prägung besteht. Mehr geht nicht. Bei kleineren Münzen ist die Prägefläche pro Masse noch höher. Nochmals, man kann alles fälschen, aber darum geht es hier nicht. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Echtheit von Münzen ist unendlich viel leichter zu prüfen, als die von Barren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. September 2014
  3. Suardone

    Suardone

    Registriert seit:
    2014
    Beiträge:
    177
    Zustimmungen:
    58
    Exakt. Was für eine Mühe pro Gramm Gold!
     
  4. Münzadler

    Münzadler Moderator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    2010
    Beiträge:
    9.859
    Zustimmungen:
    3.152
    Unendlich viel leichter finde ich etwas übertrieben,
    letztendlich würde dem Satz aber gut stehen. ;)
     
  5. Schlesier

    Schlesier

    Registriert seit:
    2012
    Beiträge:
    922
    Zustimmungen:
    331
    Es geht doch aber im allgemeinen um Anlagegold.
    Sammler wissen sicher,oder sollten wissen, worauf sie achten sollen.

    Aber Tante Trude und Oma Lieschen, die Ihren Enkeln etwas wertstabiles unter den Gabentisch legen wollen? Von diesen, kann man sicher kein Münzwissen und Fälschungsmerkmale voraussetzen. Da dürften diese mit einen Barren ,incl. Zertifikat besser bedient sein.

    Allerdings, wenn eine Münze auch krottig gefälscht wurde, kann diese immer noch aus Gold bestehen. Daher erschließt sich mir immer noch nicht, weshalb eine Münze besser (auf deren Goldgehalt) zu prüfen sei, als ein Barren.
     
  6. Rollentöter

    Rollentöter

    Registriert seit:
    2012
    Beiträge:
    1.899
    Zustimmungen:
    520
    Meinst Du die Kunden der "Münzhandelshäuser"? Für die braucht man keine Fälschungen um denen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die scheinen nie auszusterben.

    Anleger sollten auch wissen, worauf sie beim Kauf achten müssen. Tun sie das nicht, so ... (Auch die sterben wohl nie aus).


    Das Testen von Barren und Münzen ist zwar gleich aufwendig, aber bei Münzen kommt drei Punkte dazu.
    1) Ich muß dort nicht nur das Material sondern auch die gesammte Prägung fälschen (aufwendiger und teurer für die Fälscher).
    2) Nicht jede Technik, die bei "dicken Sachen" funktioniert ist auch bei "dünnen Dingern" anwendbar (also gibt es gewisse Fälschungen praktisch nicht).
    3) Die Aufwand-Stück-Kosten sind umso höher je kleiner das Stück. Die Anfertigung z.B. eines Prägestempels kostet ziemlich das Gleiche, egal ob für eine 1/10-Unze- oder 1-Unze-Münze (gilt für Prägestätten wie Fälscher), der Verkaufspreis ist aber etwa um den Faktor 10 unterschiedlich, warum also "teuer" das "billige" fälschen. U.U. "lohnt" sich bei kleinen Stücken der Aufwand für den Fälscher gar nicht mehr. Und Münzen sind meist kleiner als Barren (o.k. es gibt auch 1g-Barren und 10-Unzen-Münzen).

    P.S.: Wenn die Fälschung krottig schlecht ist, läßt man beim Kauf sowieso die Finger davon. (Gilt für Sammler und Anleger).
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. September 2014
  7. Suardone

    Suardone

    Registriert seit:
    2014
    Beiträge:
    177
    Zustimmungen:
    58
    Wenn eine ANLAGEgoldmünze grottig gefälscht ist, wird sie in aller Regel eben NICHT aus entsprechendem Gold bestehen. Denn anderenfalls wäre der Aufwand der Fälschung ja sinnlos.

    Ergänzung:
    Wieso kann man Münzen besser prüfen als Barren?: U. a. weil es für Münzen diese genialen Dinger zur Dichteprüfung gibt:

    http://www.youtube.com/watch?v=u4Xsux7ahzE"]

    Und vor dem Hintergrund, daß Wolframfälschungen in Zukunft voraussichtlich optisch besser und gefährlicher werden, ist offenbar dieses hier in Vorbereitung:eek: (Anfang ggf. überspringen):

    http://www.thefisch.com/cgi-bin/fisch/shownews.pl?id:1402752658"]
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2014
  8. Suardone

    Suardone

    Registriert seit:
    2014
    Beiträge:
    177
    Zustimmungen:
    58
    Übrigens: Von jedem Barrren mit individualisierbarer Nummer würde ich aus Rechtsgründen ABRATEN. Wenn jemand beweist, daß ihm DIESER Barren gestohlen war, muß man ihn ersatzlos herausrücken (es sei denn, man hat ihn 10 Jahre gutgläubig ersessen - Thema Gurlitt läßt grüßen.) Bei nicht individualisierbaren Barren und Münzen ist man zumindest de facto auf der sicheren Seite.

    (Ich finde Fahndungssachen putzig, wo die Polizei mitteilt, daß irgendwo auch 3 Krügerrand gestohlen wurden und dann ein Beispielsbild einstellt, damit man weiß, wie ein Krügerrand aussieht. Vielleicht sollten sich mal alle Melden, die einen Krügerrand gesehen haben...:rolleyes:)
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2014
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese Ihrem Erleben anzupassen und Sie nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn Sie sich weiterhin auf dieser Seite aufhalten, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden