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Petition für generelle Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen gestartet

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von DDresdner, 6. März 2019.

  1. Tobias Honscha

    Tobias Honscha Administrator

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    Wobei die Kollisionen mit plötzlich auftauchenden Wänden auf der Autobahn seltener sind, als Frontalcrashs nach riskanten Überholmanövern auf der Landstraße.
     
  2. DDresdner

    DDresdner

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    Ich habe auf deutschen Autobahnen schon kilometerweit und stundenlang im Stau gestanden wegen ZIG Unfällen beim Freitags-Heimreiseverkehr. Auf Landstrassen noch nie, auf französischen Autobahnen noch nie.
     
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  3. Fusselbär

    Fusselbär

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    Ansich bin ich gegen jede bevormundung.
    Laut irgendeiner Studie (wo mir aktuell nicht einfällt wo und wer sie erstellt hat), würde ein Tempolimit auf 130 Km/h auf Autobahnen in D, ca. 100 Verkehrstote im Jahr vermeiden. Dieses Argument (so es denn stimmt) ist für mich anlass genug für ein Tempolimit zu sein.
    Und ich nehme es keinen übel dagegen zu sein!
    Achso, ich zahle keine Kirchensteuer. Auch nicht wenn ein Tempolimit kommt.
     
  4. Tobias Honscha

    Tobias Honscha Administrator

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    Ja, Deutschland ist ein beliebtes Land für Transporte und Reisende aller Art ;)

    Subjektive Warnehmungen schützen nicht vor der Realität.... : (Unfälle auf Autobahnen vs. Unfälle auf anderen Straßen außerorts)
    Straßenverkehrsunfälle außerhalb geschlossener Ortschaften - DVR
    Straßenverkehrsunfälle auf Autobahnen - DVR
     
  5. numisfreund

    numisfreund Moderator Mitarbeiter

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    Entscheidend für ein sicheres Autofahren ist der "Flow", ein mit etwa gleichem Tempo gemeinsames "Dahingleiten" der Verkehrsteilnehmer. Drängler und Raser stören hier extrem. Kriecher natürlich auch.
    Daher bin ich für ein angemessenes Tempolimit auf den Autobahnen und unterstütze die Petition.
     
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  6. jjjaaade

    jjjaaade

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    Ich fahre berufsbedingt ca. 65.000 Km/anno und zwar hauptsächlich in Deutschland und zu 20% in Österreich.
    Fakt ist: Geschwindigkeiten über 160 sind auf 90% der deutschen Autobahnen zwschen 5:30 und 20:00 Uhr selten stressfrei zu erreichen, da es einfach das enorme Verkehrsaufkommen nicht mehr hergibt.
    In Österreich gibt es ja sowieso die 130er Beschränkung - Tempomat rein und einen starken Kaffee dabei, da die Einschlafgefahr dort für mich riesig ist. Die Drängler gibt's dort übrigens genauso - es macht ja keinen Unterschied ob jemand bei 130 oder 180 drängelt.

    Wenn es in Deutschland leer ist, fahre ich gerne auch mit >200 von A nach B - ohne Drängeln und Lichthupe - aber dafür muss man im Grunde abends/nachts fahren, damit das über eine längere Distanz Sinn macht.

    Von daher mein Urteil: Eine Beschränkung auf 130 würde an der Durchschnittsgeschwindigkeit in Deutschland relativ wenig daran ändern, wann man das Ziel erreicht, da das Verkehrsaufkommen die möglichen Geschwindigkeiten von selber regelt.
    Idioten wird es weiterhin geben, ebenso wie Kriecher und notorische Mittefahrer und Kopf-Schüttel-Verkehrsgefährder
    Ich bin grundsätzlich gegen Beschränkungen, sehe dem aber aufgrund des tatsächlichen Effektes gelassen entgegen, zumal sich dieses Thema bei mir persönlich eher in Richtung Umweltschutz bewegt und da macht eine Beschränkung durchaus Sinn, zumindest solange wir mit fossilen Brennstoffen oder Strom aus fossilen Brennstoffen unterwegs sind.

    Zukunft des Autofahrens - das war selten so spannend, wie momentan. Wahrscheinlich werden unsere Enkel in 50 Jahren im Zeitalter des autonomen elektrischen Fahrens im Carsharing Modell kopfschüttelnd die Geschichte vom Opa anhören, wie er mit 200 alleine in einem stinkenden 6 Zylinder über ungeregelte Autobahnen gekachelt ist.
     
  7. Schneeflocke78

    Schneeflocke78

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    Das so eine Petition von der Kirche kommt, finde ich schon seltsam genug. Sie sollten erst mal vor ihrer eigenen Tür kehren und u.a. die Finger von Kinder lassen und die Vergangenheit diesbezüglich aufarbeiten.

    Zum Tempolimit:

    Ich bin gegen ein Tempolimit. Ich bin kein Raser, ganz sicher nich.
    Meine "Reisegeschwindigkeit" liegt bei 160km/h und diese möchte ich fahren dürfen, wo es geht.

    Es gibt Zahlen für Deutschland, aber wie viele Autobahntote hat es in Frankreich oder in Österreich?

    Sind es wirklich weniger? Ich bezweifle es.

    Und vor allem, was nutzt ein Limit, was aufgrund massivem Kontrollmangels eh nicht durchgesetzt werden kann.
    Eher befürworte ich einen Srafenkatalog wie in der Schweiz. Aber auch das setzt Kontrollen vorraus.

    In BW gibt es einen Abschnitt der A81 von der Schweiz kommend, auf welchem 130 eingeführt wurden ist. Aber nicht der Sicherheit wegen, sondern damit die pösen Schweizer nicht mehr so schnell fahren dürfen und sie weiter ins Land müssen, um mal schneller fahren zu können.
    Ich nenn das Klientelpolitik.

    Was mich in diesem Land seit Jahren massiv nervt, ist die ständige Bevormundung des Parteieneinheitsbreis aus Berlin und den jeweiligen Bundesländern.

    Sie sollen sich um die wirklichen Probleme kümmern und nicht mit solchen Themen, die von ihrem Versagen ablenken.


    PS. Ich fahre auch gerne Diesel.
     
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  8. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Ich bin gegen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen.
    Allerdings sollte man die bereits bestehenden Geschwindigkeitsbeschränkungen in Stadtnahen Bereichen der Autobahn, in Baustellen, bei Glätte und Nässe, auf Bundes+ Landstraßen und Innerorts stärker überwachen und die Strafen am Vorbild der Schweiz orientieren, auch bei besoffen Fahren, Drängelei und sonstiger Verkehrsgefährdung, sowie illegalen Umbauten die den Lärmpegel erhöhen.
    Statt ein paar Euro zahlen wie hierzulande ist in der Schweiz bei Raserei ab einer bestimmten Geschwindigkeit das Fahrzeug weg und bei groben Verstößen gibt es Knast. Das hat einen deutlichen Lerneffekt, wo sich die "Elite" der Sportwagenleaser nicht einfach so herauskaufen kann.
    Wäre ein schöner Kompromiss für unsere Industriehörigen Politiker, aufgebesserte Staatsfinanzen dank der höheren Strafen, weniger Verkehrstote garantiert, aber die Auto- und Ölindustrie, welche von den hohen Geschwindigkeiten auf den freien Strecken profitiert wird nicht verärgert...

    PS: Ausßerdem sollten die Gesetzlichen Grenzwerte was den Schadstoffausstoß angeht auch in der Realität eingehalten werden (inklusive Verbrauch), und wenn ein Verbrenner drüber liegt sollte das in der Steuer berücksichtigt werden. Der betrogene Kunde sollte dann aber auch das Recht haben, sich die Zusatzkosten vom Betrügerischen Hersteller wieder zurückzuholen. (Und wer sagt das treibt die Firmen in den Ruin: Dann kriegen halt die Aktionäre mal 1-2 Jahre keine Dividende, und können die überbezahlten Vorstände haftbar machen, die das ganze Betrugssystem eingeführt haben...)
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2019
  9. Seltengast

    Seltengast Moderator Mitarbeiter

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    Ich bin auf jeden Fall für ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Die Gründe dafür hat @numisfreund bestens beschrieben: der Flow.
    Grundsätzlich sorgen große Geschwindigkeitsunterschiede auf den Straßen für Probleme, Stau und Gefahr. Wer einmal in den USA Auto gefahren ist, weiß die entspannte Verkehrssituation dort zu schätzen.

    Wenn der Herr Verkehrsminister von Gängelei spricht, kann ich nur den Kopf schütteln. Da überhole ich mit 120 km/h eine LKW-Kolonne und werde mit Lichthupe von der Überholspur gedrängelt. Und ich bin mit Sicherheit kein Schleicher auf der mittleren Spur! Da stelle ich mir immer wieder die Frage, wer hier von wem gegängelt wird.

    Auch eine nächtlichen Freigabe des Tempos sehe ich sehr kritisch, auch wenn dies vordergründig verführerisch erscheinen sollte: denn wie kann ich bei Dunkelheit die Geschwindigkleit eines von hinten kommenden Autos korrekt einschätzen, wenn ich ein langsameres Fahrzeug überholen will?

    Grundsätzlich sehe ich es wie @lightning : Ein Verzicht auf ein Tempolimit bringt keine rationalen Vorteile für die Allgemeinheit, wohl aber für den Einzelnen. Aber der Vorteil des Einen ist meist der Nachteil des Anderen.

    Zu dieser Einsicht kam ich sehr früh. Mit 18 Jahren hätte mein Leben beinahe ein jähes Ende durch einen Raser gefunden. Der Aufschlag von hinten war so heftig, dass das Fahrzeug, in dem ich als Beifahrer saß, gegen die Mittelleitplanke gestoßen wurde, sich überschlug, um dann auf dem Dach zum Stehen zu kommen. Glücklicherweise direkt neben einer Notrufsäule.

    Der Unfallverursacher im Ford Capri hatte laut eigener Aussage bei Tempo 160 eine Audiokassette gewechselt. Das war 1984.
     
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  10. IhasOuts

    IhasOuts

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    Nachts sehr schnell fahren ist genaugenommen jetzt schon verboten, da in Deutschland laut StVO auf Sicht gefahren werden muss. Ich darf also nur so schnell fahren, dass ich bei einem plötzlich auftauchendem Hindernis auf 0 km/h abbremsen kann. Mit Abblendlicht komme ich da nicht mal auf 100km/h. Die Idee nachts schneller zu fahren als am Tag muss also als absurd beschrieben werden.
     
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