Plauderthread: Diskussion zu den Saalauktionen

Das achte mir bekannte Stück für jemanden, der die preussischen Doppelkronen sammelt, denn ich finde, in
eine komplette Sammlung gehört ein solches Stück zum Jahrgang 1910:
Der Startpreis hat sich zu vorherigen Auktionen mittlerweile verdoppelt, der Endpreis lag bei 2400 bis 3100€.
Wieso 1910 ? Gibt es da Informationen?
Ist in den acht Stück mein Exemplar von 2016 ( MA ) enthalten ?
 
Das achte mir bekannte Stück für jemanden, der die preussischen Doppelkronen sammelt, denn ich finde, in
eine komplette Sammlung gehört ein solches Stück zum Jahrgang 1910:
Der Startpreis hat sich zu vorherigen Auktionen mittlerweile verdoppelt, der Endpreis lag bei 2400 bis 3100€.
Für mich muss dieser für die Schmuckindustrie erzeugte Rohling nicht in einer komplette Preußen Sammlung enthalten sein.
Ausserdem wäre dann ein 10 Mark Willi II 1889 das für die Sammlung wichtigere Stück, natürlich auch deutlich teurer. Ich brauche jedenfalls beide nicht.
 
Ich finde, diese Industrieronden sind eine interessante Ergänzung einer Reichsmünzensammlung. Durch Jaegers Erwähnung im Kapitel über die Reichsgoldmünzen sind sie quasi katalogisiert ,zudem durfte so eine Praxis einmalig sein, soetwas ist mir aus keinen anderen Land bekannt.
 
Ja, wenn man schon alles hat und einem zu gutem Preis über den Weg läuft, warum nicht.
Aber bis es soweit ist müssen noch viele viele andere Stücke vorher in meine Sammlung.
Da habe ich die nächsten vielen Jahre genug zu tun :)
 
Wieso 1910 ? Gibt es da Informationen?
Ist in den acht Stück mein Exemplar von 2016 ( MA ) enthalten ?
Die Info stammt aus dem Buch "Die Reichsbank 1901-1925". Dort ab Seite 29:
Ganz allgemein war innerhalb der Kommission die Ablehnung der sogenannten Prämienpolitik.
Empfohlen wurde demgegenüber die Herstellung von Goldzainen, Goldlamellen Und Goldbarren
in der für die Industrie passenden Form und Feinheit zwecks Abgabe an die industriellen Unter-
nehmungen.
Die Reichsbank hatte kleine Goldbarren schon seit Jahren abgegeben. Im Herbst 1908 ging sie
dazu über, auf Antrag Goldzaine zum Feingehalt von 900/1000, also zum Feingehalt der Gold-
münzen, in ausgewalzten Stäben im Gewicht von 200 bis 400g anfertigen zu lassen. Vom Jahre
1910 ab gab sie auch Goldplättchen in der Form und dem Feingehalt der Zwanzigmarkstücke
für die Industrie ab.

Ja, Dein Exemplar ist dabei. Es war ja das Erste, welches hier auftauchte. Es wurden schon zwei weitere
vorher, im Mai 1999 bei Grün und im September 2006 bei Künker, versteigert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für den Quellenhinweis dann lässt sich die Ronde zeitlich dem Zeitrsum 1910 bis 1914 zuordnen. Im Jaeger steht nur die Angabe : " später ging die Reichsbank dazu über... " , ich habe immer gegrübelt, was damit gemeint war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vom Jahre 1910 ab gab sie auch Goldplättchen in der Form und dem Feingehalt der Zwanzigmarkstücke
für die Industrie ab.
Daher verstehe ich nicht, warum in Auktionshäusern immer noch die Benennung "Schrötlingsprobe" kursiert!
 
Daher verstehe ich nicht, warum in Auktionshäusern immer noch die Benennung "Schrötlingsprobe" kursiert!
Vielleicht meint man, der Begriff " Probe " käme beim Kunden besser an, als die numismatisch und geldgrschichtlich anspruchsvollere Erklärung, es handele sich um Rohstoff für die Industrie, obwohl es ja so auch im Jaeger steht.
 
Ja, wenn man schon alles hat und einem zu gutem Preis über den Weg läuft, warum nicht.
Aber bis es soweit ist müssen noch viele viele andere Stücke vorher in meine Sammlung.
Da habe ich die nächsten vielen Jahre genug zu tun :)
Ich denke, es ist auch vor allem für Sammler interessant, die sich mit der Herstellung und rechtliche Rahmenbedingungen der Münzen bzw. Münzprägung beschäftigen, also auch die "Schrottsammler". Ich finde das Stück durchaus attraktiv :)
 
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