Plauderthread: Diskussion zu Saal- und Onlineauktionen - Kein Ebay & Co.

FooFighter

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Stimmt natürlich auch wieder. Die Reinigung kann ja auch schon länger her sein. Sei es wie es sei. Mir gefällt die Münze, die Aufschrift ist in Originalgröße kaum wahrnehmbar, und für nunmehr 87 EUR habe ich einen tollen Neuzugang für meine Sachsen-Sammlung. :) Werde die Münze also behalten.
 
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Immerhin ist es nur eine Aufschrift und kein eingeritztes Zeichen wie auf dieser 4 Dukaten-Klippe aus Breslau, die im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin ausgestellt wird und auch in deren Online-Katalog zu finden ist, aus dem ich das Bild zur Veranschaulichung entnommen habe.
upload_2016-10-10_16-58-51.png
 
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FooFighter

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Hier mal wieder ein sehr schönes Beispiel, wie sich ein und dieselbe Münze innerhalb von zwei Jahren verändern - oder sollte ich besser schreiben "verbessern" - kann und somit auch einen höheren Preis erzielt.

2013 --> "vz-st" für 1.100 EUR ausgerufen --> unverkauft
SIXBID.COM - Experts in numismatic Auctions

2014 --> "vz-st" für 1.000 EUR ausgerufen und verkauft
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2015 --> "mit polierten Stempeln geprägt, prfr" für 1.600 EUR ausgerufen und verkauft
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Woher im Jahr 2015 die Verbesserung kam, erschließt sich mir nicht. Vor allem, weil alle drei Auktionen beim selben Auktionshaus liefen.
 
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Ist doch ganz einfach: Da war ein G..n-Mitarbeiter am Werk, der die Münze vollkommen falsch eingestuft hatte. Sein Nachfolger hat das in 2015 endlich korrigiert und den wahren Zustand beschrieben. G..n wird froh sein, dass die Münze in 2013/14 nicht zum "falschen" Preis weg ging... :D

Einfach nur traurig. Bin zwar kein KR-Sammler, aber ich dachte, G..n gehöre zu den seriöseren Häusern. Naja, man kann sich täuschen.
 
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Hier mal wieder ein sehr schönes Beispiel, wie sich ein und dieselbe Münze innerhalb von zwei Jahren verändern - oder sollte ich besser schreiben "verbessern" - kann und somit auch einen höheren Preis erzielt.

2013 --> "vz-st" für 1.100 EUR ausgerufen --> unverkauft
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2014 --> "vz-st" für 1.000 EUR ausgerufen und verkauft
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2015 --> "mit polierten Stempeln geprägt, prfr" für 1.600 EUR ausgerufen und verkauft
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Woher im Jahr 2015 die Verbesserung kam, erschließt sich mir nicht. Vor allem, weil alle drei Auktionen beim selben Auktionshaus liefen.
Ob sich das für den Einlieferer wirklich lohnt? Ersteigert für 1100€, versteigert für 1600€ - Differenz 500€. Abzüglich Provision bei der Ersteigerung von ca. 20% = 220€ und abzüglich einer Einlieferungsgebühr bei der Versteigerung von ca. 15% = 240€ bleiben netto 40€ Gewinn (versteuerungspflichtig?). Landet eine Münze bei einem seriösen Sammler, ist sie doch normalerweise über Jahrzehnte vom Markt, oder? Also die historische Münze beim Laien als Anlage- und Spekulationsobjekt. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
 

FooFighter

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Naja, ein kleines bisschen größer ist die Gewinnspanne. Denn sie wurde nicht für 1100, sondern für 1000 EUR ersteigert. ;) Aber die Hintergründe sind oftmals etwas verworren. Bei meinem Schalfrocktaler war es doch auch ähnlich. Den hatte ich ja bei Recherchen im Netz auch schon in früheren Auktionen gefunden. Und auch hier war er einmal unverkauft, beim nächsten Mal dann verkauft, und ein Jahr später bereits wieder angeboten. Und jedes Mal beim selben Auktionshaus. Alles sehr eigenartig.
 
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Zurückkommend auf Auktionen bei heritage.

ich ärgere mich bei den Beschreibungen von württembergischen Münzen, die bei Heritage angeboten werden.
In sehr vielen Beschreibungen schreiben die immer wieder davon, dass die Münzen in der Münzstätte Freudenstadt geprägt wurden.

So eine Firma, die sich als Spezialist bezeichnet, muss doch irgendwann nach mehreren Hinweisen mal kapieren, dass es in Freudenstadt weder eine Prägestätte gibt, noch jemals eine gegeben hat.
ich muss ja davon ausgeben, dass demzufolge viele Beschreibungen auch in anderen Sammelgebieten falsch sind.

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Zurückkommend auf Auktionen bei heritage.

ich ärgere mich bei den Beschreibungen von württembergischen Münzen, die bei Heritage angeboten werden.
In sehr vielen Beschreibungen schreiben die immer wieder davon, dass die Münzen in der Münzstätte Freudenstadt geprägt wurden.

So eine Firma, die sich als Spezialist bezeichnet, muss doch irgendwann nach mehreren Hinweisen mal kapieren, dass es in Freudenstadt weder eine Prägestätte gibt, noch jemals eine gegeben hat.
ich muss ja davon ausgeben, dass demzufolge viele Beschreibungen auch in anderen Sammelgebieten falsch sind.

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Ja, eine Krone aus Hannover haben sie mal " Bayreuth " zugewiesen. Ich erkläre mir das damit, dass der Sachbarbeiter Wagner huldigt oder zumindest schon mal von ihm gehört hat.
 
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Der im Kaiserreich-Plauderthread begonnenen Diskussion über die Erhaltungseinschätzungen bei der aktuellen Teutoburger-Auktion
Plauderthread: Diskussion zu den Saalauktionen
möchte ich hinzufügen, dass auch im Bereich Altdeutschland die eine oder andere Erhaltungsangabe einer kritischen Beurteilung nicht standhalten dürfte. Bei den Hannover-Münzen gilt dies z. B. für die Los-Nr. 3341ff.
Auktionsplattform für Münzen, Medallien & Co | Sixbid

Und bezüglich der Entwicklung einer Erhaltungsangabe über mehrere Auktionen möchte ich mal auf diesen Ausbeutetaler hinweisen.
Von Teutoburger wurde er in 2017 als "gutes sehr schön" eingestuft.
Auktionsplattform für Münzen, Medallien & Co | Sixbid
Künker sah in 2018 darin zwar ein attraktives Exemplar, stufte es aber nur als "sehr schön" ein:
Auktionsplattform für Münzen, Medallien & Co | Sixbid
Nun ist es wieder bei Teutoburger zu ersteigern und wurde vermutlich nochmals einer intensiven Erhaltungseinschätzung unterzogen - und eingestuft als "fast vorzüglich".
Auktionsplattform für Münzen, Medallien & Co | Sixbid
 
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Manche Münzen wandern von Auktion zu Auktion und werden dabei immer mal wieder hübsch " frisiert ", damit der wirtschaftliche Nutzen für den Anbieter auch stimmt.......................

Genau so verhält es sich mit manchen Zuschlägen/ Ergebnissen laut Liste.
Da ist auch nicht alles so, wie es scheinen soll !
 
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