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Portoabzocker: 4,90 versichert versus 0,70 Warensendung

Dieses Thema im Forum "Münzauktionen im Internet" wurde erstellt von Marvek, 14. März 2005.

  1. A.L.P.H.A.

    A.L.P.H.A.

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  2. Insider

    Insider

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    Der Verkäufer

    darf sicher

    a) nicht 90 Euro Porto nehmen, das würde unter den Wucherparagraphen fallen

    b) nicht 90 Bearbeitungspauschale nehmen, da dies
    bb) durch die Ebay-AGB ausgeschlossen ist und
    bc) durch das AGB-Gesetz mindestens anfechtbar ist ("Der Endpreis muss klar und deutlich angegeben sein")

    Eine Endpreisnennung versteht sich als EIN Endpreis, der bei Ebay üblicherweise dem Höchstgebot entspricht.
    Eine Endpreisangabe in Form einer Rechenaufgabe ist nach dem AGB-Gesetz nicht statthaft. Ein Autohändler darf auch nicht inserieren, dass Auto kostet 9500 Euro plus 500 Euro für den Sitz plus 250 Euro für 4 Reifen plus 1000 Euro für 2 Achsen plus 100 Euro für das Lenkrad, sondern er muss EINEN Endpreis ausweisen.

    --
    Insgesamt hat der Anbieter sich mit so einer Forderung sicher keinen Gefallen getan...
     
  3. Marvek

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    Hierbei würde mich interessieren, ob es eine gesetzliche Grenze gibt, ab wann konkret Wucher anfängt - sofern ein Wucherparagraph wirklich greift (Beim Versand von Luxusgütern).
     
  4. flipper

    flipper

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    Also für Wucher qualifiziert sich in diesem Fall der Käufer wohl kaum:

    Das mit dem fixen Endpreis ist mir unbekannt, und finden kann ich im AGB Gestz nichts darüber.
     
  5. rethorn

    rethorn Mitgliedschaft beendet

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    Und was mir aufgefallen ist und Euch nicht :)
    Er bietet Versand per Einschreiben an-versichert bis 25 Euro.
    Einschreiben sind nicht versichert, wenn Geld, Münzen, Schmuck, Gold usw drin sind!
     
  6. Insider

    Insider

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    90 Euro Porto ist Wucher

    ... wenn es mehr als doppelt so teuer ist wie üblich... davon kann man hier wohl sprechen... der Wucherparagraph greift nicht nur bei Privatpersonen als Käufer, sondern auch bei Firmen.
    Deswegen steht im Text " Wucher ist.... INSBESONDERE bei unerfahrenen Personen", das schliesst nicht aus, dass Wucher auch bei erfahrenen Käufern greift.

    Preisangabeverordnung bezüglich Endpreis-Angabe findet sich hier (vermutlich alte Version):
    http://www.netlaw.de/gesetze/pangv_alt.htm

    Die Nichtangabe EINES Endpreises ist eine Ordnungswidrigkeit, die abmahnbar ist und bei Anzeige beim Ordnungsamt sicherlich
    - zu einem Ordnungsgeld
    - zu einer Nachfrage beim zuständigen Finanzamt führt...


    --

    HWH hat sicher nicht die 50 2-Euro-Münzen gekauft, weil das billig ist, sondern ich denke, man verfolgt mit dem Kauf ganz andere Ziele.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. März 2005
  7. Falcon

    Falcon

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    Wobei sich für mich die Frage stellt, ob, da wohl offensichtlich beide Parteien Händler sind, das BGB bei dem Kauf überhaupt zur Anwendung kommt.

    Ich denke, dass da wohl eher das HGB gefragt ist, aber damit kenne ich mich nicht so sehr aus.

    MfG

    Stefan
     
  8. A.L.P.H.A.

    A.L.P.H.A.

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    Wo steht denn bitte schön, dass der Verkäufer die Artikel aus mehreren Auktionen zusammen verschicken muss? :confused:

    Überspitzt gesagt, ist er sogar noch so kulant :eek: und bietet an, alle ersteigerten Münzen zusammengefaßt zu verschicken, mit nur 2,00 Euro Aufpreis pro Artikel.

    Folgendes Beispiel: Der Verkäufer V hat 6 Einzel-Artikel als Sofortkauf im Angebot. Der Käufer K erwirbt alle 6 Artikel. Nun ist doch für jeden einzelnen Sofortkauf ein eigenständiger Kaufvertrag zustande gekommen. Der Verkäufer hätte nun die Möglichkeit die 6 Artikel in 6 verschiedene Sendungen zu verschicken, wobei dann natürlich immer die vollen Versandkosten anfallen. Oder der Verkäufer V ist so kulant und bietet einen Sammelversand an, mit einen kleinen Aufpreis (quasi eine Art Verpackungspauschale) pro Artikel.
     
  9. Marvek

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  10. poerings

    poerings

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    Ein Pharisäer ist ein Kaffee mit einem ordentlichen Schuss Rum und einer Sahnehaube.
     
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