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Prägestätte Zschopau - Münzwerkstatt der Numismatischen Gesellschaft Zschopau

Dieses Thema im Forum "Münzen & Geschichte" wurde erstellt von navada51, 22. Juli 2015.

  1. navada51

    navada51

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    Ende Juni 2015 habe ich zusammen mit Keesuit die Gelegenheit genutzt eine private Münzstätte in Deutschland zu besuchen. In der "Motorradstadt" Zschopau (Erzgebirge) befindet sich im Innenhof des Schloss' Wildeck ein separater Raum der 1990 gegründeten Numismatischen Gesellschaft Zschopau (NGZ).

    Münzwerkstatt Zschopau.jpg

    In der Werkstatt sind alle Maschinen und Geräte vorhanden, die zum Prägen von Medaillen und (nach entsprechend erteiltem offiziellen Prägeauftrag) Münzen notwendig sind. Dazu habe ich mit freundlicher Genehmigung der NGZ einige Bilder zusammengestellt. Zusätzlich ist noch eine große Spindelpresse vorhanden (vgl. Seite 8 in der angehängten pdf).

    AGießeirichtung.jpg BWalze.jpg CStanzeinrichtung.jpg DPrägepresse.jpg ERatschenpresse.jpg FSchlagwerk.jpg GRändeleinrichtung.jpg Arbeit an der Ratschenpresse.JPG

    Die Atmosphäre in der Werkstatt ist sehr angenehm; wir wurden sehr herzlich aufgenommen. Hier lässt sich die Herstellung der Münzen vom Anfang (Schmelze des Metalls - Gießen der Zaine) bis zum Ende (Prägen der Medaille) hautnah verfolgen. Wegen der guten Prägbarkeit und des niedrigen Schmelzpunktes wird Zinn verwendet. (Auf Wunsch können zur Prägung auch Silberrohlinge verwendet werden.) Besonders fasziniert haben mich die Fehler, die bei den einzelnen Schritten der Herstellung passieren können. So kann man an heutigen fehlerhaften Münzen nachvollziehen, an welchen Schritten der Münzproduktion höchstwahrscheinlich die Fehler passiert sind. Die Stempel zur Prägung können nicht in der Werkstatt hergestellt werden; sie werden üblicherweise extern bestellt.

    Die in der Münzwerkstatt hergestellten Medaillen tragen alle das "Münzzeichen" NGZ. Ich bin mir sicher, dass in Notzeiten wie in Deutschland im 1. Weltkrieg diese Prägestätte herangezogen werden kann, um den hohen Bedarf an Geldstücken Abhilfe zu schaffen. Kurzen Berechnungen zufolge wäre - eine reibungslose Zulieferung von Rohstoffen vorausgesetzt - eine Produktion von 2 Münzen pro Minute möglich (an zwei Pressen gleichzeitig).

    Die Numismatische Gesellschaft Zschopau freut sich über jeden Besuch. Kontakt am besten über das Schloss Wildeck: www.schloss-wildeck.eu

    Ich würde mich freuen, wenn Fragen und Anregungen direkt hier gepostet werden.

    Anmerkung:
    Der Beitrag und Dateien wurden mit freundlicher Genehmigung der Numismatischen Gesellschaft Zschopau erstellt.
    Bilder: NGZ (außer "Münzwerkstatt Zschopau" - mein Bild)
     

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    Zuletzt bearbeitet: 22. Juli 2015
  2. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Ein schöner Beitrag und ein potenzielles Ausflugsziel bei einem Deutschlandbesuch.

    Nun habe ich auch endlich verstanden, wieso es streifige Schrötlinge geben kann. Im ersten Pdf wird es auf S. 6 erklärt ; die Walzen, mit denen die Zaine gestreckt werden, mussten bald wieder nachpoliert werden.
     
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  3. Raphael

    Raphael Super-Moderator Mitarbeiter

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    Habt ihr vielleicht Peter Hammer getroffen?
     
  4. navada51

    navada51

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    Na klar, er war unser Lehrmeister :)
     
  5. hegele

    hegele Registered User

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    Raphael, wir hatten ihn ja auch schon mal in einem Seminar.
    Weisst Du noch ?
     
  6. Raphael

    Raphael Super-Moderator Mitarbeiter

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    Dem entnehme ich, dass es ihm gut geht (freu!)

    Schade, dass es am anderen "Ende der Welt" ist. Beim nächsten Dresden Besuch wird ein "Abstecher" fest eingeplant.
     
  7. Raphael

    Raphael Super-Moderator Mitarbeiter

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    @ Alfons

    Jepp und sein Buch (welches ich oft in die Hand nehme) ist mir seit der Zeit ein Begleiter geworden.
     
  8. Keesuit

    Keesuit

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    NGZ im Stadtkurier.
     

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  9. Keesuit

    Keesuit

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    Herstellung in Zschopau der Dank-Medaille der Numismatische Kreis Amsterdam.
    Wo findet man sonst noch der Möglichkeit selber an der Prägung von Medaillen seine Kraft zu spenden?
     

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  10. navada51

    navada51

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    Ist das in Zschopau verwendete Zinn mit 1 % Silber legiert?
     
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