Prägezahlen 5 Heller Deutsch Ost-Afrika ( DOA ) 1916 T (Tabora )

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Prägezahlen 5-Heller Deutsch Ost-Afrika ( DOA ) 1916 T (Tabora )

Bis September 2010 hatte ich 247 Bilder von 5-Heller Münzen von Internet gesammelt und dessen Stempelkombinationen notiert. April 2017 bin ich aufs neue damit angefangen.
Zuerst habe ich den Bilder gesammelt die an dem Moment bei Ebay und ******** zu finden waren. Insgesamt 108 Münzen. May bis Ende 2017 sind noch 144 neue Bilder gefunden worden. 24 Bilder habe ich ausser betracht gelassen weil ich nicht einschatzen kann ob die eine "at ******" Wahl aus eine grossere Serie sind oder nicht.
Für den ersten Berechnungen stehen so 475 Münzen zur verfügung.
Wie es den Konfidenzintervalle zeigen an sich noch viel zu wenig um absolute Konklusionen zu ziehen, aber doch genug für erste Hinweise.
Wie bei den 20-Heller Prägezahlen Deutsch Ost-Afrika ( DOA ) 1916 T (Tabora ) hoffe ich in den nächsten Jahren die Tabelle zuverlässsiger zu machen.

Stand 2017:
J723a = H1-D1 = Modifizierter Stempel: +/- 30.000 = immer Dickabschlag
Sonstige Dickabschläge (3,9 Gram und mehr): +/- 80.000
Dünnabschläge (unter 3,8 Gram): +/- 190.000
Konfidenzintervall +/- 10.000

Im DOA 1916 T, 5 heller part A, introduction (herunterladen von DOA 1916 T, German East Africa Emergency Coinage Struck at Tabora in 1916, a Die Catalogue ) zeige ich dass es zwischen 62.000 und 78.000 Dickabschläge (rot, grün und gelb im Spreadsheet unten) der 5-Heller geben könnte und zwischen 224.000 und 240.000 Dünnabschläge geben könnte.

Krenkel hat geschrieben: “Die kleinen Scheidemünzen wurden ausser in der Münze in Tabora auch in den benachbarten Lulanguru geprägt.” Wann er sich hier nicht irrt könnte es sein die Münzen mit Modifizierten Stempel wurden dort bevor Ende März geprägt und ihr Zahl nicht in die Berichte der Münze in Tabora, die Schumacher kannte, eingetragen.
In der Tabelle ist diese Möglichkeit in der rote Spalte eingetragen.

Ende Mai 2019 2018 Datei erneut: 4 statt 6 H19-D19
April 2020 Datei 2019 hochgeladen
 

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Danke für die Datei. Ich muss mich auch einmal intensiver mit den 5 Hellern beschäftigen. Sie sind wunderbare Prägungen, bislang sträflich vernachlässigt (zuerst der Elefant! Notmünze! Spannende Geschichte!!; dann 20 Heller Kupfer - viele Kopplungen - total interessant; aber die 5 Heller.... - Beiprägung zu den 20 Hellern, wenn nichts anderes ging... ABER: Einmalige Prägung im 5er-Set!)

Du (keesuit) schreibst in Zeile 60 der Datei: "calculation based on the assumption H1-D1 coins were not part of the 302.000 coins mentioned by Schumacher"

Wo hat Schumacher diese Bemerkung gemacht. Hatte ich sie überlesen oder vergessen?
 
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hat jemand vielleicht noch einen posten diverser, verschiedener heller stücke übrig? würde mir den unheimlich gerne ertauschen.
 
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Danke für die Datei. Ich muss mich auch einmal intensiver mit den 5 Hellern beschäftigen. Sie sind wunderbare Prägungen, bislang sträflich vernachlässigt (zuerst der Elefant! Notmünze! Spannende Geschichte!!; dann 20 Heller Kupfer - viele Kopplungen - total interessant; aber die 5 Heller.... - Beiprägung zu den 20 Hellern, wenn nichts anderes ging... ABER: Einmalige Prägung im 5er-Set!)

Du (keesuit) schreibst in Zeile 60 der Datei: "calculation based on the assumption H1-D1 coins were not part of the 302.000 coins mentioned by Schumacher"

Wo hat Schumacher diese Bemerkung gemacht. Hatte ich sie überlesen oder vergessen?

Schumacher hat diese Bemerkung nicht gemacht. Krenkel hat geschrieben es wurden auch Kleinmünzen in Lulanguru geprägt.
Wieso denke ich er könnte recht haben?
Erstens: es gibt viel zu viele J723a für Prägung nur in Tabora.
Es gibt bei den 5 Heller 11 Stempelkombinationen die fast nur dicke (über 3,9 Gram) Rohlinge geprägt haben und 17 die fast nur dünne (unter 3,8 Gram) prägten. Siehe https://www.emuenzen.de/forum/attac...d-thick-and-thin-5-heller-doa-1916-pdf.133067
Sehen wir nach den Berechnungen, dann wurden in Tabora, wann der 723a (H1-D1) dort auch geprägt wurde, etwa 30.000 723a, etwa 27.000 "Fünfer" und etwa 50.000 sonstige Dickabschläge geprägt. Zusammen 107.000. Dünnabschläge wurde es dann um 190.000 gegeben haben. (es fehlen etwa 5.000 wegen Münzen dessen Stempelkombination nicht vollig determiniert worden könnte)
Wurden die 723a in Lulanguru geprägt, dann bleiben für Tabora (rote Daten) etwa 30.000 "Fünfer" und etwa 56.000 sonstige Dickabschläge. Insgesammt 86.000. Dünnabschläge etwa 211.000.
Diese Daten können wir de Prägezahlen Schumachers gegenüberstellen, siehe Grafik Zeno - Oriental Coins Database - 012 Die production & dating
Zwei wichtige Datums sind dort mit angegeben.
1. Die amtliche Genehmigung für Dünnabschläge von 27 Mai. Nehmen wir an Schumachers Prägezahlen sind die Zahlen der Münzen die von der Münze an der Kasse abgegen wurden, so könnten die Münzen von Juni noch in Mai geprägt worden sein. Insgesammt bis ende Juni 78.000 Stück. Dies wurden Dickabschläge gewesen sein.
Es gibt keinen Anlass zu glauben das nach Ende July noch Dickabschläge geprägt wurden. Das gibt ein Minimum von 216.000 Dünnabschläge.
2. Der zweite datum ist 15 April, als die ersten 15 Rupien geprägt wurden. Wahrscheinlich wurde dazu dasselbe Prägegerät benützt als für de "Fünfer" und wurden keine "Fünfer" nachher mit dieses Gerät geprägt. Prägezahl dieser Münzen wurde dann 20 bis 28.000 gewesen sein. Für Tabora bleiben dann maximal 50 bis 58.000 andere Dickabschläge.
Stellen wir diese Zahlen 723a Tabora oder nicht Tabora gegenüber:
Nach Prägezahlen Schumachers:
"Fünfer" 20-28.000, andere Tabora Dickabschläge 50-58.000, Dünnabschläge wenigstens 216.000
723a nicht in Tabora:
"Fünfer" 30.000, andere Tabora Dickabschläge 57.000, Dünnabschläge 211.000, 723a 34.000
723a in Tabora:
"Fünfer" 27.000, andere Tabora Dickabschläge 80.000, Dünnabschläge 190.000
Es gibt in der Grafik einfach kein Platz für 30.000 723a. Es könnte aber sein die überlebungschancen der nicht-"Fünfer" war viel grosser als die der andere Münzen.
Es gibt aber noch ein Zweites:
1. Bei der 723a heisst es Modifiziertes Stempel. Wieso modifiziert??
Die Gebrauchsstempel wurden mit ein positives Stempel geprägt. Auf den Münzen gibt es drei verschiedenen typen der Krone, siehe Zeno - Oriental Coins Database - 022 oval, straight and wobbly base of crown
Die 723a hat eine ovale Kronenboden, Die "Fünfer" eine gerade und die Rest eine bruchige.
Bei den "Fünfer" gibt es kleine Unterschiede die darauf hinweisen das die gerade Linie auf den Stempel nachgraviert wurden. Nach Schumacher wurden die "F:unfer als ersten geprägt.
Nachden zuerst ein gerade Linie nachgraviert wurde ist es schwer sich vor zu stellen das nachher auf einmal und nur einmal eine runde Linie nachgraviert sein wurde. Ich denke der ovale Boden war auf dem positiven Stempel und ist bei der Prägung der erste Gebrauchstempel verletzt worden. Das erstgeprägte Stempel ist aber nicht unbedingt das zuerst benützte.
2. Rohlinge der 723a wurden mit eine andere Punze gestanzt als den den der andere Münzen, siehe Zeno - Oriental Coins Database - 130D H1-DO1 – bulb on flan
Auf der Rand vieler 723a findet sich ein Buckel der nur von dieser Punze stammen kann. Auf keiner der andere 5 Heller gibt es dieser Buckel. Auch dieses sondert 723a von den Rest ab.

Beweise sind es alles nicht, nur Hinweise das Krenkel vielleicht recht gehabt hat.

Viele Grüsse,

Kees
 
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Ich vertraue in vielen Dingen auch eher Krenkel als Schumacher. Mit dem Datum 27. Mai als Start der dünnen Prägungen wäre ich vorsichtig, denn ich halte es für ebenso wahrscheinlich, dass die dünnen schon längst geprägt wurden, es aber dem Volk gegenüber legalisiert werden musste, weil schon Fragen bezüglich der Echtheit aufgetreten sein könnten. Sie könnten schon länger abgeliefert worden sein und dann wurde die bestehende(!) VO ergänzt um 3-5 g (nicht wie zuvor 5g).

Das Datum 15.4. kann in der Tat der Startpunkt gewesen sein, wo die 5er-Apparatur nicht mehr genutzt wurde, da dort die Goldmünzen geprägt worden sind!
 
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