Prägezahlen 5 Heller Deutsch Ost-Afrika (DOA) 1916 T (Tabora)

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Das untere Bild zeigt rechts die Presse. Es gibt 2 Kaniste in Zeichnung. Der eine wird links gefühlt, der zweite steht rechts unter der Presse. Der wird von unten hochgepresst.
Nimmst die Kanister weg, dann hast du eine Hydraulikpresse mit dem du prägen könnst, ganz ähnlich wie mit dem in Tabora.
Sie auch den Druckmesser.
Schöne Grüsse,
Kees
 

Heinz-Rudolf

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Das untere Bild zeigt rechts die Presse. Es gibt 2 Kaniste in Zeichnung. Der eine wird links gefühlt, der zweite steht rechts unter der Presse. Der wird von unten hochgepresst.
Nimmst die Kanister weg, dann hast du eine Hydraulikpresse mit dem du prägen könnst, ganz ähnlich wie mit dem in Tabora.
Sie auch den Druckmesser.
Schöne Grüsse,
Kees
Sei gegrüßt Keesuit!
Ja, jetzt verstehe ich es. Ein Motor treibt eine Ölpumpe an, diese presst den Druck in einen Zylinder.
Durch die Größe des Zylinders und dem langen Weg des pressenden Kolben wird jeder Pressvorgang allerdings sehr langsam vonstatten gehen.
Nun, wenn man bei den 15 Rupien, 10 Std. pro Tag und pro Pressung 1 Min zugrunde legen würde, käme man in einer 6-Tage Woche trotzdem auf die beachtliche Menge von 3.600 Stück.
Schöne Grüße
Heinz-Rudolf
 
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Moin

E-Motor?
Oder was meinst Du mit Elt?
Wo kam der Strom her?
Es gab zu der Zeit nur in Daressalam ein E-Werk.
In Tabora war nur in der Eisenbahnwerkstatt eine kleine Kraftstation.


Viele Grüße
 
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So lange braucht der Pressgang nicht gewesen sein. Da braucht man nur ein Block eisen unter den Stempel zu stellen damit es nur 2 oder 3 cm sind.
Mit eine halbe Minute pro Prägung wurde der Leistung schon auf 1200 pro Tag steigen.
Ich nehme an man hat dort nicht übernachtet. Höchstleistung wäre dann fast 1600 gewesen.

Solarenergie werden die im L nicht gehabt haben, als nehmen wir an die hätten dort eine dampfmachine.

Ich wusste nicht die hätten in der Werkstatt in Tabora ein Kraftstation. Ist sonst noch etwas über die Maschinen die sie dort hätten bekannt?
 
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In Tabora wurde in der Eisenbahnerkstatt auf einer handbetriebenen Rohrbiegemaschine geprägt.

In Lulaguru in der dortigen Ölmühle auf der Ölpresse über den Antrieb weiß ich jetzt nichts genaues nicht, doch ich Zitier einfach Mal aus dem Zusammenhang
gerissen einen deutschen Kolonialbeamten Anno 1912 :"Wozu Motoren? Hier hat es genug kräftige Neger."
 
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Stimmt, an die Möglichkeit hatte ich noch nicht gedacht, die ist mehr als wahrscheinlich.
Damit ist das Thema für mich geklärt.

Viele Grüße
Karsten
 
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In Tabora wurde in der Eisenbahnerkstatt auf einer handbetriebenen Rohrbiegemaschine geprägt.

In Lulaguru in der dortigen Ölmühle auf der Ölpresse über den Antrieb weiß ich jetzt nichts genaues nicht, doch ich Zitier einfach Mal aus dem Zusammenhang
gerissen einen deutschen Kolonialbeamten Anno 1912 :"Wozu Motoren? Hier hat es genug kräftige Neger."
Wo hast Du die Information her, dass es eine handbetriebene Rohrbiegemaschine ist?

Als Antrieb waren vermutlich Lokomobile verwendet worden. Diese werden in der Originalliteratur in der Zeichnung dargestellt, zumindest in Tabora.
 
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Moin

Ich bin nicht sicher ob im Gebiet um Tabora Ölpalmen gedeihen können!
Klimatisch eher ungünstig für Elaeis guineensis.
Da hast Du Recht. Ich habe im Tropenpflanzer 1913 nachgesehen, in einem Bericht der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft (S. 367ff) steht folgendes:
1625985402833.png
 
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Moin
Ob das mit der Rohrbiegemaschine stimmt weiß ich nicht, aber für eine Lokomotivwerkstatt braucht man fast zwingend ein.
Der Austausch von Dampfleitungen würde ohne sehr schwierig.
Von daher ist das durchaus möglich.
Was meinen die oben im Tropenpflanzer?
Kautschuk oder Kapok?
 
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