Preisentwicklung Münzen generell

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Hallo ans Forum,

geht es nur mir so in meinen Sammelgebieten oder stellt ihr auch eine momentane Inflation der Preise fest ?
Beim Kaiserreich geht das ja schon etwas länger so, gibt es ja genug Threads zu, aber bei Bullion ist das Verhältnis von Münzpreis zum Spot ein komplett anderes geworden. Eine 5 Oz Silbermünze ist nicht mehr unter 160 € zu bekommen, 10 Oz kaum mehr unter 300 €. Aufschläge auf Spot > 30% !
Alte Gold Bullions zusehends ausverkauft, Chile, USA, Frankreich usw. und wenn die mal angeboten werden, riesige Aufschläge.
Beispiel Auragentum - einfach komplett leer gekauft in diesen Rubriken.
Vor einigen Monaten gab es noch regelmäßig Angebote von 2,5% Aufschlag auf Spot bei Vreneli und Konsorten, davon kann man nur noch träumen.
Auch nagelneue Bullions haben wesentlich höhere Aufschläge auf Spot.
Wer momentan Edelmetalle verkaufen will hat es gut, wer kaufen will zahlt ordentlich.
 

bayreuth

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Angesichts von Negativzinsen und evtl. Drohender Vermögenssteuer versuchen halt immer mehr Menschen das hart erarbeitet mehrfach versteuerte Geld irgendwie halbwegs sicher anzulegen.
Wenn Bullion ausverkauft oder zu teuer ist, sollte man sich halt Alternativen suchen die es noch zum Spot oder sogar Schmelzpreis gibt, wie z.B. punzierte Kommerz-Medallien. Im Notfall kann man die bequem bei der Schmelze liquidieren.
 

Seltengast

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(...)
geht es nur mir so in meinen Sammelgebieten oder stellt ihr auch eine momentane Inflation der Preise fest ?
(...)
Das ist auch meine Beobachtung. Und das gilt nicht nur für Bullionmünzen oder für Stücke aus dem Kaiserreich.

Selbst Kilolots mit gängigen Weltmünzen sind auf den letzten Auktionen, die ich beobachtet habe, für ein vielfaches dessen, was vor zwei Jahren gezahlt wurde, versteigert worden. Bei manchen Lots (gut durchmischt, mit ein wenig Silber) wurde knapp 30 Euro pro Kilo gezahlt.

Kurz dachte ich, dass möglicherweise jetzt der einzige und richtige Zeitpunkt ist, die Sammlung zu verticken... ;)
 
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Als bekennender Unzensammler /-horter kann ich berichten, das der Papierkurs oben rechts seit Pandemiebeginn nichts mehr mit dem physischen Preis einer Unze zu tun hat. 25-30 Prozent Aufschlag sind normal geworden. Nach dem untauglichen Reddit-Angriff auf den Silbermarkt Anfang Februar ist es noch schlimmer geworden. Gaaaanz ganz langsam beruhigt sich der Markt wieder ein wenig, Maple Leafs gibt auch mal wieder für €26,50 bei €22.- Spot, das sind ja nur 20% Aufschlag.

Bei sogenannten limitierten "Premium-Bullion" nehmen die Preise aber manchmal wahnwitzige Formen an (BlackFlag, Big Five und viele viele mehr). Selbst lokale deutsche Agenturausgaben wie die Ottifantenmünze mit einer 30k Auflage kosten nun 100% Aufschlag ohne das sich der Papier-Silberpreis nennenswert geändert hätte. Verrückt. Ich halte mich derzeit stark zurück, mir sind die Unzen einfach zu teuer und kaufe nur Stücke, deren Serie ich bereits begonnen hatte. Ganz fürchterlich weh werden mir z.B. die letzten beiden Ausgaben der 10oz Queens Beasts 2021 tun, da werden bestimmt 300 Euro fällig pro Stück. Die gab es vor der Pandemie für die Hälfte.

Bei Gold sehe ich das etwas anders. Hier kann man aktuelles Anlagegold von 1,13% bis zu 10% Aufgeld leicht finden, je kleiner die Stückelung, desto größer aber das Aufgeld. Beim Kaiserreich kenne ich die Entwicklung aber nicht.
 

Seltengast

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Das ist auch meine Beobachtung. Und das gilt nicht nur für Bullionmünzen oder für Stücke aus dem Kaiserreich.

Selbst Kilolots mit gängigen Weltmünzen sind auf den letzten Auktionen, die ich beobachtet habe, für ein vielfaches dessen, was vor zwei Jahren gezahlt wurde, versteigert worden. Bei manchen Lots (gut durchmischt, mit ein wenig Silber) wurde knapp 30 Euro pro Kilo gezahlt.

Kurz dachte ich, dass möglicherweise jetzt der einzige und richtige Zeitpunkt ist, die Sammlung zu verticken... ;)

Kostprobe gefällig: aktuelle Wago #117,
hier: Los #517 und #518

aktuell wird für das Kilo inkl. Pappe etwa 50 Euro geboten! o_O
 
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Beim Kaiserreich kenne ich die Entwicklung aber nicht.
Beim Kaiserreich ist die Entwicklung einfach jämmerlich wenn man seine Sammlung erweitern möchte. Und ich befürchte das es noch schlimmer wird. Selbst bei den billigen Willis (Wilhelm II, Doppelkrone) als Anlagegold, wird mittlerweile mindestens 12% Aufschlag gefordert. :oops:
 

Seltengast

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Ich bin ja mal gespannt, was so morgen in Arnsberg passieren wird.
Zumindest schmiert der Server für die morgige 120. Wago im Moment ständig ab. :(
Wohl dem, der sein Gebot bereits abgegeben hat!
 
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