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Privatverkauf von Sammlungen / USt-Pflicht

Dieses Thema im Forum "Rechtliche Fragen" wurde erstellt von jeggy, 12. Juli 2014.

  1. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Die einfachste Möglichkeit wurde noch nicht genannt.
    Die Sammlung aufteilen:
    - Die Wertvollen Stücke einzeln (in der durchschnittlichen Sammlung sind das weniger als man denkt, und wirklich hochwertige Sammlungen haben in der Regel nicht 1000 hochwertige Stücke, sondern sind überschaubar in der Anzahl)
    - Die, die um den Materialpreis rausgehen als Lot
    - Die die nur ungefähr den Nennwert bringen, gleich ausgeben oder umtauschen wenn möglich
    - Und Feepay meiden. Es gibt Spezialforen für alles und Kleinanzeigen.
    Ein Bekannter hat mal einen Nachlass mit massig Militaria (aus WWII, die problematischere Sorte) aufzulösen gehabt. Ein wenig Einlesen in die Materie um einen Überblick zu gewinnen über ungefähre Preislage, in einschlägigen Foren Kontakte mit Interessierten hergestellt, Abwicklung gegen Cash.

    Das soll keine Anleitung zur Steuerhinterziehung sein, natürlich müssen auch die Bareinnahmen korrekt in der Steuererklärung angegeben werden.

    Bei Sammlungen im Millionenwert (aber wer hat das schon), lohnt vor Verkauf evtl. eine Auswanderung in die Schweiz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2014
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  2. rufuszufall

    rufuszufall

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    Das ändert aber nichts an der steuerrechtlichen Betrachtung.

    Ob der deutsche und der schweizer Zoll beim Grenzübergang der Sammlung keine Fragen hat :confused:
     
  3. bayreuth

    bayreuth Moderator Mitarbeiter

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    Hab ich ja geschrieben: Einnahmen selbstverständlich auch in bar anzugeben.

    Auf den persönlichen Besitzstand bei einem Umzug im Rahmen einer Auswanderung aus Deutschland fallen soweit ich weiß keine Steuern und Zollabgaben in Deutschland mehr an. Zumindest seit 1945...
    Man sollte natürlich im Zweifelsfall nachweisen können, das einem das Zeug auch tatsächlich gehört.
    Das gleiche gilt für Einwanderungen, was gerne von Rückkehrenden Expats genutzt wird, die im Ausland günstig einkaufen während eines oft mehrjährigen Aufenthalts. (Bei OVP Neuware könnte es allerdings Probleme geben)
     
  4. Wagner

    Wagner

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    Nicht USt und ESt vermischen: Basis für die ESt wäre hier für ev. gewerbliche Einkünfte der Gewinn, dh: Erlöse abzüglich Aufwand. Problem hier: Kann man den Aufwand (vor allem den damaligen Wareneinsatz) belegen?

    USt: Zumindest in Österreich gibt es die Kleinunternehmerregelung die grob umschrieben besagt, dass man € 36.000,- Umsatz (Achtung: Nicht Gewinn) erzielenkann ohne USt abliefern zu müssen. Einmalig ist ein Überschreiten um 15% möglich, dh: einmalig wäre auch ein Umsatz von bis zu ca. € 41.000,- im Jahr möglich.
    Somit fällt mMn schon mal bei den allermeisten "privaten Ebay-Verkäufern" keine USt an!


    Auch hier wieder: Nicht USt und ESt vermischen. Ohne Gewinn fällt auch keine ESt an. Die Ausführungen stimmen aber grds für die USt.


    Stimmt mMn nicht. Warum sollte ich meinen einzigen Vatikan-KMS nicht wieder verkaufen dürfen, weil mir das Motiv doch nicht gefällt?


    Wenn das Finanzamt einem Verkäufer schon als gewerblich einstuft (zu seinem Nachteil), dann müssen aber die "Vorteile" (VSt-Abzug, Differenzbesteuerung) auch für ihn gelten.
    Problem: Hat man von jedem Wareneinkauf auch eine gültige Rechnung die zum Vorsteuerabzug berechtig dh: von einem Händler mit Ausweis der USt? Der Vorteil vom möglichen VSt-Abzug geht also ins Leere, wenn man die eigenen Münzen selbst immer nur von Privat (egal ob über eBay oder ähnliches) gekauft hat und somit keine VSt-Rechnung hat.


    Ich denke doch. Zumindest in den österreichischen Richtlinien zur USt/ESt wir das/ein Beispiel mit einer Veräußerung von Briefmarken explizit genannt. Verkauf in einigen wenigen Tranchen erfüllt nicht die Gewerblichkeit. Aber wie schon oft erwähnt: Die Gesamtbetrachtung zählt. Auch wie der Auftritt auf eBay erfolgt. Seagram hat das auch schon erwähnt.
     
  5. jeggy

    jeggy ********

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    Steuern schon, es gibt hier in der Schweiz die Vermögenssteuer (ab ca. 100 kCHF, bzw. je nach Kanton)
     
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  6. Hsv1896

    Hsv1896

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    hat sich hier eigentlich in den letzten jahren etwas an der rechtssprechung getan?

    wenn man tag heute seine langjährige sammlung für den betrag X in einem einzigen zug verkauf (zB an einen händler),
    dann dürften keinerlei steuern anfallen. steht das so noch? sei es nun ein betrag von 5.000, 50.000 oder 500.000 €.
     
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