Privatverkauf von Sammlungen / USt-Pflicht

bayreuth

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
25.11.2007
Beiträge
3.387
Punkte für Reaktionen
1.884
Die einfachste Möglichkeit wurde noch nicht genannt.
Die Sammlung aufteilen:
- Die Wertvollen Stücke einzeln (in der durchschnittlichen Sammlung sind das weniger als man denkt, und wirklich hochwertige Sammlungen haben in der Regel nicht 1000 hochwertige Stücke, sondern sind überschaubar in der Anzahl)
- Die, die um den Materialpreis rausgehen als Lot
- Die die nur ungefähr den Nennwert bringen, gleich ausgeben oder umtauschen wenn möglich
- Und Feepay meiden. Es gibt Spezialforen für alles und Kleinanzeigen.
Ein Bekannter hat mal einen Nachlass mit massig Militaria (aus WWII, die problematischere Sorte) aufzulösen gehabt. Ein wenig Einlesen in die Materie um einen Überblick zu gewinnen über ungefähre Preislage, in einschlägigen Foren Kontakte mit Interessierten hergestellt, Abwicklung gegen Cash.

Das soll keine Anleitung zur Steuerhinterziehung sein, natürlich müssen auch die Bareinnahmen korrekt in der Steuererklärung angegeben werden.

Bei Sammlungen im Millionenwert (aber wer hat das schon), lohnt vor Verkauf evtl. eine Auswanderung in die Schweiz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
07.11.2003
Beiträge
13.070
Punkte für Reaktionen
8.248

bayreuth

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
25.11.2007
Beiträge
3.387
Punkte für Reaktionen
1.884
Das ändert aber nichts an der steuerrechtlichen Betrachtung.


Ob der deutsche und der schweizer Zoll beim Grenzübergang der Sammlung keine Fragen hat :confused:
Hab ich ja geschrieben: Einnahmen selbstverständlich auch in bar anzugeben.

Auf den persönlichen Besitzstand bei einem Umzug im Rahmen einer Auswanderung aus Deutschland fallen soweit ich weiß keine Steuern und Zollabgaben in Deutschland mehr an. Zumindest seit 1945...
Man sollte natürlich im Zweifelsfall nachweisen können, das einem das Zeug auch tatsächlich gehört.
Das gleiche gilt für Einwanderungen, was gerne von Rückkehrenden Expats genutzt wird, die im Ausland günstig einkaufen während eines oft mehrjährigen Aufenthalts. (Bei OVP Neuware könnte es allerdings Probleme geben)
 
Mitglied seit
28.01.2002
Beiträge
1.156
Punkte für Reaktionen
37
Wenn ich nachweislich in den letzten 15 Jahren eine Euro - und DM-Sammlung mühevoll zusammengesammelt habe und sie jetzt wieder veräußern will, z.B. weil ich jetzt andere Hobbys habe, dann soll ich mir Gedanken um Steuern machen müssen ? Obwohl ich vielleicht gar keine Wertsteigerung erzielt habe ? Das kann doch nicht angehen.....
Nicht USt und ESt vermischen: Basis für die ESt wäre hier für ev. gewerbliche Einkünfte der Gewinn, dh: Erlöse abzüglich Aufwand. Problem hier: Kann man den Aufwand (vor allem den damaligen Wareneinsatz) belegen?

USt: Zumindest in Österreich gibt es die Kleinunternehmerregelung die grob umschrieben besagt, dass man € 36.000,- Umsatz (Achtung: Nicht Gewinn) erzielenkann ohne USt abliefern zu müssen. Einmalig ist ein Überschreiten um 15% möglich, dh: einmalig wäre auch ein Umsatz von bis zu ca. € 41.000,- im Jahr möglich.
Somit fällt mMn schon mal bei den allermeisten "privaten Ebay-Verkäufern" keine USt an!


1. Irrtum --> ich habe doch keinen Gewinn gemacht
mag sein, ist aber irrelevant. Eine Gewinnerzielungsabsicht ist hinreichendes aber kein notwendiges Argument der Gewerblichkeit!
Auch hier wieder: Nicht USt und ESt vermischen. Ohne Gewinn fällt auch keine ESt an. Die Ausführungen stimmen aber grds für die USt.


Neuware
(alles was nicht ein Jahr alt ist) hat bei einem privaten Ebayer nix zu suchen. Denn gewerbliches Handeln ist der Verkauf z.B. von Neuware
Ergo - kein Problem die 30 Kaiserreich Silberlinge zu verscherbeln, aber den Vatikan-KMS 2014 (auch wenn es von Oma zum Geburtstag war) hat da nix zu suchen!
Stimmt mMn nicht. Warum sollte ich meinen einzigen Vatikan-KMS nicht wieder verkaufen dürfen, weil mir das Motiv doch nicht gefällt?


Wenn dann der Verkäufer dann noch alle Kaufbelege hat (kann er meiner Meinung nach, die Vorsteuer in Abzug bringen) oder bei Kauf von Privat eine Differenzbesteuerung anwenden.
Oha, jetzt wird es aber verwegen. Wie soll das denn gehen wenn "der Verkäufer" weder zum Zeitpunkt des Erwerbs noch zum Zeitpunkt des Verkaufs umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer war?
Wenn das Finanzamt einem Verkäufer schon als gewerblich einstuft (zu seinem Nachteil), dann müssen aber die "Vorteile" (VSt-Abzug, Differenzbesteuerung) auch für ihn gelten.
Problem: Hat man von jedem Wareneinkauf auch eine gültige Rechnung die zum Vorsteuerabzug berechtig dh: von einem Händler mit Ausweis der USt? Der Vorteil vom möglichen VSt-Abzug geht also ins Leere, wenn man die eigenen Münzen selbst immer nur von Privat (egal ob über eBay oder ähnliches) gekauft hat und somit keine VSt-Rechnung hat.


Die einfachste Möglichkeit wurde noch nicht genannt.
Das ändert aber nichts an der steuerrechtlichen Betrachtung.
Ich denke doch. Zumindest in den österreichischen Richtlinien zur USt/ESt wir das/ein Beispiel mit einer Veräußerung von Briefmarken explizit genannt. Verkauf in einigen wenigen Tranchen erfüllt nicht die Gewerblichkeit. Aber wie schon oft erwähnt: Die Gesamtbetrachtung zählt. Auch wie der Auftritt auf eBay erfolgt. Seagram hat das auch schon erwähnt.
Auch die Artikelbeschreibung ist relevant! Hier ist weniger dann mehr... 3 Mark Kaiserreich Preussen, vorzüglich im Rähmchen reicht!
 

jeggy

********
Mitglied seit
25.01.2004
Beiträge
7.906
Punkte für Reaktionen
304
Auf den persönlichen Besitzstand bei einem Umzug im Rahmen einer Auswanderung aus Deutschland fallen soweit ich weiß keine Steuern und Zollabgaben in Deutschland mehr an. Zumindest seit 1945...
Steuern schon, es gibt hier in der Schweiz die Vermögenssteuer (ab ca. 100 kCHF, bzw. je nach Kanton)
 
Oben