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Probeprägung aus Stuttgart zusammen mit VDM

Dieses Thema im Forum "Fehlprägungen, Varianten und Variationen" wurde erstellt von Srolly, 9. Januar 2017.

  1. Srolly

    Srolly

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    Hallo, wer kann mir Informationen zu dieser Münze/Medaille geben ?
    Es handelt sich meiner Meinung nach, um einen Versuch der Münze Stuttgart in zusammenarbeit mit VDM(Vereinigte deutsche Metallwerke/Schrötlingslieferant) um die Prägbarkeit von Bimetall-Schrötlingen zu testen .
    Vielleich im Vorfeld der Euro-Prägung. Aber dafür spricht die Jahreszahl definitiv nicht. Oder kann es sich um eine Probe für einen Auslandsauftrag handeln ?

    Die Münze besteht aus einem Cu-Ni-Ring mit Messing-Kern(oder Alu-Bronze?). Der Durchmesser beträgt 32,3 mm / Das Gewicht 14,21 g
    Jahr_der_Musik_Mozart1986F.jpg
    Vielen Dank
    srolly
     
  2. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Um 1980 herum war in der Bundesrepublik die Einführung einer Kursmünze zu 10 DM im Gespräch. Vielleicht kann man dieses Gepräge in diesem Zusammenhang sehen ?
     
  3. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    P.S. Das Motiv der Pille kommt mir bekannt vor. In den 60er Jahren gab es mal eine Medaillenserie mit berühmten Musikern , ich glaube im Gewicht von Doppelkronen. Daher vielleicht ?
     
  4. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Habe in " Münze betreffend " von Rinke nachgesehen. Der Verfasser war ein langjähriger VDM- Mitarbeiter. Dein Stück steht nicht mit dem um 1980 geplanten Zehnmarkstück in Zusammenhang , dafür hatte man eine Dickmünze aus einer gelben Monometallegierung entworfen, das Patent wurde dann später für das spanische 500 - Peseten- Stück verwendet. Dein Stück erwähnt Rinke nicht gesondert, doch schreibt er, dass VDM Versuche mit Bimetallprägungen anstellte. Für welchen Markt diese gedacht waren, wird nicht erwähnt.
     
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  5. Srolly

    Srolly

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    Hallo Kronerogøre , deine Informationen zu dem Stück sind schon SEHR GUT . ich Danke Dir .
    Insbesondere der Kommentar >...dass VDM Versuche mit Bimetallprägungen anstellte. Für welchen Markt diese gedacht waren, wird nicht erwähnt.< gefällt mir sehr gut, weil ich schon die Idee hatte , das es sich um eine Probe zum 500-Lire-Stück aus Italien handelt(Hab ich nicht mit 500 Peseta-Stück verwechselt!).Es ist nicht von der Hand zu weisen,das es dem 500-Lire-Stück ähnlich sieht. Zumindest vom Material her(Auch Bi-Metall).
    Deutsche Prägestätten stellen ja auch für andere Länder Münzen her.
    Aber Deine anderen Ideen sind auch sehr interessant.
    Ich habe bereits G.F. kontaktiert , aber eine Antwort ist bisher ausgeblieben .
     
  6. rufuszufall

    rufuszufall

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    Bimetallische Probeprägungen und Medaillen gibt es wie Sand am Meer. Deine ist allerdings recht früh entstanden.
    Du kannst Dich ja mal beim Worldwide Bi-Metallic Collectors Club umschauen.
     
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  7. Ruhejofes

    Ruhejofes

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  8. Kronerogøre

    Kronerogøre

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    Auf Italien geht Rinke gesondert ein. Das 500- Liresstück von 1982 wurde laut seinen Aussagen ohne das Zutun von VDM in einer Zusammenarbeit der beiden italienischen Rondenzulieferer geboren. Vielleicht bemerkt der Verfasser, dessen Betriebstreue sein gesammtes Buch durchsäuert auch deshalb etwas etwas schnippisch, der Stahlproduzent im Aostatal und der Messinghersteller hätten sich wohl nicht jeder fürsich durchsetzen können ( vulgo - nicht genug geschmiert ? )
    Dein Stück verstehe ich vor diesem Hintergrund als Versuch, von der Bicolormode allgemein zu profitieren.

    Hier noch ein Link zum Rinke : Rinke : Münze betreffend
     
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  9. Srolly

    Srolly

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    Vielleicht ist es auch ein Versuch eine Bi-Metall-Prägung auszuprobieren und man hat einen Stempel welcher vorhanden war genommen , ihn noch "erweitert" und hat daraus dann ein paar Probeprägungen hergestellt. Wie ich jetzt auf "erweitert" komme fragt Ihr euch . Nämlich deswegen : http://www.m*a*-*s*h*o*p*s.at/witte/item.php5?id=4586 .
    Ich denke wir haben das Problem ein wenig gelockert. Trotz alle dem , werde ich nochmals bei G.F. nachfragen. Vielleicht hat er noch andere Informationsquellen ?

    ABER : VIELEN DANK AN ALLE ; DIE MIR BEI DER LÖSUNG DES PROBLEMS EIN STÜCK BEIGETRAGEN HABEN !!!

    srolly
     
  10. varukop

    varukop

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    Moin Moin,

    aus mehreren Gründen etwas spät möchte ich die Frage zu dem in Beitrag #1 gezeigten - ohne weiteres Hintergrundwissen als Stempelprobe, Materialprobe, Prägeprobe, Rändelungsprobe oder einer Kombination dieser Möglichkeiten zu bezeichnenden - Produkt beantworten.
    Ich habe ein zweites Exemplar dieser Herstellung in meiner Sammlung und habe es 2006 über den Erwerb seines umfangreichen Probenfundus über den direktvon Kontakt von H. Rinke erhalten.
    In seinem als Abb. beigefügten Schreiben an mich erwähnt er u.a. den Grund und die Umstände speziell der Herstellung dieser Probeprägung (gekennzeichnet mit (1) ).
    Es handelt sich hierbei über die beschriebene zufällige Verwendung eines gerade in Gebrauch befindlichen Stempelpaares eindeutig um eine „Material und/oder Prägeprobe ohne Bezug zu einem speziellen Medaillen- oder Münzenmotiv“.

    ---> Ohne dieses bzw. generell solch ein mehr oder weniger zufällig existierendes schriftliches Beweisdokument aus kompetenter Feder muss die Diskussion letztendlich immer in Spekulationen / Vermutungen enden, da es sich eben auch immer um eine der oben genannten Möglichkeiten handeln könnte.
    Auch zu irgendwelchen Zahlen zum möglichen Vorkommen kann man ohne schriftlich dokumentierte Fakten keine Aussagen machen - vor allem weil man berücksichtigen muss, dass solche Proben "eigentlich" fast bis komplett vernichtet wurden / werden. Wenn man die Vollständigkeit dieses Vernichtens dann noch vor dem Hintergrund des Auftauchens von z.B. nicht existieren ollenden unterschiedlichen Weltkugeln oder gedrehten Sternen betrachtet .......

    Weitere von ihm beschriebene Proben ohne bzw. mit Bezug habe ich auf Seite 1 in seinem Schreiben ebenfalls mit den Nr. der entsprechenden Abb. versehen.
    Diese von verschiedenen Seiten initiierten, meist wenig bis gar nicht spezifizierbaren, Proben gibt es - wie „rufuszufall“ erwähnt - tatsächlich mehr oder weniger „wie Sand am Meer“.

    Für einen Sammler von z.B. Münzen und/oder von deren Varianten und Stempelkopplungen und/oder Fehlprägungen wird es allerdings dann richtig interessant, wenn die erzeugten Produkte selbst schon einen Bezug zu einer bestimmten Münze aufweisen. Das kann z.B. über die Verwendung der Originalronden ohne Rändelung (weitestgehend über die Rondeneigenschaften identifizierbar) oder mit Rändelung (sehr spezifisch und natürlich nochmals gesteigert interessant) gegeben sein.

    Auch hierzu habe ich mal ein paar „nette“ Beispiele abgebildet.
    Drei dieser Proben möchte ich hier besonders hervorgehoben wissen. Es sind dies die auf den Abb. 4, 7 und 12.
    ---> Probe 4 erwähnt H. Rinke in seinem Schreiben an mich als etwas wohl Einmaliges - da nur ein Exemplar erzeugt wurde bzw. nur er ein solches Exemplar aufgehoben hat!?
    ---> Probe 7 ist zwar leider entwertet, aber über die Verwendungskombination der Prägewerkzeuge des J 387 mit einer Ronde des J 415 für mich ein „kleiner Schatz“.
    Über das sichtbare Datum 1972 und der bereits in Planung befindlichen Änderung des Rondenmaterials kann man bei diesem Stück entweder von einer reinen Material- oder aber einer Material-/Prägeprobe mit den momentan in Verwendung befindlichen, d.h., „zufällig vor Ort herumliegenden“, Prägestempeln des J 387 ausgehen.
    ---> Probe 12 (ohne Jz u. ohne Mz, mit der normalen 2 Euro Ronde entsprechender Magnetreaktion der Pille, mit Randkerben) ist ein besonderes Unikat, da man sich vermutlich vor dem Hintergrund der Verquickung „Rändelung / Gültigkeit als Zahlungsmittel“ * etwas Besonderes zur Vermeidung einer Gültigkeit einfallen lassen hat.
    * Gemäß Auskunft erlangt eine Ronde bereits nach Aufrollen der offiziell vorgesehenen Rändelung automatisch den Status eines gültigen Zahlungsmittels

    Da es sich bei der Probe zum „Studium des Verhaltens von Material, Stempeln und Rändelung beim Prägevorgang“ sehr wahrscheinlich (bis sicher ;) :)) um eine hinsichtlich aller Parameter der späteren 2 Euro Münzen entsprechende handeln sollte, musste neben dem Rondenmaterial und Prägestempeln mit einer Abb. auch eine Rändelung an den Ronden vorhanden sein.
    Es wurde deshalb neben den Stempeln mit speziellen (Münz)Bildern für diese Versuche auch ein Rändeleisen mit „sehr spezieller“ Randschrift hergestellt.
    Sie lautet: <> EEGINIKIT NUD RCRT UDN FIRIEHET
    Es handelt sich demnach um die vorgesehene Randschrift nach Durcheinanderwirbeln der jeweiligen Buchstaben eines Wortes - mit einem bewusst oder unbewusst!? erzeugten Fehler in einem dieser Worte :).
     

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    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2017
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