Ralfs erstes Münzrätsel

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Jetzt mache ich auch mal ein Münzrätsel.

"Was kümmert es uns, dass du dich für unschuldig erklärst! Wir wissen alle, was du getan hast, und deine Gründe spielen keine Rolle, denn Taten zählen mehr als Worte. Doch dieses Geld wird niemals in die Schatztruhen zurückkehren. Denn es ist Blutgeld."

An wen sind diese Worte gerichtet, und um welches Geld handelt es sich?


Ralf
 
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Lösung

Dies sprachen die Hohepriester und Ältesten zu Judas , nachdem er den Verrat Christi als Unrecht ersieht und das Geld, welches er für den Verrat bekam, zurückgeben will.

Bei dem Geld handelt es sich um die 30 Silbergroschen, die Judas nach der Ablehnung als Blutgeld in den Tempel wirft und sich anschließend erhängt.

Nachzulesen im Kapitel 27 des Matthäus-Evangeliums.:D
 

Raphael

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Waren es "Silbergroschen" ??? Ist die Bezeichnung Groschen, nicht etwas jünger?
Es liegt bestimmt an den geläufigen Übersetzungen.
 
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In der ein oder anderen Übersetzung...

Original geschrieben von Raphael
Waren es "Silbergroschen" ??? Ist die Bezeichnung Groschen, nicht etwas jünger?
Es liegt bestimmt an den geläufigen Übersetzungen.

...ist von Silbergroschen, in anderen nur von Silberlingen die Rede. Nach der allgemeingültigen Übersetzung der Bibel durch Luther in der überarbeiteten Fassung von 1984 heisst es in Matthäus 27:

"Jesus vor Pilatus. Das Ende des Judas
1 Am Morgen aber fassten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volkes den Beschluss über Jesus, ihn zu töten, 2 und sie banden ihn, führten ihn ab und überantworteten ihn dem Statthalter Pilatus. 3 Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück 4 und sprach: Ich habe Unrecht getan, dass ich unschuldiges Blut verraten habe. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu! 5 Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging fort und erhängte sich. 6 Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld. 7 Sie beschlossen aber, den Töpferacker davon zu kaufen zum Begräbnis für Fremde. 8 Daher heißt dieser Acker Blutacker bis auf den heutigen Tag. 9 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: »Sie haben die dreißig Silberlinge genommen, den Preis für den Verkauften, der geschätzt wurde bei den Israeliten, 10 und sie haben das Geld für den Töpferacker gegeben, wie mir der Herr befohlen hat« (Jeremia 32,9; Sacharja 11,12-13). 11 Jesus aber stand vor dem Statthalter; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach: Du sagst es. 12 Und als er von den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts. 13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, wie hart sie dich verklagen? 14 Und er antwortete ihm nicht auf ein einziges Wort, sodass sich der Statthalter sehr verwunderte."

Ob nun Groschen oder nicht, gewonnen hab ich allemal...:D
 
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Raphael

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Welche Währung war da gemeint? Welche Münzen waren es? Sesterzen?
 
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Ich nehme an, den jüdischen Religionsbehörden werden die Münzen mit dem Kaiserbild wegen ihrer strengen Haltung zum Bilderverbot nicht sympathisch gewesen sein. Deshalb dürften sie wohl eigenes Geld (Schekel) verwendet haben. Vor dem Tempel gab es ja die Tische der Geldwechsler, die römisches oder anderes Geld in jüdische Währung umtauschten, so dass die Pilger im Tempelbezirk bezahlen konnten.

Ralf
 
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Das Bilderverbot galt nicht für Denunzianten. -Es waren tiberianische Denare.So jedenfalls wird es in meiner Familie seit 1971 Jahren erzählt.
 
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