Reinigung von Zink-Münzen des 3. Reiches, die Chemiker sind gefragt!

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ein ganz spezielles Thema ist die Reinigung von Zink-Münzen des 3. Reiches. Über die Suchfunktion hab ich zwar eine Frage zu diesem Thema gefunden, aber damals waren keine Antworten gekommen.

Deshalb nochmals meine Frage: Wer kann mir Tipps geben, wie diese Münzen zu reinigen und zu konservieren sind. Viele dieser Münzen haben weiße Flecken, die man –so glaube ich- Zinkpest nennt. Manche dieser Münzen sind bereits so zerfressen, dass man sie nur noch aussortieren kann – nicht mehr sammelwürdig! Also wer hat Erfahrung mit der Reinigung und wie kann man verhindern, dass gut erhaltene Zink-Münzen im Lauf der Jahre dann doch diese scheußlichen Flecken bekommen?

Falls jemand einen entsprechenden Artikel im Netz weiß, bin ich für jeden einen Hinweis dankbar.
 

Raphael

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Durch eine etwaige Reinigung werden die Münzen nicht schöner, sie werden eher dadurch kaputt gemacht.
 
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Zinkmünzen die schon sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, würde ich auch nicht mehr mit anderen Zinkmünzen in Berührung kommen lassen.

Um ehrlich zu sein, ich würde sie sogar wegwerfen, wenn die Stücke nicht allzu teuer oder selten sind.
mfg
Wolfgang
 
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Original geschrieben von Raphael
Durch eine etwaige Reinigung werden die Münzen nicht schöner, sie werden eher dadurch kaputt gemacht.

Ich möchte sie nicht schöner machen, sondern nur im Zustand erhalten(konservieren). Aus langer Ehrfahrung weiß ich dass die Zinkmünzen im Lauf der Jahre immer schlechter werden und dann kann man sie tatsächlich nur noch wegschmeißen.

Ein Sammler antiker Münzen hat mir den Rat gegeben, sie tage- oder gar wochenlang in Olivenöl legen. Klingt komisch:confused: Hat´s schon jemand versucht?
 
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@tisso

Original geschrieben von tisso
Ich möchte sie nicht schöner machen, sondern nur im Zustand erhalten(konservieren). Aus langer Ehrfahrung weiß ich dass die Zinkmünzen im Lauf der Jahre immer schlechter werden und dann kann man sie tatsächlich nur noch wegschmeißen.

Ein Sammler antiker Münzen hat mir den Rat gegeben, sie tage- oder gar wochenlang in Olivenöl legen. Klingt komisch:confused: Hat´s schon jemand versucht?

Zumindest die schonendste Methode. Allerdings greifen die Säuren im Öl über lange Zeiträume das Zink an. Bis dahin haben uns alle aber die Würmer gefressen. Es muß übrigens nicht Olivenöl sein, die meisten anderen funzen auch und konservieren ganz gut.

Gruß Olaf
 
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@tisso

Was du meinst ist eigentlich Zinkfraß/Gußpest, gelegentlich auch als Zinkpest beezeichnet (ist aber wahrscheinl. verwechselt mit der bekannten Zinnpest). Die Zinnpest ist eine Umwandlung von metallischem Zinn in halbmetallischesZinn, während der Zinkfraß bedingt wird durch die Oxidation der in der Legierung vorhandenen Metalle (häufig Blei). Dabei wird aufgrund der größer werdenden Moleküle das Metallgitter auseinander gebrochen und das Metall zerbröselt langsam. Die Zinnpest ist reversibel, der Zinkfraß jedoch nicht. Begünstigt wird Zinkfraß von hohen (und wechselnden) Temperaturen und eine hohen Luftfeuchtigkeit. Soviel zum Hintergrund.

So sollte es zumindest ratsam sein, die Münzen vor Licht, Wärme und zu hoher Luftfeuchtigkeit zu schützen.
 
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sind die Zinkmünzen bereits richtig oxidiert hilft auch reinigen nichts mehr. An schlechteren Exemplaren habe ich so alles probiert, was hier im Forum mal genannt wurde (Bäder, Coca-Cola u.a.). Hat nahezu nix geholfen.
Besser erhaltene/wertvollere Stücke würde ich AUF JEDEN FALL konservieren, z.B in dichte Rähmchen verpacken. Ich glaube, daß speziell bei Zinkmünzen der gulte alte Zaponlack wirklich hilfreich ist, auch wenn ich für diese Bemerkung hier im Forum jetzt bestimmt Prügel einstecke :D :D :D
 
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Hallo
Diese Erläuterung habe ich hier gefunden
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Gruß Lunar :)

Zink-Münzen
Zink-Münzen korrodieren schon nach relativ kurzer Zeit und es ist empfehlenswert diese Münzen zu reinigen und zu konservieren. Stempelfrische (1) Zink-Münzen (ohne Korrosion) wasche ich mit einer sehr weichen Bürste in einer milden Seifenlauge vorsichtig ab und konserviere sie anschließend mit dem schon angeführten biologischen Lack. Zink-Stücke, die der Erhaltung ss bis vz entsprechen, behandele sie wie oben vor, anschließend reinige ich mit "Greenwater" und bürste sie zum Schluß mit einer Messing-Bürste, immer dabei drehend um einen "Strich" zu vermeiden, vorsichtig ab. Durch diese Reinigung löst sich der Zinkrost und dort, wo sich der Rost gelöst hat, sind meist dementsprechende Löcher, klein zwar - aber vorhanden, in der Münze zu finden, sogenannte Rostnarben. Vor dem Konservieren ist unbedingt darauf zu achten, daß die Münze absolut trocken ist. Am besten legt man sie eine geraume Zeit auf die Heizung oder an einen warmen Platz.
Auch KN- und Chrom-Stahl-Münzen lassen sich mit dem Greenwater sehr gut reinigen.
1. Manchmal wundert sich der Sammler, daß Zink-Münzen angeboten werden, die 30-40-50 Jahre alt sind und immer noch einen einwandfreien Stempelglanz besitzen. Diese Münzen wurden schon damals in den Rollen konsterviert, in Plastik eingeschweißt oder luftdicht verpackt.
 
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Original geschrieben von Lunar
Hallo
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Gruß Lunar :)

@ Lunar
Ich glaube, die Erläuterung hast du hier gefunden:
http://www.muenzen-*******.de/dic/lexikon.html#Deutsch unter R wie Reinigung.

Das es Greenwater noch gibt :eek:
Ich finde, dass es ziemlich aggressiv wirkt, die Münzen schnell angreift.

Bürsten von Münzen ist immer problematisch, selbst mit den speziellen Messing- oder Neusilberbürsten (nicht die aus dem Baumarkt:D ).
Mir ist es noch nicht gelungen, dass man keinen Strich sieht, sogar auf relativ "harten" Cu/Ni Münzen. Deshalb habe ich die Bürsten aus meinem Reinigungsrepertoire verbannt.
 
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