Römischer Denar - Fälschung oder echt?

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Hallo!

Ich brauche Hilfe bei der Bestimmung einer römischen Münze. Hoffentlich erkennt irgendjemand, ob die Münze echt oder eine Fälschung ist! Konnte bisher nur herausfinden, dass auf der Vorderseite Faustina, die Gemahlin Antoninus' Pius zusehen ist und auf der Rückseite die Göttin Juno! Wer weiß Näheres???:confused:

Danke im Voraus!!!!
 

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Ich bin zwar nicht d e r Römer-Fälschungsspezialist, aber alleine schon wegen der porösen Oberfläche des Avers halte ich das Stück für eine schlampig gemachte Gussfälschung.
Gruß
corrado26
 

rethorn

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Hallo! Ich glaube, daß die Münze echt ist. Ich nehme an, man hat sie stark gereinigt und dann versucht mit Schwefelleber zu tönen. Siehe Rückseite. Wenn man die Münze zu lange oder falsch taucht, dann ist eine Seite glasig und perlig und die andere heller.Man müßte sie aber in der Hand halten und mal richtig mit Silbereiniger abwaschen. Ein Gebot von 5-10 Euro ist nicht verkehrt. Als echte Münze bekommt man kaum mehr bei dieser Erhaltung. Als gut gemachte Fälschung zahlen manche Sammler von Kopien auch soviel dafür.
 

rethorn

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Doch, man sieht schon ganz deutlich, daß auf der Kopfseite Grünfrass oder ähnliches entfernt wurde. Das sind keine Blasen , sondern Löcher, meiner Ansicht nach.
Gegen ein Tönen habe ich nichts einzuwenden. Jede Münze wird nach einiger zeit wieder dunkel. Aber Grünfrass sollte man schon entfernen, wenn die Oberfläche dadurch angeriffen wird.

Am Rand sieht man bei Vergrößerung Stauchspuren vom Prägeschlag.
Die Münze ist vom Bild her echt.
Also doch 10 Euro ist sie schon wert-mit Sicherheit. Ist halt nicht sehr selten.
 
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Das Münzbild sieht ziemlich flau aus für eine Prägung. Ich tippe auf eine Gussfälschung.

Das könnte als Vorbild gedient haben:
 

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Der unvollständige Rand auf der Rückseite unten links, sieht in der Vergrößerung aus, als wenn beim Guss das Material nicht ganz gereicht hat, die Kanten sind rund.
Für mich ist das eindeutig eine Gussfäschung.

@ rethorn, vielen Dank für Deine positive Einstellung. Du machst mich zu einem glücklichen - und ev. reichen Sammler.
Von diesen Fälschungen römischer und griechischer Münzen habe ich über 100 Stück. Die könntest Du mir mal alle schön reden.

Die angehangene geprägte Faustina stammt eindeutig vom selben (falschen) Stempel. Durch bürsten der Oberfläche wird Verschleiß vorgetäuscht, der Rand verrät aber auch bei unterschiedlicher Schrötlingsform die Handarbeit durch die unnatürlichen Bearbeitungsspuren. Die Fehler auf der Rückseite unten rechts und am Rand links sind absolut identisch.
 

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Hallo @all:

Danke für die schnellen Antworten. Ich habe mir überlegt (nach langen durchblättern von abbildenden Seiten), dass vielleicht sogar an dem Motiv der Juno auf der Rückseite etwas nicht stimmt! Bei manchen Prägungen schaut Juno nach rechts und nicht nach links!!! Ansonsten ist die vorliegende Prägungen mit den verglichenen Sites identisch!!! Naja, mir wird langsam klar, dass ich eine Fälschung in den Hände halte...aber über weitere Meinungen -auch zum vorher genannten Aspekt- bin ich natürlich dankbar.

MfG Antonius_Pius
 

rethorn

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Sorry, aber Bearbeitungsspuren findet man sehr oft bei Originalen Münzen.Gerade bei kaputten Randstellen werden die scharfen Bruchstellen mit einem Bims oder ganz einfach auf festem Papier oft glattgeschliffen.
Ich habe hier ca.60 Silberdrachmen aus einem Hortfund, bei denen ich bei 5 Münzen erstmal die scharfen und teilweise spitzen Kanten wegarbeiten mußte.Erstens wegen der Optik und zweitens, damit sich der Käufer nicht die Finger daran aufschneidet. Weil, dann bin ich als Händler dran.Und was ich dazusagen muß: Oftmals werden Münzen fälschlicherweise als Fälschungen abgetan, weil sie eine Hornsilberschicht haben.Und wenn man Münzen im Orient kauft, werden sie dort mit Natronlauge gereinigt. Da wird das schwarzgefärbte Hornsilber auch Silberfarben und die Oberfläche sieht aus wie kaputter Chrom. Und wenn dann der neu Besitzer anfängt, das Hornsilber mit Gewalt zu entfernen, dann kann der Rand ganz leicht ausbrechen.
Bei Hornsilber muß man sehr vorsichtig und aufwendig vorgehen und die Schicht dazwischen genau treffen beim Ablösen.Manchmal befindet sich unter dieser Schicht nur noch poröses Material oder ein Riss.Das erkennt man daran, wenn auf beiden Seiten an der gleichen Stelle eine Erhebung ist.
 
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