www.honscha.de

Rohrleitungsbauer finden Goldschatz in den Niederlanden

Dieses Thema im Forum "Münzen & Geschichte" wurde erstellt von numisfreund, 1. März 2018.

  1. numisfreund

    numisfreund Moderator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    2005
    Beiträge:
    9.403
    Zustimmungen:
    8.764


    Waterleidingbedrijf vindt pot met gouden munten
    Vandaag, 11:45
    Aangepast om 12:42


    xxl.jpg
    Wie NOS heute meldet, haben Rohrleitungsbauer bei Erdarbeiten bei Vianen einen Topf mit hunderten Silber- und Goldmünzen gefunden. Wahrscheinlich stammen sie aus dem 15. Jahrhundert.

    Mitarbeiter des Rohrleitungsbaubetriebs machten die Entdeckung bei Erdarbeiten in Hoef en Haag, einem Neubaugebiet zwischen Vianen und Hagestein.

    Zwölf Münzen scheinen aus Gold zu sein, die anderen aus Silber. Archäologe Peter de Boer datierte sie aus den Jahren 70 en 80 des 15. Jahrhunderts, als das Gebiet regiert wurde durch Burgundische Herzöge. Es handelt sich wahrscheinlich um Münzen, die viel für den Handel benutzt wurden.

    xxx.jpg
    De Boer ist begeistert über den Fund. Er verweist darauf, dass nur wenig über das Leben in dem Gebiet nach 1405 bekannt ist, als die mittelalterliche Stadt Hagestein zum größten Teil verwüstet wurde. "Wir haben nun ein Topf voller Geschichten. Da wird man als Archäologe sehr froh mit."

    In dem Topf war auch ein Stück Textil. Wahrscheinlich war ein Teil der Münzen damit eingerollt.

    xxxx.jpg
    Die Münzen sind nun unter anderem Eigentum des Rohrleitungsbaubetriebs, der Projektentwickler und der Eigentümer des Grundstücks, auf dem der Topf gefunden wurde. Sie haben sie vorübergehend zur Untersuchung abgetreten. Sobald der Münzwert geschätzt wurde, werden die Besitzer entscheiden, was mit ihnen geschehen soll.

    Quelle: NOS (Nederlandse Omroep Stichting) Waterleidingbedrijf vindt pot met gouden munten

    übersetzt durch numisfreund
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. März 2018
  2. Raphael

    Raphael Super-Moderator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    2001
    Beiträge:
    12.916
    Zustimmungen:
    743
    Glückwunsch!
     
  3. hegele

    hegele Registered User

    Registriert seit:
    2001
    Beiträge:
    10.469
    Zustimmungen:
    4.396
    Ebay Username:
    eBay-Logo drei.stutz
    Ich glaube, in Deutschland müsste man sie abgeben, da gehörten sie dem Staat.
    Oder liege ich da falsch ?
     
  4. numisfreund

    numisfreund Moderator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    2005
    Beiträge:
    9.403
    Zustimmungen:
    8.764
    Ja, das ist richtig ...

    In den Niederlanden ist es anders. Dort gibt es auch viele Hobbysucher, die mit ihren Metalldetektoren durch die Lande ziehen, um Münzen etc. zu suchen und zu finden. Im niederländischen Münzenforum, in dem ich auch aktiv bin, wird viel darüber berichtet.
     
    sammler0788 gefällt das.
  5. Handzumgrus

    Handzumgrus

    Registriert seit:
    2009
    Beiträge:
    1.289
    Zustimmungen:
    675
    In Bayern gehören sie zur Hälfte dem Grundstückseigentümer und zur Hälfte dem Finder.
    Dem Staat gehört da gar nichts.

    Man darf bei Verdacht auf ein Bodendenkmal jedoch nicht einfach drauf los vernichten, sondern muss bei Erdarbeiten, be denen so etwas auftaucht, das Landesdenkmalamt informieren und eine Ausgrabung finanzieren.

    Letzteres führt leider oft dazu, dass archäologische Fundstätten gnadenlos unbeobachtet und undokumentiert weggebaggert und vernichtet werden.

    Es gibt inzwischen Firmen, die sich auf solche Ausgrabungen spezialisiert haben und dadurch, dass sie die Funde verwerten dürfen dem Bauherrn bzw. Grundstückseigentümer weniger oder keine Ausgrabungskosten verursachen. Die Bauunterbrechung selbst kostet aber noch immer etliches Geld.

    Sondeln ist in Bayern deswegen nicht erlaubt, weil oft gezielt auf Bodendenkmälern rumgesondelt wird, Löcher gegraben werden (teils metertief) und die Fundzusammenhänge und ganze Bodendenkmäler durch die Schatzsucher zerstört werden. Das steht unter Strafe. Ohne Genehmigung des Eigentümers zu sondeln oder ohne Genehmigung des Landesdenkmalamtes auf Bodendenkmälern zu sondeln ist in Bayern illegal und der Besitz von so erhaltenen Fundstücken genauso illegal. Wie bei Diebstahl oder Raub auch.

    Aber:
    Dem Staat gehört auf Privatgrund gar nix. Punkt.
    Es sei denn, der Grund gehört dem Staat. Dann gehört ihm die Hälfte und die andere Hälfte dem Finder.

    So jedenfalls hab ich das verstanden (lese hin und wieder in "Bayerische Archäologie" usw und da ist das hin und wieder Thema).

    Die einzelnen Bundesländer haben da jeweils ihre eigenen Regeln und Gesetze. Deswegen kann man nicht von "ist in Deutschland erlaubt oder nicht" sprechen.

    Jedenfalls erfreulich, dass die Arbeiter diesen Schatz gefunden und gemeldet haben. Sie hätten ihn auch einfach einsacken und illegal verscherbeln können. So hat die Wissenschaft mehr davon. :)
     
    Kronerogøre und numisfreund gefällt das.
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese Ihrem Erleben anzupassen und Sie nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn Sie sich weiterhin auf dieser Seite aufhalten, akzeptieren Sie unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden