Sammelt hier jemand Streichholzbriefchen?

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Ich hätte nicht gedacht, dass der Begriff unbekannt sein könnte. Mein Vater hat die aus verschiedenen Hotels gesammelt, aber nein: ich brauche sie auch nicht
 

bayreuth

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Bs zur Einführung des Rauchverbotes in Gaststätten lagen die Streichholzbriefchen in vielen Restaurants / Bars an der Theke als Werbung. Auch gerne mit Taxinummern drauf. (zumindest im Westen, wo es Werbung gab) Das war als Kind immer eine kostenlose Quelle, wenn man mal ein Feuerchen machen wollte.
Streichhölzer sind ja auch etwas wo der Michel über Jahrzehnte ausgenommen wurde, weil es ein staatlich legitimiertes Monopol gab. 1930 hat man sich ganz schlau 525 Mio Reichsmark mit 6% GELIEHEN und als Ausgleich ein Monopol auf Zündwaren eingeführt. Ab dann durfte man in Deutschland kein Unternehmen zur Herstellung von Streichhölzern gründen und keine Streichhölzer exportieren.
Dieses Monopol bestand bis 1983, dann hat man etwa 275000 Dollar Restrate bezahlt (mehr war das nicht) und das Monopol war Geschichte. Die Rückzahlung hat deswegen so lange gedauert, weil natürlich typisch deutsch eine Monopolgesellschaft streng alles überwacht hat die natürlich Gelder für Verwaltung verschlungen hat. Streichhölzer sind um ein Drittel billiger geworden nach dem Ende, die dann völlig Nutzlose Monopolgesellschaft abzuwickeln hat dann nochmal 2 Jahre gedauert...
 
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Wer so wissenschaftlich allwissend tut, sollte zumindest ein paar Fussnoten einbauen.

Ein bisschen Ossibashing ist beim Musterwessi also auch immer drin:

Auch gerne mit Taxinummern drauf. (zumindest im Westen, wo es Werbung gab)

deshalb:

Die DDR erkannte die Wirkungen aus dem Zündwarenmonopol des Deutschen Reiches nicht an, Zahlungen erfolgten nicht. Eine förmliche Aufhebung des Zündwarenmonopolgesetzes auf dem Gebiet der DDR ist derzeit nicht belegbar, außer Kraft getreten ist es jedoch spätestens mit dem Einigungsvertrag.

Die dummen Kombinisten, oder was für eine Wortschöpfung da noch kommt, waren manchmal vielleicht nicht ganz so doof. Froh bin ich aber schon, dass ich das nur bis zu meinem 12. Lebensjahr mitmachen musste, noch dazu als (dort) Ausländer. Allerdings musste ich nie Ruzzisch lernen, aber auch vom russischen ist mir fast nur das kyrillische Alphabet geblieben, (begrenzt) hilfreich auch be manchen griechischen Münzen. Immerhin.

Und ich gebe jetzt auch keine Fussnoten, googlen kann ja jeder, also drauf gepfiffen.
Ha, langsam werden sogar meine Repliken genauso lang, wird also noch.

P.S. Ich sammle auch keine Streichhölzer, aber so eine abgeknipste Spitze macht sich gut, wenn sie in eine Zigarette geschmuggelt wurde :O
 
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bayreuth

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Wer so wissenschaftlich allwissend tut, sollte zumindest ein paar Fussnoten einbauen.

Ein bisschen Ossibashing ist beim Musterwessi also auch immer drin:



deshalb:

Die DDR erkannte die Wirkungen aus dem Zündwarenmonopol des Deutschen Reiches nicht an, Zahlungen erfolgten nicht. Eine förmliche Aufhebung des Zündwarenmonopolgesetzes auf dem Gebiet der DDR ist derzeit nicht belegbar, außer Kraft getreten ist es jedoch spätestens mit dem Einigungsvertrag.

Die dummen Kombinisten, oder was für eine Wortschöpfung da noch kommt, waren manchmal vielleicht nicht ganz so doof. Froh bin ich aber schon, dass ich das nur bis zu meinem 12. Lebensjahr mitmachen musste, noch dazu als (dort) Ausländer. Allerdings musste ich nie Ruzzisch lernen, aber auch vom russischen ist mir fast nur das kyrillische Alphabet geblieben, (begrenzt) hilfreich auch be manchen griechischen Münzen. Immerhin.

Und ich gebe jetzt auch keine Fussnoten, googlen kann ja jeder, also drauf gepfiffen.
Ha, langsam werden sogar meine Repliken genauso lang, wird also noch.

P.S. Ich sammle auch keine Streichhölzer, aber so eine abgeknipste Spitze macht sich gut, wenn sie in eine Zigarette geschmuggelt wurde :O
Wo bitte ist es denn "Ossibashing" wenn ich darauf Hinweise dass Streichholzbriefchen mit Werbung drauf nach dem Krieg nur im Westen Deutschlands gängig waren? Das dürfte die Ursache sein warum sie der eine oder andere Forist schlicht nicht kennt. Spätestens ab den 80ern wurden die Streichholzbriefchen stetig durch Einwegfeuerzeuge verdrängt, so dass es sich in den neuen Bundesländern vermutlich auch nach der Wiedervereinigung nicht groß verbreitet hat, Streichholzbriefchen zu Werbezwecken in Restaurants und Kneipen auszulegen.
 
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Wo bitte ist es denn "Ossibashing" wenn ich darauf Hinweise dass Streichholzbriefchen mit Werbung drauf nach dem Krieg nur im Westen Deutschlands gängig waren? ...
Das ist jetzt aber gar nicht gut recherchiert.:
z.B.:
Streichholzbriefchen - DDR

der Text bei google eingegeben bringt unzählige Beispiele. Selbst ich kenne noch solche Briefchen aus der DDR, somit kann man auch nicht sagen das war nur in den 50'igern - die gab es bis zum Schluss. Und es gab dafür sogar eine nicht geringe Sammlerschaft.
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zum Entsorgen find ich die aber zu schade, bei ebay finden sie auf jeden Fall einen Liebhaber wenn sich hier keiner finden sollte....

Grüße
pingu
 
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Es nicht richtig, dass es "im Osten" keine Werbung gab, sie wurde nur in den 70ern quasi verboten, da Werbung kontraproduktiv ist, wenn es die Sachen nicht zu kaufen gibt.
Auf ibäj gibt es unter Nr 284889477651 eine ganze Sammlung DDR Streichholzbriefchen, wenn man danach sucht, sogar noch mehr.
Unter 284889460948 gibt es sogar eine schöne CCCP Schachtel, leider ohne Inhalt.
 
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Nur mal so geplaudert:
eBay darf hier im Forum werben... muss also nicht verklausoliert werden. (hier an @Adahn gerichtet).

Und "Werbung" hieß im Osten Deutschlands Reklame.
Das muss ich als gebürtiger DDR-Bürger mal reklamieren... ;)

Ich habe als Kind Streichholzschachteln gesammelt, in Erinnerung ist mir eine Serie mit Abbildungen von Feuerwehrfahrzeugen und ganz ohne Reklame darauf...
 
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Bis Anfang der 70er Jahre gab es auch in der DDR Versandhäuser, die Kataloge lagen im Konsum oder in der HO aus, oder auch unterm Ladentisch.
Und beim VEB Erfurter Samen- und Pflanzenzucht hat mein Opa immer Sämereien bestellt, da hab es auch was, das man sonst nicht bekommen hat, oder gar nicht kannte.
 

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Und beim VEB Erfurter Samen- und Pflanzenzucht hat mein Opa immer Sämereien bestellt, da hab es auch was, das man sonst nicht bekommen hat, oder gar nicht kannte.
Jetzt ist es laut Bewertungen des Nachfolgebetriebes anders, da bestellt man und bekommt ewig nichts, nichtmal jemanden ans Telefon.


 
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