Schatzkistenfund bei alter Dame

numisfreund

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
01.02.2005
Beiträge
12.034
Punkte für Reaktionen
11.059
Ebay Username
eBay-Logo numisfreund1
Die Täter waren am Tattag, dem 19. April, in mehreren Stadtteilen erfolgreich.

Heute berichtet die örtliche Zeitung, die Ruhr Nachrichten aus Dortmund, darüber. Wichtig: Der im Artikel genannte Stadtteil ist NICHT der, der uns hier berührt ...

2020-04-24 RN Betrug.png


Quelle: Ruhr Nachrichten, Dortmund, vom 24.04.2020

In diesem Zusammenhang möchte ich ausdrücklich nochmals auf diesen Thread verweisen:
Sensible eigene Münzdaten - Was wir hier preisgeben, ... und was besser nicht!
 

bayreuth

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
25.11.2007
Beiträge
3.385
Punkte für Reaktionen
1.883
Das Zeug geht zu Hehlern, die verschmelzen es mit anderem Diebesgut zu Barren. Diese barren werden dann als "Altgold" ins Ausland gebracht. Dort wird es umgeformt, zu Schmuck verarbeitet, verkauft oder es gelangt als Zwischenprodukt irgendwann in die Schweiz, wo es zu börsenfähigen Kilo-Barren raffiniert bzw. eingeschmolzen wird. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es an Flughäfen korrupte Kontrolleure gibt, die solche Machenschaften (Altgoldexport) nahezu risikolos ermöglichen.

Dennoch sind in letzter Zeit einige so genannte "Clans" mit solchen oder ähnlichen Machenschaften aufgefallen, wie man aus Veröffentlichungen entnehmen konnte. Aber mit dem erstmaligen Einschmelzen (Vermischung, Vermengung, Verdunkelung der Straftat) ist die Möglichkeit der Zuordnung zu einer bestimmten Straftat entfallen. Wenn der Staat solchem Material habhaft wird, kann er durch seine Gerichte den Verfall selbigen durchführen und es sich damit aneignen. Immer noch besser, als es den Verbrechern zu lassen.

Selbst bei einer 20 Mark Deutsch-Neuguinea würde ich vom Einschmelzen ausgehen, da diese Leute meist keine Ahnung von Numismatik haben bzw. so professionell sind, dass sie vermeidbare Risiken umgehen. Deren Geschäft ist das margenhohe Massengeschäft. Da kommt es sich nicht so genau. Etwas Schwund ist für die verkraftbar.
Die Transporte nach Osteuropa bedürfen mit Sicherheit keiner korrupten Flughafenkontrolleure für den Altgoldtransport. Das geht mit in der Regel dem Fernbus (Billiger, höhere Mengen transportierbar, keinerlei Sicherheitskontrollen) oder bei sehr großen Mengen zusammen mitanderem Kram im Kleinbus oder LKW, in Grenznahen Regionen auch mal mit spätabends gestohlenen KfZ.
Nur derzeit darben die Kriminellen, weil die Grenzen dicht sind. Aber zumindest Berlin zahlt auch da Coronahilfen.
 
Mitglied seit
28.06.2011
Beiträge
976
Punkte für Reaktionen
490
Website
www.worldcoin.de
Die Täter waren am Tattag, dem 19. April, in mehreren Stadtteilen erfolgreich.

Heute berichtet die örtliche Zeitung, die Ruhr Nachrichten aus Dortmund, darüber. Wichtig: Der im Artikel genannte Stadtteil ist NICHT der, der uns hier berührt ...
Was ich aus deinem Bericht immer noch nicht nachvollziehen kann, ist der Rückruf bei der Polizei welcher angeblich umgeleitet wurde.
In dem Zeitungsbericht steht was von anonymer Nummer.

Einen Anruf zur Polizei kann man nicht umleiten, sofern man sich nicht direkt auf dem Vermittlungsknoten eingewählt hat, auf die IP-Adresse des Absendern zielt und daraufhin die Routingtabellen manipuliert. Diese Möglichkeit ist aber praktisch völlig ausgeschlossen.

Hat die ältere Dame eine Nummer angerufen welche ihr mitgeteilt wurde und bei der sich auf jeden Fall "die Kriminalpolizei" meldet ?
 

numisfreund

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
01.02.2005
Beiträge
12.034
Punkte für Reaktionen
11.059
Ebay Username
eBay-Logo numisfreund1
Ich kann hier nur berichten, was eine völlig aufgelöste alte Dame mir am nächsten Tag telefonisch dazu erzählt hat, auch nach Nachfragen.

Danach habe sie den Rückruf über einen zweiten Apparat in ihrem Haushalt gemacht, während der erste Anruf noch offen war. Sie habe die örtliche Polizei angerufen und mit jemanden anderen gesprochen, als vorab. Welche Nummer sie dazu gewählt hat, weiß ich nicht. Es offenbarte sich für mich während des Telefonats, dass es viel wichtiger war, die seelischen und körperlichen Ängste der alten Dame aufzufangen, als diese technischen Probleme zu erörtern. Dafür sind andere da.
 

minted

Foren - Sponsor
Mitglied seit
25.01.2013
Beiträge
1.171
Punkte für Reaktionen
835
Goldmünzen im Wert eines sechsstelligen Eurobetrags hat eine 75 Jahre alte Rentnerin aus Niederbayern an Betrüger übergeben. Nach gemeinsamen Ermittlungen mit der Polizei in Niederösterreich sei es gelungen, die beiden mutmaßlichen Abholer der Münzen festzunehmen, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Mittwoch mit. Von den Münzen fehle aber jede Spur, die Hintermänner werden in der Türkei vermutet.

Die Seniorin erhielt demnach Ende Juli Anrufe falscher Polizeibeamte, in deren Verlauf sie von den Goldmünzen erzählte. Die Betrüger hätten der Frau eingeredet, dass kriminelle Bankmitarbeiter die Münzen gegen wertlose Imitate ausgetauscht hätten. Sie brachten die Frau demnach dazu, ihnen die Münzen für eine angebliche Untersuchung in einem Polizeilabor zu übergeben. Erst danach seien der Rentnerin Zweifel gekommen und sie habe sich an die richtige Polizei gewandt.

Auf die Spur der beiden in Wien lebenden Tatverdächtigen im Alter von 23 und 27 Jahren kamen die Ermittler durch einen anonymen Hinweis.

Quelle: AFP (aus: STERN, 22. Mai 2020 17:38 Uhr )
 
Mitglied seit
17.11.2004
Beiträge
2.960
Punkte für Reaktionen
4.319
Die Täter waren am Tattag, dem 19. April, in mehreren Stadtteilen erfolgreich.

Heute berichtet die örtliche Zeitung, die Ruhr Nachrichten aus Dortmund, darüber. Wichtig: Der im Artikel genannte Stadtteil ist NICHT der, der uns hier berührt ...

Anhang anzeigen 190337

Quelle: Ruhr Nachrichten, Dortmund, vom 24.04.2020

In diesem Zusammenhang möchte ich ausdrücklich nochmals auf diesen Thread verweisen:
Sensible eigene Münzdaten - Was wir hier preisgeben, ... und was besser nicht!
Im Anhang der Beitrag aus der Passauer Presse vom 23.05.2020.

Wusste gar nicht das es bei mir um die Ecke war :eek2:
@numisfreund
War das die Frau oder ist das schon wieder ein weiterer Fall ?
Nein, es handelt sich um zwei verschiedene Fälle.
 
Oben