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Schlag gegen das Bargeld

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von minted, 10. Mai 2015.

  1. chrisild

    chrisild Sammler :)

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    Da verwechselst Du Währung und gesetzliches Zahlungsmittel, denn sonst müsste ich meine Steuern ja in Münzen oder Scheinen zahlen, was das Finanzamt bestimmt nicht will. ;) Was die abgebildete Münze angeht: Seltsam, wenn ich sie erwerben möchte, muss ich dafür etwas auf den Tisch des Händlers legen - und das dürfen in den seltensten Fällen Silberbarren, Salzsäcke oder andere Sachwerte sein, sondern in der Regel Geld (Barzahlung, Karte usw.) in der lokalen Währung.

    Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, wenn man seine Anlagen "diversifiziert". Ähnlich wie in einem Wertpapierdepot nicht ausschließlich deutsche Einzelaktien liegen sollten, ist es sicherlich sinnvoll, einen Teil in Gold und Silber anzulegen. Und im Fall einer hohen Inflation wird man der Wert einer solchen Münze u.U. in Fremdwährungen ausdrücken. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Gold, Silber, Rohstoffe usw. keinen konstanten "innewohnenden" Wert haben, sondern den Wert, den Investoren ihm beimessen.

    Tschüs,
    Christian
     
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  2. four9fine

    four9fine

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    Was du da unterscheidest, ist Bargeld von Giralgeld, das eine Forderung auf Bargeld darstellt. Beides ist aber uneingeschränkt gesetzliches Zahlungsmittel.
    Wenn das nicht so wäre, hättest du schon morgen einen Bankrun und die Kanzlerin und der Genosse Finanzminister müßten wieder vor die Kameras und die Sicherheit der Ersparnisse garantieren. ;)


    Das kommt auf den Händler an. Aber ja, in der Regel wirst du mit gesetzlichem Zahlungsmittel bezahlen. Damals genau 20 Dollar, heute schon etwa 1.300 Dollar.
    Der von dir negierte innere Wert der Münze ist aber exakt gleich geblieben, denn damals konntest du dir für diese Münze beim Herrenausstatter einen feinen Anzug und gute Schuhe kaufen und heute kannst du das immer noch damit tun. Auch im alten Rom kostete eine feine, mit Purpurschnecken gefärbte Tunika, wie sie von den Senatoren getragen wurde, etwa 1 Unca Gold.

    Wer von uns beiden betrachtet nun das Wertverhältnis von Währungen zu Gold vom stabileren Standpunkt aus?

    Gruß
    9999
     
  3. jannys33

    jannys33 Registered User

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    Zitat: " In Deutschland sind „auf Euro lautende Banknoten das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel“ gemäß § 14 Abs. 1 Satz 2 BBankG.[11] Bei Euro- und Centmünzen ist die Annahmepflicht auf maximal 50 Münzen „beschränkt“. "
    Zitat Ende

    Von Bit´s und Byte steht da nix.
    Und ja normalerweise müsste das FA deine Steuern in Scheinen annehmen!
     
  4. Raphael

    Raphael Super-Moderator Mitarbeiter

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  5. jannys33

    jannys33 Registered User

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    Hab ich letztens erst wieder erlebt, alle vor mir in der Schlange dürften ohne Ware gehen und hinter mir auch, weil sie kein Bargeld hatten und das Digitale "Geld" irgendein Problem hatte.
     
  6. hh1969

    hh1969 Moderator...und seit über 17 Jahren hier an Board. Mitarbeiter

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    Dieses Gesetz habe ich erst kürzlich an einer Tankstelle durchgesetzt.

    An den Zapfsäulen die üblichen Hinweise, dass man 200er- und 500er-Banknoten "leider nicht annehmen kann" oder ähnliches Geschwurbele.

    Da möchte ich mal wissen, woher das kommt. Vermutlich ist man unfähig, echte von falschen Scheinen zu unterscheiden und möchte sich da kein Falschgeld einhandeln.

    Aber sowas reizt mich ja.

    Ich also den 200er gezückt (digitales Geld hätte ich zur Not auch noch dabei gehabt). Ob ich denn nicht draußen gelesen hätte.

    Ich erwähnte dann, dass diese Aufkleber nichtig sind, weil sie gegen besagtes Gesetz verstoßen. Und ob ich erst die Polizei herzitieren müsste, um nun endlich mit einem gesetzlichen Zahlungsmittel meine Tankschuld begleichen zu können. Und schwupp: Auf einmal ging's.
     
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  7. reining

    reining

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    Das kommt daher, dass man für solche Zahlungen, vor allem, wenn sie mehrmals am Tage vorkommen, nicht genug Wechselgeld hat.
    Jetzt könnte man sagen, dann erhöht doch den Bestand an Wechselgeld, dann spart Ihr auch noch (Negativ)zinsen.

    Das Problem ist, dass Tankstellen häufiger Raubüberfällen ausgesetzt sind als gewöhnliche Ladengeschäfte und die Versicherungen hohe
    Geldbestände nicht versichern.

    Ich kann Dir nur gratulieren, dass Du dich "durchgesetzt" hast, ohne die Polizei zu rufen, das wäre ein Bumerang für Dich geworden.

    Natürlich kann ein Geschäft die Annahme von großen Geldscheinen oder gar von Bargeld als Teil seiner AGB ablehnen, wenn der Kunde darüber
    vorher informiert wird, z.B. per Aufkleber an der Zapfsäule.
     
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  8. chrisild

    chrisild Sammler :)

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    Schon richtig. Aber glücklicherweise wird so etwas in der Regel eben flexibel gehandhabt. Und wenn der Kunde eben "nur" große Scheine dabei hat, dann nimmt man die eben an, jedenfalls solange das geht (Wechselgeld). Was macht der Mensch an der Kasse denn, wenn man den falschen PIN-Code zur Karte im Kopf hat und das Gerät daher keine Zahlung verarbeiten kann?

    Tschüs,
    Christian
     
  9. four9fine

    four9fine

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  10. DDresdner

    DDresdner

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    Die hier von „Lügenpropaganda“ schreiben, lesen zumeist nichtmal das Wahlprogramm der Partei, die sie ankreuzen und durch die sie noch mehr „abgehängt“ werden....
    Früher saßen Wirrköpfe einsam auf einer Parkbank, heute sitzen sie an einer Computertastatur und teilen Verschwörungstheorien mit der großen weiten Welt, die sie bisher meistens nur mit dem Finger auf der Landkarte erkundet haben.
     
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