• Beim aktuellen Preisanstieg des Bitcoins möchte ich auf meinen Beitrag hinweisen, wir haben nämlich auch eine Rubrik für Kryptocoins... Infos zu Bitcoins

Schlag gegen das Bargeld

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Die einzige Tankstelle, die bei mir auf dem Weg liegt, hat heute früh lustige Zettel an alle Zapfsäulen gehängt, Wegen Corona nur Kartenzahlung. Ich habe für 27 € getankt, bin rein dann ging das Gezeter los, die wollten meinen 50 € Schein nicht, wollen Anzeige wegen Diebstahl machen, soll mit deren Chef reden.
Ich habe gesagt, die sind verpflichtet... gesetzliches Zahlungsmittel... usw.
Hab den Schein auf dem Tresen liegenlassen und bin gegangen.
Mache heut abend Anzeige wegen Nötigung.
Ich bin kein Rechtsanwalt, aber sie sind glaube ich nicht verpflichtete dir etwas zu verkaufen und demzufolge auch nicht dein Bargeld zu nehmen.. Und durch die Zettel haben sie das eigentlich klar zum Ausdruck gebracht.
 

Kempelen

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Die einzige Tankstelle, die bei mir auf dem Weg liegt, hat heute früh lustige Zettel an alle Zapfsäulen gehängt, Wegen Corona nur Kartenzahlung. Ich habe für 27 € getankt, bin rein dann ging das Gezeter los, die wollten meinen 50 € Schein nicht, wollen Anzeige wegen Diebstahl machen, soll mit deren Chef reden.
Häufig ist es so, daß Kartenzahlung gewünscht wird.
Es wird aber trotzdem auch Bargeld angenommen.

Ich kann mir nicht ernsthaft vorstellen, daß bei Bargeldzahlung eine Anzeige wegen Diebstahl begründbar ist.
 
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Nunja es braucht kein Rechtsanwalt. Denke man kann sich als Tanke solch ein unnötigen Streit mit dem Kunden nicht erlauben. Noch sind wir in Deutschland und nicht in Schweden - wir haben hier eben mal einen anderen Bezug zum Bargeld. ;)
 

Raphael

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Bei unserem NETTO-Laden gab es am Corona-Anfang seitens der Mitarbeiter den Versuch, diese Schiene zu fahren:

"Eigentlich" müssten Sie mit de Karte bezahlen, aber wenn Sie unbedingt wollen .....

Sowie Wolfgang es schreibt, es wird erwünscht. Da ist einfach jemand übers Ziel hinausgeschossen.
 
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Ich bin kein Rechtsanwalt, aber sie sind glaube ich nicht verpflichtete dir etwas zu verkaufen und demzufolge auch nicht dein Bargeld zu nehmen.. Und durch die Zettel haben sie das eigentlich klar zum Ausdruck gebracht.
Schwierig. Sie schließen das einzige gesetzliche Zahlungsmittel aus, zu deren annahme sie verpflichtet sind.
 
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Schwierig. Sie schließen das einzige gesetzliche Zahlungsmittel aus, zu deren annahme sie verpflichtet sind.
Ja richtig, sie sind aber nicht verpflichtet zu verkaufen, somit auch keine Annahmepflicht.
Ist blödsinnig aber so tickt Deutschland.
 
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"
Wer am Flughafen für sein Übergepäck bezahlen muss, kann das meist nur mit Giro- oder Kreditkarte tun. Und auch an der Tankstelle weisen oft Schilder an der Zapfsäule darauf hin, dass 200- oder 500 Euro-Scheine zur Zahlung nicht angenommen werden. Oft mag das verständlich sein – schließlich ist nicht immer genügend Wechselgeld vorhanden, um auch auf den groß gestückelten Schein herauszugeben. Und auch die Angst vor Falschgeld bewegt Händler und Dienstleister dazu, große Scheine abzulehnen. Doch sind sie nicht eigentlich dazu verpflichtet, alle Arten von Banknoten anzunehmen?

Euro-Banknoten sind nach § 14 I. Satz 2 BbankG gesetzliches Zahlungsmittel und müssen prinzipiell auch in unbeschränktem Umfang angenommen werden. Ob hieraus aber tatsächlich auf einen Zwang auch zur Annahme großer Scheine geschlossen werden kann, ist sogar unter Fachleuten umstritten.

Die Europäische Kommission legt dazu allerdings fest, dass ein Händler die Annahme von Banknoten zur Begleichung einer bestehenden Geldschuld nur dann verweigern kann, wenn er nachweislich nicht über genügend Wechselgeld verfügt oder der Preis gekaufter Waren bzw. Dienstleistungen in einem groben Missverhältnis zur Stückelung der Banknote steht."

 
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Ja richtig, sie sind aber nicht verpflichtet zu verkaufen, somit auch keine Annahmepflicht.
Dann müssen sie es aber vorher ausschließen. Und das gesetzliche Zahlungsmittel kannst du nicht als Gewerblicher ausschließen. Wenn du es könntest, wäre der ganze Sinn des gesetzlichen Zahlungsmittel dahin.
 

Heinz-Rudolf

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................ Ich habe für 27 € getankt, bin rein dann ging das Gezeter los, die wollten meinen 50 € Schein nicht........
Ich grüße euch!
Ach purzelchen, ich lese deine Beiträge sehr gern. sie sind immer kurzweilig und mit einem guten Schuß Humor gewürzt;
aber warum hast du dir an so einem Sonnentag für nichts den Tag versaut?
Es ist auch völlig egal wer recht hat, die Tankstelle hat Hausrecht; aber ist im Regelfall nur Subunternehmer für "den Mineralkonzern" und die Knebelverträge würdest du bestimmt nicht unterzeichnen.
Schöne Grüße Heinz-Rudolf
 
Zuletzt bearbeitet:
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... Und das gesetzliche Zahlungsmittel kannst du nicht als Gewerblicher ausschließen....

In welchem Gesetz steht das? Nirgendwo!, denn es ist falsch.

Natürlich kann ein Händler selbst frei bestimmen gegen welche Gegenleistung (Eurobargeld, "Girogeld", US-Doller, Indische Rupien, Reichgoldmünzen, Säcke Reis etc.) er bereit ist einen Vertrag abzuschließen (nennt sich Vertragsfreiheit). Er muß dies nur vor Vertragsabschluss dem Vertragspartner ausdrücklich mitteilen. Schließt er Eurobargeld nicht ausdrücklich aus, nur dann muß er es auch annehmen.

Ausnahmen (Bargeldausschluß unzulässig) gibt es nur in wenigen Fällen, meist bei Kontahierungszwang, also zum Beispiel für ÖPNV oder Taxiunternehmen (die haben Beförderungszwang).
 
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