Schlag gegen das Bargeld

Münzadler

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Hier läuft es schon ganz ohne Bonus prima.
Die Dauerbeschallung in den Supermärkten "Im Interesse ihrer Mitmenschen und ihnen ... bitte verzichten Sie auf Bargeldzahlungen ... " wirkt.
Meine Beobachtungen über Monate, in der Kassenschlange stehend, sprechen Bände.

Ein Volk welches in Angst lebt lässt sich leicht regieren, das wussten schon die Kirchenfürsten im Mittelalter. :wut:
 
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chrisild

Sammler :)
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In der Europäischen Kommission gibt es offenbar Pläne, Bargeldzahlungen auf max. 10.000 Euro zu beschränken. Quelle ist die Süddeutsche (Paywall); beim Spiegel zum Beispiel gibt's eine Kurzfassung.

Christian
 

bayreuth

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In der Europäischen Kommission gibt es offenbar Pläne, Bargeldzahlungen auf max. 10.000 Euro zu beschränken. Quelle ist die Süddeutsche (Paywall); beim Spiegel zum Beispiel gibt's eine Kurzfassung.

Christian
Pro Person. Dann kommt halt zum Geschäftemachen der ganze Clan (falls er sich wieder erwarten darum schert).
 

Seltengast

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Oder eine Einzelperson samt Gattin, wenn's ein neues Fahrzeug sein soll. Muss ja nicht gleich der ganze Clan sein...
 

Raphael

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Immobilien werden gerne bar bezahlt, da läuft Geldwäsche im großen Stil.
 

Heinz-Rudolf

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Immobilien werden gerne bar bezahlt, da läuft Geldwäsche im großen Stil.
Ich grüße euch!
Nicht ganz, teilweise! Dabei wird die Grunderwerbsteuer hinterzogen, verkürzt.
Wenn das heraus kommt, ist der Kaufvertrag wackelig, und kann vom Käufer und Verkäufer rückabgewickelt werden. Bei Grunddienstbarkeiten kommt noch zusätzlich eine Betrugsanklage dazu.
Schöne Grüße
Heinz-Rudolf
 
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bayreuth

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Ich grüße euch!
Nicht ganz, teilweise! Dabei wird die Grunderwerbsteuer hinterzogen, verkürzt.
Wenn das heraus kommt, ist der Kaufvertrag wackelig, und kann vom Käufer und Verkäufer rückabgewickelt werden. Bei Grunddienstbarkeiten kommt noch zusätzlich eine Betrugsanklage dazu.
Schöne Grüße
Heinz-Rudolf
Das ist natürlich illegal. Weniger zu befürchten hat, wer sich mit dem vom Verkäufer beauftragten Makler nett unterhält und ein unmoralisches Angebot macht: Der ausgerufene Kaufpreis geht drastisch nach unten weil das Objekt das Geld nicht wert ist, aber der Makler erhält einen Umschlag mit der Differenz zur Provision die er beim Ausrufungspreis kassiert hätte + einen Bonus (damit die anderen Interessenten unter den Tisch fallen die den vollen Preis bezahlt hätten). Ob er den Inhalt des Umschlages versteuert ist seine Sache, und der notariell beglaubigte neue offizielle Kaufpreis (der natürlich überwiesen wird) ist wasserdicht aus Steuersicht, da der Verkäufer ja nichts schwarz bekommen hat. Richtig angewandt ist das deutlich lukrativer als ein paar Tausend Euro Grunderwerbssteuer zu hinterziehen. Nebeneffekt: Die Steuerlast für den Käufer ist ebenfalls geringer, aber nicht hinterzogen.
Geht aber noch besser: Man dreht es so, dass das Objekt offiziell Teil einer Firma ist (z.B. eine Immobiliengesellschaft). Dann kauft man die Firma und lässt den Alteigentümer mit 5,1% Minderheitsbeteiligung stehen. 5 Jahre warten, und man kann die restlichen 5% auch noch kaufen. Grunderwerbssteuer? Spottbilige 5,1% im Vergleich zum Privatverkauf.... Nennt sich Share-Deal. Gilt aber nur noch bis Juli, dann wird unsere Reagierung, die jedes Jahr >1 Milliarde Steuergelder so verschenkt aber richtig durchgreifen, und das mal eben komplett abschaffen (äh, nein, falsch gedacht, natürlich werden die Grenzen nur auf >10% und 10 Jahre geändert, so dass statt 94,9% der möglichen Steuereinnahmen nur noch 89,9% verschenkt werden (verkauft wird das als "Doppelt so viele Steuern werden eingenommen..."
Reich müsste man sein, dann kann man in Deutschland unglaublich viel Geld machen mit allerlei legalen Tricks...
 
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Geht aber noch besser: Man dreht es so, dass das Objekt offiziell Teil einer Firma ist (z.B. eine Immobiliengesellschaft). Dann kauft man die Firma und lässt den Alteigentümer mit 5,1% Minderheitsbeteiligung stehen. 5 Jahre warten, und man kann die restlichen 5% auch noch kaufen. Grunderwerbssteuer? Spottbilige 5,1% im Vergleich zum Privatverkauf.... Nennt sich Share-Deal. Gilt aber nur noch bis Juli, dann wird unsere Reagierung, die jedes Jahr >1 Milliarde Steuergelder so verschenkt aber richtig durchgreifen, und das mal eben komplett abschaffen (äh, nein, falsch gedacht, natürlich werden die Grenzen nur auf >10% und 10 Jahre geändert, so dass statt 94,9% der möglichen Steuereinnahmen nur noch 89,9% verschenkt werden (verkauft wird das als "Doppelt so viele Steuern werden eingenommen..."
Reich müsste man sein, dann kann man in Deutschland unglaublich viel Geld machen mit allerlei legalen Tricks...
Das ist ein beliebtes und häufig angewandtes legales Verfahren in Bezug auf Gewerbeimmobilien.
Wenn es das nicht gäbe, wäre ein Geschäftsmodell am Ende, nämlich die Immobilie verkaufen und zurückmieten/-leasen.
Darüber verschaffen sich Unternehmen Liquidität
 

Heinz-Rudolf

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Ich grüße euch!
Alles richtig was meine Vorredner schrieben!
Nur, das hat mit Geldwäsche wenig zu tun.
Es gibt eigentlich für den Verkäufer einer Immobilie
(wenn er sie lange genug gehalten hat) keinen Grund
Schwarzgeld zu akzeptieren; denn dann hat er das Problem
dieses unterzubringen.
Auf der Käuferseite ist die Variante "im kleinen" sehr beliebt
Käufer verlangt vom Makler mit dem Verkäufer über eine Preisreduzierung zu verhandeln.
Diese war von herein schon im Makler/Verkäufervorgespräch als Verhandlungsmasse eingetütet.
Für die dann diskret überreichte Abstecke, "revanchiert" sich dann der Makler
damit, dass er mit Bestellung des Kaufvertrag seine Courtage in diesem aufnehmen läßt. Dadurch zahlt der Käufer auf die Maklerkosten Grunderwerbsteuer. Ich habe es nie erlebt, dass ein Notar dem Käufer sagte,
dass dies dort nicht hineingehört,. Denn auch seine Gebühr erhöht sich.
Viele Grüße
Heinz-Rudolf
 
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