Schlag gegen das Bargeld

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Grüß dich Matthias,
gab es Geldautomaten, Kreditkarten und so eine art Scheck für den allgemeinen Gebrauch?
Wie sah der Geldverkehr für den normalen DDR-Bürger aus?
Viele Grüße
Heinz-Rudolf
So nun mal das Wahre DDR Leben. Unser Lohn wurde überwiesen, ich hab mir aber immer mitte des laufenden Monats 100 Mark als "Abschlag" in Bar auszahlen lassen. Ansonsten konnte man Überweisungen tätigen, beliebt waren auch Postanweisungenge, sowie sehr viel Barzahlung. Einen Geldautomaten habe ich in der Provinz nie gesehen, während meiner Ausbildung in Berlin, gab es die Dinger noch nicht. Bargeld bekam man Problemlos per Scheck. Auf jedem Postamt, Bank, Sparkasse, BHG. Scheck ausfüllen, Personalausweis vorzeigen und man bekam die gewünschte Summe. Ich weiß allerdings nicht mehr, wieviel man maximal mit einem Scheck Bar ausgezahlt bekam.
 

bayreuth

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Bargeld bekam man Problemlos per Scheck. Auf jedem Postamt, Bank, Sparkasse, BHG. Scheck ausfüllen, Personalausweis vorzeigen und man bekam die gewünschte Summe. Ich weiß allerdings nicht mehr, wieviel man maximal mit einem Scheck Bar ausgezahlt bekam.
Also genau wie im Westen, nur das man dort richtiges Geld für seinen West-Scheck bekommen hat, mit dem man dann was kaufen konnte...
 

Heinz-Rudolf

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Also genau wie im Westen, nur das man dort richtiges Geld für seinen West-Scheck bekommen hat, mit dem man dann was kaufen konnte...
Ach @bayreuth
willst du uns ernsthaft erzählen, dass die Ostmark kein Geld war und man damit nichts kaufen konnte?!
Viele Grüße
Heinz-Rudolf
 
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In den Niederlanden funktionieren sogar die Schließfächer am Bahnhof nur noch bargeldlos

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Also genau wie im Westen, nur das man dort richtiges Geld für seinen West-Scheck bekommen hat, mit dem man dann was kaufen konnte...
Also ich konnte mein Ostgeld mit einer Geldkarte vom Geldautomaten holen und dafür (unter anderem) auch etwas zu essen kaufen, z. Bsp. ein Brötchen für 5 Pfennig. Die Miete von 40 Mark für die Altbauwohnung im Zentrum der Stadt konnte ich durch einen Dauerauftrag an den Verwalter des Besitzers der Immobilie (der in Westdeutschland lebte) überweisen.
Ich habe den Sozialismus überlebt! Auch wenn der westdeutsche Besitzer seine Immobilie auf Verschleiß fuhr... ;)
 
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Warum wohl bayreuth? Wenn sich ganze Landstriche mangels Zukunftsperspektive für die Jugend entvölkern, warum soll man da investieren?
Und ehrlicherweise gibt es solche Regionen mittlerweile nicht nur im Osten.
 
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Einige Tagesreisen nach Thüringen 1990 als noch DDR dranstand haben mir den Eindruck gegeben, dass da nicht nur einer seine Immobilie auf Verschleiß gefahren hatte. Straßen im Wald außerorts erinnerten mich an die Feldwege im Dorf meiner Oma wo nur für Traktoren freigegeben war.
15 Jahre später ein Aufenthalt in Leipzig, Straßen außerorts jetzt top, aber ganze Straßenzüge im Außenbereich der Stadt wirkten immer noch verfallen, gespickt mit Industrieruinen. 2010 in Ostsachsen war es für mich ungewöhnlich in einer Deutschen Innenstadt leerstehende und verfallene (inkl. Absperrband und eingestürztem Dach) Gebäude zu sehen (kein Einzelfall dort). Ähnliches hatte ich in den 90ern in Dörfern in Dalmatien gesehen, wo jahrhunderte alte Häuser deren letzte Besitzer lange verstorben oder weggezogen waren verfallen sind (dort wuchs aber bereits Vegetation zwischen den Mauern...)
Im Dresdner Industriegebiet 2010 ebenfalls noch einzelne Ruinen trotz nähe zur Eisenbahn (kleinere Bahnhöfe waren in ähnlichem Zustand). Überhaupt fanden damals viele Abrisstätigkeiten statt.
Genau das sah ich als ich ca. 20 Jahre später (nach 1990) mal die gebrauchten Bundesländer durchquerte von Hamburg Richtung Frankfurt am Main. Abseits der Autobahn.
 
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Einige Tagesreisen nach Thüringen 1990 als noch DDR dranstand haben mir den Eindruck gegeben, dass da nicht nur einer seine Immobilie auf Verschleiß gefahren hatte. Straßen im Wald außerorts erinnerten mich an die Feldwege im Dorf meiner Oma wo nur für Traktoren freigegeben war.
15 Jahre später ein Aufenthalt in Leipzig, Straßen außerorts jetzt top, aber ganze Straßenzüge im Außenbereich der Stadt wirkten immer noch verfallen, gespickt mit Industrieruinen. 2010 in Ostsachsen war es für mich ungewöhnlich in einer Deutschen Innenstadt leerstehende und verfallene (inkl. Absperrband und eingestürztem Dach) Gebäude zu sehen (kein Einzelfall dort). Ähnliches hatte ich in den 90ern in Dörfern in Dalmatien gesehen, wo jahrhunderte alte Häuser deren letzte Besitzer lange verstorben oder weggezogen waren verfallen sind (dort wuchs aber bereits Vegetation zwischen den Mauern...)
Im Dresdner Industriegebiet 2010 ebenfalls noch einzelne Ruinen trotz nähe zur Eisenbahn (kleinere Bahnhöfe waren in ähnlichem Zustand). Überhaupt fanden damals viele Abrisstätigkeiten statt.
Dann hast du zwei verschiedene Arten von Zerfall erlebt.
Auf dem Land gibt es schon lange keine jungen Menschen mehr, die in den Immobilien wohnen könnten, weil sie mangels Arbeit und Perspektiven abgewandert sind.
Aber in teuren und boomenden Zentren wie Leipzig sind es oft über Jahrzehnte geführte Erbschaftsstreitigkeiten, über die Immobilien in guten Lagen langsam verfallen. Oft stehen noch Forderungen von Erben im Raum, die bis in die 30er Jahre zurückdatieren.
 
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