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Schluß mit dem Gender-Unfug

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das ist das nächste Problem in den Schulen

Leider fängt es schon früher an und es geht nicht nur um Gendersprache. Dem Unsinn sind keine Grenzen mehr gesetzt.

Kitas im Parallel-Universum

Man schmunzelt und man lacht beim Lesen des Artikels, weil er so großartig und humorig geschrieben ist, aber das Lachen bleibt einem kurz darauf im Halse stecken.

Gruß
9999
 

moppel65

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Vielen Dank für den link.
Seit ich den Artikel gelesen habe, bin ich auch voller Wonne und Vorfreude auf die schöne neue Welt.
 

chrisild

Sammler :)
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Na ja, sich über etwas, das man für Unsinn hält, zu echauffieren, ist natürlich immer leichter, als sich darüber Gedanken zu machen, was im Einzelnen hinter dem - mitunter in der Tat befremdlich daherkommenden - Bemühen um einen etwas reflektierteren Umgang steht. Anatol Stefanowitsch hat's im vorigen Jahr in seinem Büchlein Eine Frage der Moral mal so auf den Punkt gebracht: "Gerechte Sprache allein schafft noch keine gerechte Welt. Aber indem wir sie verwenden, zeigen wir, dass wir eine gerechte Welt überhaupt wollen."

Mich würde auch durchaus interessieren, wie viele von denen, die diese VDS-Kampagne unterstützen, heute noch Menschen ohne näheren Grund mit "Fräulein" ansprechen. Oder eine nicht ausschließlich aus Männern bestehende Gruppe schlicht mit "Sehr geehrte Herren" anreden. Ach, ich frag' lieber nicht. :)

Es gibt übrigens bei change.org eine Petition, die auf ein paar Dinge eingeht, die dieser Dortmunder Sprachverein so verzapft. Ich hab' sie nicht unterschrieben, weil ich sie nicht für zielführend halte: Man kann natürlich etwas gegen gendergerechte Sprache haben, ohne die Ziele des VDS in anderer Hinsicht zu unterstützen. Aber sie hilft vielleicht bei der Überlegung, inwiefern man diesen Verein unterstützen möchte.

Tschüs,
Christian
 
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Achgut... habt ihr dann noch ein paar Artikel von Tichys Einblicke, Compact und der BILD-Zeitung?

Wenn man einfach alle konservativen Medien aufzählt und versucht, auf diesem Weg die Meinung bzw. Berichterstattung per definitionem als falsch abzustempeln, und sie gewollt mit einer mit schlechtem Journalismus assoziierten Bild-Zeitung vergleicht (Compact kenne ich gar nicht), dann macht man es sich leider etwas leicht.

Sonst sage ich auch einfach: TAZ, SZ - bäh - zählt nicht, Begründung: TAZ und SZ halt. Dann können wir aber die Diskussion direkt sein lassen.
 
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Na ja, sich über etwas, das man für Unsinn hält, zu echauffieren, ist natürlich immer leichter, als sich darüber Gedanken zu machen, was im Einzelnen hinter dem - mitunter in der Tat befremdlich daherkommenden - Bemühen um einen etwas reflektierteren Umgang steht. Anatol Stefanowitsch hat's im vorigen Jahr in seinem Büchlein Eine Frage der Moral mal so auf den Punkt gebracht: "Gerechte Sprache allein schafft noch keine gerechte Welt. Aber indem wir sie verwenden, zeigen wir, dass wir eine gerechte Welt überhaupt wollen."

Mich würde auch durchaus interessieren, wie viele von denen, die diese VDS-Kampagne unterstützen, heute noch Menschen ohne näheren Grund mit "Fräulein" ansprechen. Oder eine nicht ausschließlich aus Männern bestehende Gruppe schlicht mit "Sehr geehrte Herren" anreden. Ach, ich frag' lieber nicht. :)

Es gibt übrigens bei change.org eine Petition, die auf ein paar Dinge eingeht, die dieser Dortmunder Sprachverein so verzapft. Ich hab' sie nicht unterschrieben, weil ich sie nicht für zielführend halte: Man kann natürlich etwas gegen gendergerechte Sprache haben, ohne die Ziele des VDS in anderer Hinsicht zu unterstützen. Aber sie hilft vielleicht bei der Überlegung, inwiefern man diesen Verein unterstützen möchte.

Tschüs,
Christian

Ein Teil meines Studiums beinhaltete Gender Studies. Und nein, nicht nur eine Vorlesung, auch Seminare/Proseminare. Genau EINES davon war wissenschaftlich ordentlich aufgearbeitet, hat sich an wissenschaftlichen Grundsätzen orientiert, und die Dozentin war sowohl interessiert an einer Diskussion, als auch fachlich informiert, und hat Kritik zugelassen.
Alle anderen Veranstaltungen waren geprägt von wissenschaftlicher Ungenauigkeit bzw. Ablehnung der wissenschaftlichen Prinzipien, einer Fokussierung auf die Unterdrückung der Frau (wobei Gender Studies ja eigentlich alles beleuchten sollte), und einer absolut verbohrten, dogmatischen Grundhaltung, die eher moralisch-politischer, als wissenschaftlicher Ausprägung war.
Der wissenschaftliche Zweig dort beschränkte sich darauf, dauerhaft lautstark zu betonen, wie alle Menschen mit Ausnahme alter Männer unterdrückt werden, und dass aus diesem Grund der Lehrstuhl - auch hier wieder moralisch - absolut notwendig sei und daher gefördert werden müsse. Man hat also, ohne nennenswerte wissenschaftliche Erkenntnisse zu generieren, nur versucht, die eigenen Pöstchen zu sichern. Es war ein furchtbar anzusehender täglicher Selbstvergewisserungsprozess, der sich dann in der oben genannten Radikalität bzw. dem Dogmatismus ausgedrückt hat.
Gender Studies ist meiner Meinung nach, wie so vieles anderes auch, Lobbyismus für nicht-Männer, unter dem Deckmäntelchen der Gleichberechtigung.
Wer Gleichberechtigung will, braucht kein Gender Studies, und kein "Münzsammler*innen" auf Formularen. Und die Verwendung dieser Sprache zeigt vielleicht bei manch einem, dass er gute Absichten hat - aber bei manch einem anderen zeigt sich schlicht seine/ihre ideologische Radikalität.
 
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Wenn man einfach alle konservativen Medien aufzählt und versucht, auf diesem Weg die Meinung bzw. Berichterstattung per definitionem als falsch abzustempeln, und sie gewollt mit einer mit schlechtem Journalismus assoziierten Bild-Zeitung vergleicht (Compact kenne ich gar nicht), dann macht man es sich leider etwas leicht.

Sonst sage ich auch einfach: TAZ, SZ - bäh - zählt nicht, Begründung: TAZ und SZ halt. Dann können wir aber die Diskussion direkt sein lassen.

Es gibt doch konservative Medien, die etwas taugen. FAZ z.B. und von mir aus auch noch die Welt oder sonst was.
 
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Es gibt doch konservative Medien, die etwas taugen. FAZ z.B. und von mir aus auch noch die Welt oder sonst was.

Da könnte ich dir unter anderem die Artikel von Don Alphonso empfehlen, der erst bei der FAZ, und danach jetzt bei der WELT seine Sachen veröffentlicht. Er hat auch sehr gute, fast schon investigative Artikel über die Sache mit dem Framing Manual der ARD geschrieben. Leider sind sie hinter der Paywall der WELT.
 
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..und dann das Ganze noch mit ner ordentlichen Portion Denglisch (Vorsicht -Ironie..):

Das Label "Der/die/das Mensch*-Stern-Menschinnen" performt bei jedem Event, egal in welcher Location sich Mann-Stern-Frau gerade zum chillen treffen...

:eek: :wut:

Jetzt mal ohne Ironie:

Warum wird eigentlich aus jeder Bezeichnung/Beschreibung irgendwelcher menschlichen Eigenschaften/Tätigkeiten/Bezeichnungen, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben, mit aller Gewalt irgendein Wortungetüm gemacht ?

Wie spricht / schreibt man denn demnächst "Arzt" oder "Bauer", wenn die weibliche Form sich nicht nur in der Endung unterscheidet ?
Bei "Gärtner" oder "Bäcker" ist die Unterscheidung ja relativ einfach: Da heißt es weiblich "Gärtnerin" / "Bäckerin"
Aber ich bin mal gespannt, wie man dann "den Arzt / die "Ärztin" bzw. "den Bauer / die Bäuerin" zukünftig politisch korrekt nicht nur schreiben sondern auch aussprechen soll. Oder wie jemand, der aus Überzeugung in die Kirche geht, zukünftig das "Vaterunser" zu beten hat.

Und konsequenterweise ist das sogenannte "Signal-I" ("BürgerIn") ja schon ne "Diskriminierung der Männer", weil man nicht heraushören kann ob nur Frauen oder auch Männer gemeint sind.
Um das dann zu umgehen, wird (zumindest bisher) nur noch von "Bürgerinnen und Bürgern" gesprochen, obwohl sich über Jahrhunderte mit "Bürger" jeder angesprochen gefühlt hat, egal welchen Geschlechtes.

Nichts gegen "political correctness", die an einigen Stellen sinnvoll ist, aber solche Entwicklungen finde ich lächerlich.

Oder muss ich mich ernsthaft als Rassist beschimpfen lassen, wenn ich auch zukünftig schlicht von "dem Menschen" spreche (bzw. schreibe), statt "Mensch-Stern-*innen" oder ähnliche "Wortschöpfung-Stern-innen" zu verwenden?

In Politik und Gesellschaft gibt es wirklich Wichtigeres zu tun, als zu versuchen, irgendwelche Sprachmonster zu erfinden - unabhängig davon, dass sich Sprache sowieso über Jahrhunderte laufend verändert (was dann auch alle "Wortungetüme" betrifft).
 

Tobias Honscha

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Achgut... habt ihr dann noch ein paar Artikel von Tichys Einblicke, Compact und der BILD-Zeitung?
Inhaltlich habe ich an dem Artikel nichts auszusetzen. Er zeigt wieder einmal schön, wohin unsere Steuergelder (auch) fließen. Es bestätigt auch meine Auffassung, dass die Veränderungen nicht demokratisch erfolgen, sondern von einer kleinen Gruppe (nach Studium der Newsletter - meine Meinung - Wirrköpfen) ideologisch gesteuert werden. Wissentschaftlichen Anforderungen genügen diese wirren Thesen jedenfalls nicht.
Übrigens hatte ich im Gymnasium meine einzige 5 in einer Sozialkundearbeit - Thema Kita und Ganztagsbetreuung. Ich hatte dort zwischen den Zeilen durchblicken lassen, dass ich es für gefährlich halte, meine Kinder ausschließlich von Lehrern/ Betreuern mit fragwürdigen Ideologien erziehen/prägen zu lassen. Wenn ich das jetzt lese, lag ich nicht so falsch ;)
 
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