Silbermünzen des Königreichs Sachsen

Kempelen

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Und zum anderen ist es ein Jubiläumsstück, denn es ist die 200. Münze, welche meine altdeutsche Sachsen-Sammlung bereichert! :)

Wie viel Münzen wird die Sachsen-Sammlung denn umfassen, wenn Du alle Lücken geschlossen hast ?
Hast Du diesbezüglich schon einen konkreten Plan, vor allem in Hinsicht auf weitere Varianten oder auch bezüglich der Prägejahre einzelner Typen ?
 

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Wie viel Münzen wird die Sachsen-Sammlung denn umfassen, wenn Du alle Lücken geschlossen hast ?
Hast Du diesbezüglich schon einen konkreten Plan, vor allem in Hinsicht auf weitere Varianten oder auch bezüglich der Prägejahre einzelner Typen ?

Nach momentanem Stand umfasst meine altdeutsche Sachsen-Sammlung, wenn sie denn mal vollzählig ist, genau 319 Münzen.

Folgende Münzen habe ich dabei für meine Sammlung auserkoren:

- alle Silbermünzen vom 1/6 Taler bis zum Doppeltaler von 1806-1872
- ausgenommen Prämientaler bzw. -doppeltaler
- ausgenommen Probemünzen (einzige Ausnahmen sind der Schlafrocktaler und der Ausbeute-Speziestaler 1824, da diese für Probemünzen eher untypisch "viel" geprägt wurden und oft vorkommen)

Dabei möchte ich alle Jahrgänge sammeln und so viele Varianten wie möglich. Einige Varianten sind in keinen Katalogen erwähnt, da sie entweder bisher unbekannt waren und durch mich erst entdeckt wurden oder auch, weil ich sie für mich selbst als Variante definiert habe. Um nur mal ein paar Beispiele zu nennen:

In den Katalogen wird immer nur von der Randschrift GOTT SEGNE SACHSEN geschrieben. Aber z. B. bei den Talern und Ausbeutetalern von 1817-1821, welche sonst überall unter einer Nummer laufen, wurde die Randschrift im Laufe des Jahres 1819 von der Gestaltung her geändert. Somit kommt der Jahrgang 1819 jeweils zwei Mal in meine Sammlung, da ich beide Randschrifttypen haben möchte.

Oder die Taler und Ausbeutetaler von 1822-1823, welche auch immer gemeinsam als eine Nummer laufen. Dort sind beim Jahrgang 1822 zwei unterschiedliche Anzahlen an Tingierungspunkten auf dem Wappen, weshalb ich eben auch den Jahrgang 1822 zwei Mal in meine Sammlung aufnehme.

Wie gesagt, es gibt jede Menge Beispiele von "Varianten", die nirgends erwähnt sind. Und es kann auch immer wieder vorkommen, dass noch weitere Varianten auftauchen, die auch ich bisher noch nicht entdeckt habe. Wenn ich z. B. an den Speziestaler von 1809 mit "S" statt "8" in der Jahreszahl denke. Diese Variante ist nirgends erwähnt und ich habe sie erst vor kurzem entdeckt, weil sie offenbar äußerst selten ist. Wäre nicht kürzlich ein Stück angeboten worden, dann wäre ich auch noch nicht auf diese Variante gestoßen. Es ist also durchaus möglich, dass noch weitere mir unbekannte Varianten irgendwo schlummern, die dann plötzlich irgendwann auftauchen und meine Sammlung noch erweitern.

Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass es noch 5 weitere Stücke gibt, die theoretisch vorkommen könnten, welche ich bisher aber noch nie gesehen habe. Ich gehe zu 99% davon aus, dass es diese Stücke in dieser Ausführung auch nicht gibt, aber ich will es nicht ausschließen.
 
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Deine Sachsensammlung 19. Jahrhundert dürfte jetzt bald zitierfähigen Charakter haben...............;)

Dazu müsste ich sie mal katalogisieren. :)

Na, jetzt aber los … ;)

Wie viel Münzen wird die Sachsen-Sammlung denn umfassen, wenn Du alle Lücken geschlossen hast ?

So, ich habe mir gestern und heute die Mühe gemacht, einen eigenen Katalog nach meiner Sachsen-Sammlung zu erstellen. Nach einer kleinen Korrektur zu meiner Aussage von gestern umfasst die Sammlung, wenn sie denn mal vollzählig ist,

- 322 Münzen
- 130 verschiedene Münztypen

Davon habe ich Stand heute:

- 200 Münzen
- 113 Münztypen

Bei den noch fehlenden 17 Münztypen sind jedoch 3 Typen dabei, die bisher nicht bestätigt, sondern nur rein theoretisch möglich sind, weshalb ich sie aber auch nicht ausschließen mag. Und 1 Münztyp ist extrem selten, so dass ich diesen höchstwahrscheinlich nie bekommen werde. Es handelt sich dabei um den Vereinstaler von 1860 mit der Randschrift GOTT SEGNE BAYERN, über welchen ich hier schon einmal konkret berichtet habe:

Verwechslung der Rändeleisen?
 

Kempelen

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So, ich habe mir gestern und heute die Mühe gemacht, einen eigenen Katalog nach meiner Sachsen-Sammlung zu erstellen. Nach einer kleinen Korrektur zu meiner Aussage von gestern umfasst die Sammlung, wenn sie denn mal vollzählig ist,

- 322 Münzen
- 130 verschiedene Münztypen

Davon habe ich Stand heute:

- 200 Münzen
- 113 Münztypen

Hallo Rico

Danke für die ausführlichen Antworten.
Ich wünsche Dir viel Freude und Erfolg beim weiteren vervollständigen Deiner wirklich schönen Sammlung :).
 

FooFighter

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Hier mal zwei Neuzugänge für meine Jahrgangssammlung. Beide stammen aus Leipzig aus dem Hause Höhn. Das erste Stück aus dem Online-Shop, das zweite von der 94. Auktion, welche vor wenigen Tagen stattfand.

Speziestaler König Friedrich August I. 1812

Speziestaler 1812.jpg




Speziestaler König Friedrich August II. 1837

Speziestaler 1837.jpg
 

FooFighter

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Am letzten Sonntag, dem 21.06.2020, fand die 61. Solidus-Auktion statt. Genau wie bei der 56. Auktion im März lag der Schwerpunkt auf Sachsen. Aufgrund der wirklich tollen und stellenweise seltenen Münzen hatte ich schon die Vermutung, dass die Münzen in beiden Auktionen aus derselben Sammlung stammten. Dies wurde mir auf Nachfrage bestätigt. Und wie schon bei der 56. Auktion konnte ich einige Treffer landen. Insgesamt 7 von 11 Stücken, die auf meiner Wunschliste standen, haben nun ein neues Zuhause in meiner Sachsen-Sammlung gefunden und konnten mit den anderen Stücken wieder zusammengeführt werden. :)

Ich werde die Stücke nacheinander vorstellen.
 
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Das zweite Stück wollte ich unter allen Umständen haben, denn es ist offenbar äußerst selten! Wie ihr euch vielleicht erinnert, hatte ich kürzlich über die "Variante" mit der kürzeren und längeren linksseitigen Wappenquaste berichtet. Wie ich herausfand, ist die Angabe über die Länge der Wappenquaste falsch, da sie in beiden Fällen gleich lang ist. Es hat sich jedoch die Stellung der Buchstaben XIV EINE F. M. leicht geändert, so dass die linksseitige Wappenquaste vorher nicht ganz bündig mit dem "N" in EINE abschloss (wie z. B. oben bei dem Taler von 1842) und in der geänderten Umschrift nun bündig mit dem "N" abschließt.

Diese "Variante" ist in den Katalogen nur beim Jahrgang 1843 angegeben. Und meine bisherigen Recherchen bestätigten zunächst diese Angaben, da ich bei acsearch und auf MA sämtliche Jahrgänge von 1839-1849 durchgeschaut hatte. Im Ergebnis stand bisher, dass die Wappenquaste von 1839-1843 kurz erscheint. Im Jahr 1843 erfolgte die Umstellung, so dass es dann von 1843-1849 die lange Wappenquaste gibt.

Nun tauchte jedoch bei der Solidus-Auktion ein Stück des Jahrganges 1844 mit der kurzen Wappenquaste auf!!! Ich dachte zunächst, dass ich dies bei meinen Recherchen vielleicht übersehen hatte und prüfte deshalb noch einmal akribisch nach. Aber nein! Alle Stücke, die ich von 1844 finden konnte, haben die lange Wappenquaste. Somit ist dies hier das bisher einzig bekannte Exemplar dieses Jahrgangs mit der kurzen Wappenquaste! Ich freue mich unglaublich, dass ich das Stück ergattern konnte!

Taler König Friedrich August II. 1844 - Ausführung mit "kurzer" linksseitiger Wappenquaste


1844 Taler.jpg
 
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