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Silbermünzen des Königreichs Sachsen

Stefaninski

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wer nicht gleich weiß was eine BSA ist, falls es interessiert, hier ein Bild:
 

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Stefaninski

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mal nachgefragt: handelt es sich hier um Prägeschwächen?

und noch was: manche der Münzen wirken auf mich extrem clean in Vergleich mit anderen. Wurden die dann eventuell gereinigt? Wie erkennt man ob eine Münze offensichtlich mal gereinigt wurde?
 

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Kempelen

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Das verstehe ich jetzt, ehrlich gesagt, nicht so ganz. Bei meinen Münzen laufen die Justierspuren quer über alle Prägedetails hinweg. Kann man auf den Fotos von Rico auch prima sehen.

Hallo Andi

Um zu verdeutlichen was ich meine, habe ich ein Bild eines bayerischen Madonnentalers angehängt; ein Typ, bei dem Justierspuren bekanntlich sehr häufig vorkommen.
Man sieht, daß die Justierkratzer noch in Bereichen erhabener Stellen zu sehen sind.
Stärker geprägte Bereiche unterbrechen die Justierkratzer und auch im Münzgrund sind aufgrund des Prägedrucks kaum Justierspuren zu sehen.
 

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mal nachgefragt: handelt es sich hier um Prägeschwächen?

und noch was: manche der Münzen wirken auf mich extrem clean in Vergleich mit anderen. Wurden die dann eventuell gereinigt? Wie erkennt man ob eine Münze offensichtlich mal gereinigt wurde?
Nein, das sind Abnutzungen durch Gebrauch. Geputzte Münzen erkennt man am unnatürlichen Glanz.
 

Stefaninski

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Nein, das sind Abnutzungen durch Gebrauch. Geputzte Münzen erkennt man am unnatürlichen Glanz.
ok, Danke für die Info. Braucht wohl doch länger, um Prägeschwächen von Abnutzung durch Gebrauch unterscheiden zu können...
...ich finde Glanz bei alten Münzen immer unnatürlich...was meinst du damit? Glanz stumpf oder umgekehrt zu glänzend oder zu einheitlich über die Münze verteilt???
 

FooFighter

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kann mir jemand sagen warum dieser Ausbeutetaler von 1841so teuer eingeschätzt wurde? Ich meine ich hätte den gleichen von 1845, der aber längst nicht zu so einen Preis erzielt.

Zwischen beiden Münzen liegen Welten! Und damit ist nicht zwingend die von @Kempelen zitierte Auflagenhöhe gemeint, denn auch 18.700 Stück sind recht selten. Der Hauptunterschied liegt in der Erhaltung. Das von dir bei der Künker-Auktion gezeigte Stück ist ein absolutes Top-Exemplar. Nicht nur Stempelglanz als höchste Erhaltungsstufe, sondern dazu noch ein sog. Erstabschlag (EA). Dies ist nochmals einen Zacken besser, da bei EA's die Details noch viel deutlicher ausgeprägt sind und somit die Münzen in der Gesamterscheinung noch besser erscheinen. Das von dir gezeigte Stück von 1845 ist maximal ein "ss" und somit preislich deutlich geringer zu bewerten.

Allerdings muss man trotzdem der Fairness halber erwähnen, dass die von dir angesprochene Künker-Auktion auch eine absolute Ausnahme war. Keine Ahnung, was die Leute damals im Januar 2015 geritten hat, ob sie evtl. zu viel Geld von Weihnachten übrig hatten oder was auch immer, aber die bei dieser Auktion erzielten Preise waren stellenweise jenseits von gut und böse, selbst für top erhaltene Stücke.

Nur mal zwei Beispiele von eigentlich ganz alltäglichen Stücken die absolut keine Seltenheiten sind, auch nicht in guten Erhaltungen:



Man sieht es schon am Unterschied zwischen den Zuschlägen und den Start- bzw. Schätzpreisen, dass es absolut unnormal war, was damals dort abging!

Welche Literatur ist geeignet nachzulesen, welche Münze wann, wo, von wem und wie oft geprägt wurden (bezieht sich nur auf die Zeit deutscher Münzen vor 1871, Münzen Deutsches Kaiserreich 1871-1918 und Münzen der Weimaer Republik 1923-1933, speziell Sachsen. Ich weiß das hier im Thread ganz am Anfang schon mal darüber gesprochen wurde (Literaturtips und Excel Listen).

Ich habe mir für mein Sammelgebiet Sachsen einige Bücher zugelegt, welche sehr hilfreich sind. Diese enthalten größtenteils nicht nur Sachsen, sondern den gesamten altdeutschen Bereich von 1800-1871. Werde dir mal eine Literaturliste per Privatunterhaltung zukommen lassen, wenn du Interesse hast.

gleich noch eine Frage:
verstehe ich das richtig das Einschätzungen wie schön, ss, fast vorzüglich oder vorzüglich sich ausschließlich auf Gebrauchsspuren durch den Umlauf der Münze beziehen und absolut nicht auf mangelnde Qualität bei der Herstellung wie Stempelbruch, Stempelriss, Prägeschwäche, Justierspuren oder Schrötlingsfehler?

Das ist im Grunde genommen richtig. Die Erhaltungsangaben beziehen sich nicht auf herstellungsbedingte Spuren. Eine Münze mit Justierspuren, Stempelrissen und Stempelbrüchen kann trotzdem nach dem Prägen gesammelt worden und nie in den Umlauf gelangt sein. Somit ist sie auch nach 200 Jahren noch im prägefrischen Zustand und kann durchaus auch im Bereich "st" eingestuft werden, wenn ansonsten alles passt.

Wie erkennt man ob eine Münze offensichtlich mal gereinigt wurde?

Das kommt immer auf die Art der Reinigung an. Die meisten Münzen, vor allem Silbermünzen, setzen im Laufe der Zeit eine Patina an. Allerdings gibt es auch Stücke, die je nach Art der Aufbewahrung auch nach vielen Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten nahezu prägefrisch aussehen. Manchmal ist es schwer zu erkennen, ob das noch natürlich vom Urzustand ist oder ob die Münze vielleicht einmal gereinigt wurde. Allerdings gibt es auch Stücke, bei denen es sofort auffällt. Hier mal ein solches Beispiel. Die Münze sah bei meinem Kauf auf beiden Seiten aus wie jetzt noch die Wappenseite. Ein unnatürlich glänzendes und helles Aussehen. Ich habe die Münze jetzt 5 Jahre in meiner Sammlung und dabei offen gelagert. Wie man auf dem Foto sehen kann, hat die oben liegende Kopfseite schon wieder eine leichte Patina gebildet, während die unten liegende Wappenseite noch immer so gereinigt aussieht.

093 - Taler Sachsen 1854 alt.jpg



hier ein Versuch Eigenschaften der Münze zu beurteilen (siehe Bild) Münze sonst vs?

Die von dir im Bild markierten Stellen (Prägeschwäche auf Kopfseite und Stempelriss auf der Wappenseite) passen so. Nur beim Schrötlingsfehler bin ich mir nicht ganz sicher, was du dort an der Stelle meinst.

mal nachgefragt: handelt es sich hier um Prägeschwächen?

Wie von @ischbierra schon geschrieben, sind das keine Prägeschwächen, sondern Abnutzung. Man kann es oft recht einfach unterscheiden: Prägeschwächen kommen oft nur an einer Stelle der Münze vor. Abnutzungen hingegen betreffen meist die komplette Münze. Man spricht davon, dass die erhabenen Stellen zuerst betroffen sind und sich zuerst abnutzen. Dies ist dann logischerweise auf der kompletten Münzfläche so, und nicht nur an einer bestimmten Stelle wie bei einer Prägeschwäche.

dann behaupte ich mal "st" stempelfrisch, so als selbst ernannter Experte "Von Gottes Gnaden" :)

Da liegst du leider daneben. Auch hier sind die erhabenen Stellen (Haare auf der Kopfseite, Perlen an der Krone und Rautenkranz auf dem Wappen) etwas abgenutzt. Zudem scheint die Münze auf der Kopfseite auch etwas berieben zu sein. Von daher würde ich das Stück mit "fast vorzüglich" einstufen. Hier mal zum Vergleich mein "Mohrenkopftaler", welcher mit "fast Stempelglanz" eingestuft wurde und bei dem die Haare und auch der Rautenkranz noch vollständig erhaben sind.

058.02 - Speziestaler Sachsen 1828.jpg
 
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