Sind die 0 Euro Souvenirscheine die nächsten Telefonkarten?

bofried

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Genau! Mit Numismatik hat das Sammelgebiet nichts zu tun.
 

manloeste

0-Euro-Schein-Sammler
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den Vergleich zu Telefonkarten finde ich aber immernoch treffender als den mit Bierdeckeln :confused:
 
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Hallo,

Wie man an meinem Avatar sehen kann, habe ich eine Zeit lang relativ intensiv "Elongated Coins" bzw. Souvenirprägungen gesammelt. Mein Avatar habe ich in Rom beim Kollosseum erkurbelt. Statt dem vorgesehenen 2 Cent Stück verwendete ich ein 5 Pfennig Stück.
Ich sammle diese Dinger noch immer, aber beiweitem nicht mehr so intensiv. Habe inzwischen fast 100 Stück liegen, die ich erneut bestimmen und einsortieren müsste. Aber das Feuer brennt leider nicht mehr so.

Die Souvenirscheine oder 0 € Scheine fallen in meinen Augen exakt in die gleiche Kategorie.
Ebenso wie die "National Tokens" und ähnliche Metallprägungen, die in Verbindung mit Sehenswürdigkeiten als Souvenirs feilgeboten werden.

Mit Telefonkarten und Bierdeckeln hat das in meinen Augen sehr wenig zu tun.
Telefonkarten waren aufgrund ihres "Wertes" bzw. Guthabens eigentlich ein Bezahlsystem zum telefonieren. Um es für die Kunden interessanter zu machen wurde mit Motiven experimentiert und am Ende eine Motiv-Flut ins rollen gebracht die der Telekom unfassbar viel Geld in die Kassen spülte. Am Ende wurde das Guthaben dann mit Verfallsdatum versehen (eine Frechheit!!!) und inzwischen sind die Dinger nutzloser Tand.
Die 0€Scheine dienen aber von Anfang an einzig und allein als Suvenir und haben keinerlei praktischen Nutzen. Für 2€ das Stück ist das auch absolut ok. 3€ geht grad noch. Alles darüber fände ich aber zu teuer.

Wenn ich einen 0€ Schein kaufe, dann kaufe ich das Motiv und das Design und beides in einem Format, das nach Geldschein aussieht, sich wie ein Geldschein anfühlt und sogar wie einer riecht. Kommt ja schließlich von der französischen Banknotendruckerei, die das E im Druckereicode und das E in den Seriennummern der "Europa-Serie" der Euro-Banknoten führt. Das ist in der Tat ein besonderer Reiz dieser Stücke.

Auch ich hatte erwogen, diese Scheine gezielt zu sammeln. Das rasante Wachstum dieses Sammelgebietes hat mich jedoch wieder abgeschreckt. So stecke ich mir lediglich die Scheine ins Album, die ich selber irgendwo vor Ort kaufen kann oder die mir dankenswerterweise mitgebracht werden. Bisher sind es zwei. ;)
Die verschiedenen Varianten der Rückseiten und der Sicherheitsmerkmale sind zwar spannend, blähen meines Erachtens das Gebiet aber unnötig auf.
Dass man von einer einzigen Serie mehrere Sicherheitsstreifen-Varianten bekommen kann ist in meinen Augen zu viel des Guten. Eine Serie (wie ich las ab 5000 Stück) sollte eine Art Sicherheitsstreifen haben. Punkt. Alles andere ist in meinen Augen Sammlerabzocke und macht das Sammelgebiet insgesamt ein Stück weit kaputt.
Die Änderungen der Rückseite hat ja noch Sinn gemacht (erst nur französische Sehenswürdigkeiten, dann europäische, dann ohne Big Ben). Aber das Grunddesign und den Sicherheitsstreifen zu ändern scheinen mir offensive Maßnahmen zur Umsatzsteigerung zu sein.
Die "jährlichen Designänderungen" einiger Souvenierprägungen waren es, die mir den Sammel-Elan bei den Elongated Coins gedämpft haben. Hatte versucht per Tausch nach Bundesländern Schritt für Schritt meine Sammlung zu vervollständigen und dann die Neuheiten hinzuzufügen. Aber wenn man jährlich bestimmte Motive von der gleichen Sehenswürdigkeit hinzufügen "muss" nur wegen der Jahreszahl (und das wurden mehr), dann artet es in Komplettier-Zwang aus und der Spaß lässt nach. Als Beispiel habe ich gerade Miniatur-Wunderland in Hamburg im Kopf. Eines der drei Motive bekam jedes Jahr die aktuelle Jahreszahl aufgeprägt.
Diese Jahres-Änderungen sind bei den 0€Noten auch stark erkennbar.

Trotzdem: In meinen Augen sind die Scheine sammelwürdig.
Ich glaube, sie werden nie so ein Hype wie die Telefonkarten damals. Aber auch nie so tief fallen. Das wird sich vermutlich alles auf dem Niveau der Souvenirprägungen abspielen und vom Großteil der Menschen nie richtig zur Kenntnis genommen werden.
 

bofried

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Das mit den Sicherheitsstreifen war sicher experimentell für 3 Monate. Die letzten Scheine haben wie die ersten nur einen Sicherheitsstreifen. Das wurde mit Sicherheit nicht gemacht, damit Sammler mehr als einen Schein in die Sammlung legen.
 
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Das mit den Sicherheitsstreifen war sicher experimentell für 3 Monate. Die letzten Scheine haben wie die ersten nur einen Sicherheitsstreifen. Das wurde mit Sicherheit nicht gemacht, damit Sammler mehr als einen Schein in die Sammlung legen.
So sehe ich das auch. Oberthur Fiduciaire ist eine Firma die u.a. Sicherheitstechnologien für Banknoten entwickelt und hat wohl die Gelegenheit genutzt diverse unterschiedliche Sicherheitsstreifen zu testen. Bei den echten Euroscheinen gäbe das dann gleich Falschgeld ;)

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Vielleicht verhält es sich mit den Scheinen wie mit der Liebe :
Es ist was es ist
 
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Bevor ich meine 320.000 0€ Scheine verkaufe werde ich mir vorher die dann gültige Rechtslage anschauen :p
 
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