Spiel - Wie weit kommen wir zurück? (Teil II)

B555andi

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Es geht weiter mit meinem Vorletzten Beitrag:

Ionien / Phokaia
Trihemiobol Mitte 6. Jhdrt.
10mm, 1,32 Gramm
Rosen 596
SNG von Aulock 1813

Avers: weiblicher Kopf
Revers: Incusum

Im Weiteren habe ich noch ein kleines Elektronstück aus der Übergangszeit zur Münzprägung um etwa 650 v.Chr. anzubieten. Bei diesen Stücken ist einerseits die Datierung natürlich mit großen Unsicherheiten verbunden (was für die meisten der Münzen aus diesen sehr frühen Epochen zutrifft) und andererseits ist man sich uneins, ob diese Stücke überhaupt schon als Münzen anzusprechen sind.

Grundsätzlich denke ich, dass die Einteilung in 10 Jahresschritten nicht mehr allzu viel Sinn machen dürfte...
 

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Das monetäre System der Chinesen hat eine völlig eigenständige Entwicklung genommen und begann wohl schon früher als in Kleinasien.
Aaah ... okay, das war mir neu. Dachte, die Münze als Idee wäre nur einmal entstanden. Danke für die Aufklärung!
 
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So, es folgen meine ältesten. Beide aus China, aus der Chou-Dynastie 1122-255 v. Chr.
Während bei den Griechen Gerätevorformen der Münzen im Namen steckten (Obol = Spieß; Drachme = eine Hand(voll Spieße)) hatten die frühen Chinesen diese Gerätevorformen als Miniaturgeld. Dazu gehört Spatengeld, Fischgeld oder Messergeld.
Zunächst eine sog. Messermünze des Staates Yan, 600-400 v. Chr., 14,68 gr.; Hartill 4,29

600-400 v. Staat Yan,Pointed tie Messer,Yu,H 4,29 (1).JPG


600-400 v. Staat Yan,Pointed tie Messer,Yu,H 4,29 (2).JPG



Kauri-Muscheln waren in vielen alten Kulturen prämonetäre Geldformen. Hatte man keine echten Kauris, hat man sich welche selber geformt aus Ton. Frühe Form von Produktpiraterie.

1122-255 v. Ton-Kauri (1).JPG

1122-255 v. Ton-Kauri (2).JPG
 
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Wie nachlässig von mir...

561-570 v. Chr.
19.03.-25.03.2022

571-580 v. Chr.
26.03.-01.04.2022
 
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Finale Bilanz nach 2586 Jahren (2016 bis 570 BC)

1648884412030.png


Nun ist der Moment eingetreten, dass ein Jahrzehnt unbesetzt bleibt. Aber es ist nach wie vor beeindruckend! Über ein halbes Jahrtausend vor Christus reicht unsere „kleine“ Münzgeschichte nun zurück und hat spannende Objekte hervorgebracht. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so weit zurück kommen. Einen besonderen Dank daher an die fleißigen Präsentatoren.

Das ist für mich auch der Moment, die regelmäßigen Aktualisierungen der Bilanz zu beenden.

Insgesamt wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahrtausenden 5.596 Münzen aus 894 Ländern gezeigt. Rom führt die internationale Liste an mit 237 Präsentationen, gefolgt von Dänemark (156) und den USA (140).

Sachsen (211) ist das deutsche Territorium mit den meisten Präsentationen, gefolgt vom Deutschen Reich (174).

Die meisten Münzpräsentationen stammen von kaamos (615) und Razorback (450), sowie ischbierra (412). Die meisten unterschiedlichen Länder bereiste kaamos (326), knapp gefolgt Razorback (312) und reining (206).

Alles dieses und noch viel mehr könnt ihr der angehängten EXCEL-Datei entnehmen, zum Beispiel:

- In der Tagesbilanz: Wer hat wann welches Land präsentiert

- In der Personenbilanz: Wer hat welche Länder wie oft gezeigt (Lieblingsland)

- In der Länderbilanz: Wann wurden welche Länder wie oft präsentiert

sowie in der Gesamtbilanz:

- Wie entwickelte sich täglich die Anzahl der Teilnehmer, der Münzpräsentationen und der gezeigten Länder.

Mit Hilfe der EXCEL-Datei könnt ihr leichter Münzen aus eurem Sammelgebiet in diesem wöchentlich wachsenden Thread finden.

Irgendwo in der Tagesbilanz muss mir ein schon einige Jahrhunderte zurückliegender Fehler unterlaufen sein. Aufgrund der schieren Datenmenge bitte ich darum, mir nachzusehen, ihn nicht zu suchen.

Für die zur Verfügung Stellung der Tabelle bedanke ich mich bei numisfreund.
 

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Toll, daß wir soweit gekommen sind. Nun stehen wohl nur die Übergangsstücke aus, bei denen man nicht so genau weiß ob noch Barren oder schon Münze.
 

B555andi

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Wie bereits geschrieben, macht es meiner Meinung nach wenig Sinn, weiter nach Jahrzehnten zu gliedern. In den geschichtlichen Regionen, in welchen wir uns jetzt bewegen, sind "Münzen" in aller Regel nicht auf ein Jahrzehnt genau datierbar. Ob dies bei den ganz frühen Chinesen möglich ist, kann ich leider nicht sagen.

Ich habe noch ein kleines Stück aus Elektron, welches aus der Übergangszeit zu den ersten, als Münzen anzusehenden Prägungen stammt. Wurde es 680 oder 650 v.Chr geschlagen, oder doch eher gegen 600 v.Chr?

Vielleicht sollten wir zum Abschluss einfach nach Stücken fragen, die vor 600 v.Chr. entstanden sind?
 
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Das ist sicherlich ein passender Abschluss. Eine Erfassung in der Bilanz macht da wenig Sinn, aber es rundet das virtuelle "Museum" ab
 

B555andi

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Dann zeige ich mal mein Übergangsstück aus Elektron.

Es stammt aus Ionien, misst 5mm im Durchmesser und wiegt 0,29 Gramm. Vermutlich irgendwann um 650 v.Chr. entstanden.

Die Vorderseite ist rauh ohne ein Abbild - die Rückseite zeigt ein Incusum.

Literaturzitat: SNG von Aulock 7764
 

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