Spiel - Wie weit kommen wir zurück? (Teil II)

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Jahr 243/244:
Antoninian des Gordianus III, Römischer Kaiser
(RIC 154 RSC 348; Rom; einer der letzten mit ernsthaften Silberanteil (40%)):
IMP GORDIANVS PIVS FEL AVG VICTOR AETER
243_244.jpg
 
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An desem stattlichen Æ- Brocken aus dem römischen Osten erfreue ich mich immer wieder :
Gordian III
Antiochia Caesarea
Æ 32
25,1 g
Vs: Gordian III n. r.
Rs: CAE ANTIOCH COL, 2 Niken, die einen Schild mit der Inschrift SR an einer Palme befestigen, im Abschnitt SR

Ich hatte mich schon länger gefragt, wieso auf manchen Grossbronzen die Abkürzung " SR " zu finden war. Diese Münzen in der Grösse eines Sesterzen aus dem 1. Jahrhundert werden manchmal als " östliche Sesterzen " gedeutet. Diesem Artikel zufolge, der vor ein paar Wochen in meinen Academiafeed schneite, bedeutet " SR " wohl eher " Socia Romanorum " und stellt einen ab Septimius Severus verwendetetn Ehrentitel da. Die Grösse des Nominals deutet der Autor schlichtweg als Folge der Geldentwetung ". Klarer Fall, dass ich nach der Lektüre so eine Münze haben musste.

https://www.academia.edu/8315848/_Colon ... 95_350-370
 

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Unter Gordian III werden noch einmal Denare mit einem Silbergehalt von ca 40 % geprägt. Aber es gibt auch umfassende Antoninianemissionen, der 215 unter Caracalla eingeführten " Augenwischmünze ", die vermutlich als Doppeldenar galt, jedoch bloss Silber im Werte von 1,6 Denaren enthielt.
Die Gewichsschwankungen von Denar og Antoninian sind imens. Manche Denare sind schwerer, als ihr Doppeltes. Sesterzen gibt es noch mit den technischen Abmassen wie seit Ende des 2. Jahrhunderts üblich, doch Dupondien und Asses sind schon wesentlich seltener. Gold scheint nicht mehr in einem festen Verhältnis zum Silber zu stehen, die Gewichtsschwankungen der nun geprägten Aurei legen den Schluss nahe, dass Goldmünzen vermutlich dem Gewicht nach gehandelt wurden.

Dieser 240 geprägte Denar ist einer der letzten seiner Art:
RIC IV 129a
Kamp 72.46
Salus, eine Schlange aus einer Patera fütternd
20 mm
3,26 g
 

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kaamos

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