Spiel - Wie weit kommen wir zurück? (Teil II)

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Parther, Phraates III. 70-52 v., Drachme, 4,08 gr.; S.36,9
0070-57 v. Phraates III. Drachme Strateia,Sellw (1).JPG0070-57 v. Phraates III. Drachme Strateia,Sellw (2).JPG
 
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Denar Sicinius.jpg

Zunächst einmal ein Nachtrag aus der Römischen Republik:

Ein Denar aus der Zeit des Römischen Bürgerkriegs, geprägt unter Pompeius im Februar/März 49 v. Chr., Münzmeister Quintus Sicinius. Die Münze glorifiziert die Siege des Pompeius zu einer Zeit, da Cäsar bereits den Rubikon überschritten hatte und auf Rom marschierte. Ende März 49 v. Chr. flohen die Anhänger des Pompeius nach Griechenland; möglicherweise wurde dieser Münztyp bereits nicht mehr in Rom geprägt.
 
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Und hier zeige ich einen meiner Lieblinge:

Stater Vindelici.jpg


Ein Stater der Vindeliker, geprägt ca. 50-100 v. Chr. Der keltische Stamm der Vindeliker siedelte in Südbayern etwa zwischen dem Bodensee und dem Inn, sein Hauptort war das Oppidum von Manching. Diese schüsselförmigen Goldmünzen fanden sich (lange nachdem die Kelten schon vergessen waren) immer wieder auf Äckern nach dem Pflügen und glänzten nach einem Regenschauer wohl schon von weitem. So erklärt sich der Name "Regenbogenschüsselchen". Sie sind von Alters her als Glücksbringer bei den Bauern hochgeschätzt und sind wohl auch der Ursprung der Sage, wonach am Fuße eines Regenbogens ein Goldschatz zu finden wäre.
 
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Tacitus, Germania 5: "Von unseren Münzen lieben die Germanen die alten und seit langem bekannten, die Serraten und Bigaten..." ( pecuniam probant veterem et diu notam, serratos bigatosque.)
Noch einmal vielen Dank an ischbierra für das Auffinden des Zitates.

Dieser charmante Denar ist einer meiner Lieblingsrömer.

Crawford 382/1a
C Gnaeus Balbus
79 v Chr
19 mm
3,93 g
 

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Ein großer keltischer Volksstamm waren die Volker (Volcae); ein Teil davon die Tektosagen (Tectosages). Ein Teil dieses Stammes zog mit anderen 179/178 v. Vhr. nach Kleinasien, dienten dem bithynischen König als Söldner und siedelten sich um Ankara an. Sie tauchen in der Geschichte als Galater auf. Ansonsten siedelten die Tektosagen um die Städte Narbonne und Toulouse. Dort wurden sie von den Römern in den Jahren 121-118 v. unterworfen, behielten aber eine gewisse Autonomie, die sich u.a. in der eigenen Münzprägung zeigt. Hier eine Dachme der Volcae Tectosages, 1.Hälfte 1.Jhd.v., 2,77 gr.; Cast.79-83
1.Jhd.v.,Volcae Tectosages, Drachme, Dembs 177 (1).JPG1.Jhd.v.,Volcae Tectosages, Drachme, Dembs 177 (2).JPG
 
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Dies war mein erster Republikdenar. An dieser Münze hat mich die Reiterdarstellung interessiert, besonders der Umstand, dass man so gut erkennt, wie der Reiter ohne Steigbügel im Sattel sitzt. Römische Sättel gaben den notwendigen Halt durch vier Hörner in den Ecken der Sitzfläche, zwischen denen der Reiter festgeklemmt sass. Einen Eindruck davon bekommt man in dieser Doku :


Wer den sächsischen Siegestaler von 1871 hat, kann ja mal der Victoria auf die Füße schauen.

Auch die niedrige Kontrollziffer ( XV ) fand ich interessant. Zu den vielen Dingen, die wir nicht über die antike Münzprägung wissen, gehört die Frage, wie viel Münzen mit einem Stempel geprägt wurden, bis zu 10.000 wird angenommen. In diesem Zusammenhang ist diese unter dem Beamten P. Crepusius geprägte Ausgabe interessant, die mit Kontrollziffern, möglicherweie Stempelnummern, versehen ist. Bekannt sind Stempelnummern die mit 500 beginnen, was eine Emission im Millionenbereich bedeuten könnte .

P. Crepusius, Denar, 3,8 g , geprägt 82 v. Chr.
 

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