Stark beschädigte 10, 20, 50 Cent - Diskussion (ehemals "Gussfälschungen?")

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@mesodor39: Danke für deine umfangreiche Erklärung.
Ich war anfangs auch immer der Ansicht, dass diese Münzen wohl Fälschungen sein müssten. Mittlerweile zweifle ich aber immer stärker daran. Zu den technischen Parametern, die gegen Fälschungen sprechen kommt noch der Punkt hinzu, dass es ja sehr viele Kombinationen (je nach Land und Jahreszahlen) dieser so beschaffenen Münzen mittlerweile gibt.
Bei Fälschungen im großen Stil hätte man sich wohl auf ein paar wenige Ausgaben beschränkt, davon Gussformen hergestellt und dann auf Masse Fälschungen produziert.

Vor einiger Zeit habe ich mal ein niederländisches 50 Cent Stück 1999 bekommen, was ebenfalls eine solch schlechte Oberfläche aufwies. Habe dann die Münze mal auf dem blanken Boden stark abgerieben und später mittels Essig wieder patiniert.
Das flaue Bild von vorher war gänzlich verschwunden, die Münze sah wie eine stark abgenutzte, aber sonst ganz normale Prägung aus.

Eine Frage hätte ich da aber noch:



Warum wird leider alles Metall aus der Verbrennungsasche aussortiert? Aus wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten ist es doch sinnvoll, das Metall wieder zu verwerten und nicht z.B. im Straßenbau einfach mit in die Fahrbahn einzuarbeiten...
Ich kann mich @CMM85 nur anschließen!

@mesodor39 Vielen Dank für die Lösung dieses Rätsels!

Eine Anmerkung hab ich noch: Eine Müllverbrennungsanlage erzeugt Temperaturen von mindestens 950 bis etwa 1200 Grad Celsius. Der Schmelzpunkt von Nordisch Gold, der Münzlegierung der Centstücke, schmilzt bei gut 1050 Grad. Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass einige Münzen hier auch komplett verbrennen.

Bleibt nurnoch die Frage ob ein Angestellter da ordentlich absahnt oder die Firma / Firmen die Münzen "offiziell" recyceln.
 
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Hat irgendjemand zufällig Kontakte zu einer Müllverbrennungsanlage?

Einfaches nachfragen was sie dort den mit Münzen machen, die in der Asche gefunden werden, kann evtl. bereits die endgültige Auflösung des Rätsels liefern.
 
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@mesodor39:.....Warum wird leider alles Metall aus der Verbrennungsasche aussortiert? Aus wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten ist es doch sinnvoll, das Metall wieder zu verwerten und nicht z.B. im Straßenbau einfach mit in die Fahrbahn einzuarbeiten...

Mit 18 hatte ich wieder mal in den Ferien auf dem Bau gearbeitet und mir on der Schaufel eines Kollegen (He, Stop.... nicht...) in letzter Sekunde einen 12 g schweren Goldring aus 585er Gold ergattert......

Schade, dass den jetzigen Bauarbeitern solche Möglichkeiten nun genommen sind....

Darüber hinaus habe ich letztes Jahr selbst so eine Münze im Umlauf entdeckt und unter der Lupe untersucht: keine nachträgliche Randriffelung, keine Gussnaht am Rand und auch keine Spuren vom Gußkanal.... Da war mir klar: gegossen können sie nicht sein.
 
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Mit 18 hatte ich wieder mal in den Ferien auf dem Bau gearbeitet und mir on der Schaufel eines Kollegen (He, Stop.... nicht...) in letzter Sekunde einen 12 g schweren Goldring aus 585er Gold ergattert......

Das ist natürlich ein interessanter Fund gewesen:)

Allerdings dürfte der Anteil an Münzen oder Schmuck in dem aus der Verbrennungsasche wiedergewonnenen Metall dennoch verschwindend gering sein.

Hatte übrigens vor einiger Zeit auch mal ein 1 Euro Stück Spanien 2002 oder 2003 im Wechselgeld, was auch derart seltsam aussah. Insgesamt aber noch relativ gut erkennbar. Die Pille war etwas locker. Magnetische Eigenschaften wie gewohnt, also die Pille leicht magentisch.
Der Münzeinzahler bei der Bank hat die Münze auch anstandslos angenommen.
 
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Zu solchen Funden im Bauschutt: Mein Onkel aus Augsburg stieß beim Renovieren bei Bekannten auf ein Betonstück in dem zwei seltsame Metallstücke zu erkennen waren. Nach dem Zerschlagen entpuppten die sich als isländische Münze und als BRD 2 Pfennig (Vatiante ohne Eisen). Er hatte damals vermutet, dass die Münzen als eine Art Grundstein in den Beton eingelegt werden sollten aber in der noch zu weichen Masse untergegangen sind.

Die Asche-Theorie erscheint mir da weitaus plausibler.
 
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Das ist natürlich ein interessanter Fund gewesen:)

Allerdings dürfte der Anteil an Münzen oder Schmuck in dem aus der Verbrennungsasche wiedergewonnenen Metall dennoch verschwindend gering sein.

Hatte übrigens vor einiger Zeit auch mal ein 1 Euro Stück Spanien 2002 oder 2003 im Wechselgeld, was auch derart seltsam aussah. Insgesamt aber noch relativ gut erkennbar. Die Pille war etwas locker. Magnetische Eigenschaften wie gewohnt, also die Pille leicht magentisch.
Der Münzeinzahler bei der Bank hat die Münze auch anstandslos angenommen.
Wo du es sagst....
Man findet beim Durchduchen von Rollen auch öfters schwärzlich angelaufene Euros. Es muss schon ziemlich heiß werden, damit die Nickel-Legierungen derart oxidieren. Alles in allem scheinen die Euros vom Material her hitzebeständiger als die Cents zu sein....
 
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Das ist natürlich ein interessanter Fund gewesen:)

Allerdings dürfte der Anteil an Münzen oder Schmuck in dem aus der Verbrennungsasche wiedergewonnenen Metall dennoch verschwindend gering sein.

Hatte übrigens vor einiger Zeit auch mal ein 1 Euro Stück Spanien 2002 oder 2003 im Wechselgeld, was auch derart seltsam aussah. Insgesamt aber noch relativ gut erkennbar. Die Pille war etwas locker. Magnetische Eigenschaften wie gewohnt, also die Pille leicht magentisch.
Der Münzeinzahler bei der Bank hat die Münze auch anstandslos angenommen.
Stichwort wiedergewonnenes Metall:
Ein Gedankenspiel:

Wahrscheinlich wird die Asche erst grob gesiebt. Was im Sieb hängen bleibt könnte man an nem Elekto-Magneten vorbeischicken - Eisen und Nickel raus.
Wenn man dann durch ein Verfahren das Aluminium kurzzeitig magnetisiert und so abscheidet und über die Dichte die nichtmetallischen Komponenten entfernt würden nur noch die teuren Buntmetalle mit den potentiell interessanten Funden übrigbleiben...
 
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Ich sammel schon seit 45 Jahren Münzen, aber damit, dass die Dinger sogar eine Müllverbrennungsanlage überstehen,
damit habe ich wirklich nicht gerechnet - aktuell in der Bucht:
 

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Ich sammel schon seit 45 Jahren Münzen, aber damit, dass die Dinger sogar eine Müllverbrennungsanlage überstehen,
damit habe ich wirklich nicht gerechnet - aktuell in der Bucht:
Warum macht man sowas? Die werden ja nicht durch Zufall in den Flammen gelandet sein wie die ein oder andere verlorene Kursmünze....
 
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Warum macht man sowas? Die werden ja nicht durch Zufall in den Flammen gelandet sein wie die ein oder andere verlorene Kursmünze....

Moin Moin,
diese "(Müllverbrennungs)Flammentheorie" sollte man vor allem hinsichtlich des hier verwendeten Kunststoffes nicht unbedingt so ganz ernst nehmen :rolleyes:, denn wenn die Teile tatsächlich derart stark erhitzt worden wären, würden sie nicht mehr derart unversehrt daherkommen, sondern hätten sich wohl doch eher "in Rauch aufgelöst" und wären verschwunden ;).
 
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